Freud und Leid
16.08.2020 18:26...liegen ja bekanntlich dicht beieinander. Und wir liegen hier seit einigen Jahren ganz offensichtlich an einer Art Wetterscheide, die sich aber erst kürzlich gebildet hat. Ich will das erklären:
Sachsen-Anhalt gehört ja aufgrund seine Lage im Regenschatten des Harzes zu den trockensten Gebieten in Deutschland. Regenmengen von 480-500mm im Jahresschnitt sind hier die Norm.
In den Jahren 2016, 2018, 2019 und jetzt 2020 sind wir aber gerade in den wichtigen Sommermonaten weit unterhalb dieser Mengen geblieben. Sprich, die Sommermonate werden heißer und trockener.
Kurioserweise aber nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zu uns! Da gibt es, beginnend ein paar Kilometer Richtung Westen, gleich hinter der Saale, ein Gebiet, das wird erstaunlich gut mit Wasser / Niederschlägen versorgt.

Quelle: www.ufz.de/index.php?de=37937
Der grüne Punkt zeigt an, wo wir hier wohnen. Man sieht, dass es da etwas weiter westlich ein Gebiet gibt, dass hervorragend mit Wasser versorgt wird. Und genau diese Veränderung konnten wir seit 2016 beobachten!
Kamen früher die Gewitter von Westen reingezogen und haben hier auch den Elbe-Saale-Winkel mal gut befreuchtet, so kommen die zwar immer noch aus dieser Richtung, teilen sich dann aber und ziehen einmal südlich an uns vorbei (Halle/Saale, das war aber schon immer so) und, jetzt neu seit ein paar Jahren, auch westlich in Richtung Norden (Magdeburg), wo sie sich abregnen und genau dieses Gebiet schaffen, dass hervorragend niederschlagsversorgt ist.
Muss man sich vorstellen: vorgestern Nacht hat es in Bernburg, keine 10km Luftlinie weg, 70mm Niederschlag gegeben, da stand ein Gewitter über Stunden, wir hier haben aber keinen Tropfen abbekommen.
Interessant ist, dass Gewitter früher oft zweimal kamen. Es zog von Westen rein, zog nach Nordosten weg und kam dann wieder! Meine Oma sagte immer: das kommt nicht über die Elbe. Da kamen Gewitter zum Teil wieder retour. Heute kommen die aber gar nicht mehr her, sondern ziehen schon vor der Saale zumeist in Richtung Magdeburg hoch, etwas, was es so früher nicht gab.
Ich finde das sehr erstaunlich.
Auch, dass dieses Gebiet im Osten exakt von der Saale und im Süden vom Harz begrenzt wird, es sich also an geografischen Gegebenheiten definieren lässt. Genannt wird es die "Magdeburger Börde". Genau da regnet es jetzt ausreichend, während im Süden (Mansfelder Land) und östlich der Saale nicht mehr viel hinkommt.
Die ganze Situation hat auch wieder eine persönliche Ebene.
Es ist schon eine ziemliche Quälerei, wenn man die Gewitter, und somit den benötigten Regen so nah immer im Westen und Süden vorbeiziehen sieht.
Ich habe mitbekommen, dass das auch emotional etwas bei mir auslöst. Eine Art Gefühl, von der Lebensenergie abgeschnitten zu sein. Eine Art Panik und Verzweiflung. Was natürlich wieder auf meine Erlebnisse als Kleinkind hinweist, wo ja genau DAS auch passierte, wo man nicht genährt und mit Liebe gesättigt wurde, sondern wo gesellschaftlich und menschlich hervorgerufener Mangel, Trennung und Stress herrschte. Und genau DAS wird auch vom Wetter "getriggert". Der Regen zieht an einem vorbei, man hofft da sehnsüchtig, aber es kommt nichts. Nur ab und an und eben viel zu wenig. Also selbst solche profanen Wetterereignisse können frühkindliche Erlebnisse "triggern" und an gemachte, sehr stressvolle und unangenehme Erfahrungen anknüpfen.
In meinem Fall eben der Muttermangel.
Oder anders gefragt: können massenhafte frühkindliche Traumata solche Dürresituation erzeugen?
Alles ist eins, wie innen, so außen. Wenn also eine Gesellschaft fundamentale emotionale Mangelerfahrungen gemacht hat, sieht man dass dann, über welche Kausalketten auch immer hervorgerufen, auch beim Wetter?
Wir sehen ja in unserer Weltsicht den Menschen getrennt von seiner Umwelt. Also da ist der Mensch und da ist alles um ihn herum. Aber ist das wirklich so? Und wenn der Mensch nicht emotional mit Liebe, Fürsorge und Nähe gesättigt wird als Kind, wenn die Lebensenergie nicht fließt, sondern wenn Mangel, traumatische Erlebnisse und Stress zu Blockaden und permanenten Panzerungen führen, dann wird man ja von der Lebensenergie abgeschnitten. Welche Auswirkungen hat das "im Kosmos"? Also in der Welt, die wir über unser Bewusstsein erschaffen?
Also wenn ein Baby geboren wird, dann ist die erste Liebesquelle ja die Mutter. Das ist die Quelle von Nahrung (Stillen) und Energie (Liebe / Fürsorge). Wenn das gestört wird, was extrem schmerzliche Erfahrungen sind, wenn es da Beziehungsstörungen gibt, dann führt das beim Kind (und wohl auch bei der Mutter) zu entsprechenden Störungen im Lebensenergiesystem. Also zu Panzerungen, Blockaden, Absicherungen, Enge (Angst). Es fließt nicht mehr optimal zwischen Mutter und Kind, es fließt nicht mehr gut IM Kind und wohl auch nicht IN der Mutter (bewusste oder unbewusste Schuldgefühle / Rechtfertigungen). Es verhärtet sich etwas.
Man erlebt also den lebensenergetischen Mangel und der Mangel wird zur ersten tiefsten und fundamentalsten Erfahrung.
Nicht paradisische Fülle, paradische Liebessättigung, tiefe Entspannung, Sicherheit, im übertragenen Sinne also ein Land, wo Milch und Honig fließt und wo man von Gott beschützt wird, sondern man erlebt eher das Gegenteil. Eher Wüste.
Und somit entsteht im übertragenen Sinne eine innere Dürre!
Also ein Mangel an lebensenergetischer Versorgung.
Und was passiert, wenn das ein Massenphänomen wird?
Wenn es 99% der Bevölkerung mehr oder weniger betrifft?
Man sich dessen aber nicht bewusst ist?
Welche Welt erschaffen diese Menschen dann?
Ist es da nicht zwingend logisch, dass man sich dann immer wieder unterbewusst Situationen schafft, wo man genau diesen Mangel, diesen Stress, diese innere Dürre erzeugt?
Erschafft sich das kollektive Bewusstsein dann eine Welt, wo es genau diese Zusammenhänge erkennt und erlebt? Und auflösen kann?
Und wir haben heute die technischen Möglichkeiten, über allerlei Technologien, Dürre zu erzeugen!
Aber vielleicht braucht es dazu nicht mal Technologie. Vielleicht erzeugt schon unser Bewusstsein, oder das Unterbewusstsein, genau diese Zustände. Diese Welt. Vielleicht entsteht es auch aus uns selbst heraus. Einfach weil wir die Dürre, den Mangel, den Stress, die Mangelerfahrungen in uns haben. Vielleicht reicht das schon, um auch das Wetter zu ändern. Oder aber wir erzeugen es über den Umweg der Technologie. Hier vor allem Elektromagnetische Strahlung wie bei der Mobilfunktechnik, Atomkraft, Windkraft (??) usw.. also Technologien, die laut Wilhelm Reich DOR, also Erstarrung, Dürre und Wüste erzeugen. Und immer wieder das Angestaute in destruktiven Entladungen freisetzt.
Die Veränderung der Gewitter erzeugt bei mir emotional Gefühle, die anscheinend direkt an die anknüpfen, die ich damals als Kind hatte! Sehnsucht, Erwartung, etwas vermissen, Stress, Angst, Überforderung, Verzweiflung, Panik, sich irgendwie trösten und auf später hoffen.
Na ja. Kinderkrippe eben!
Krankenhaus.
Geburtsstation.
Da wurde man schon von der lebensenergetischen Quelle getrennt und im Mangel gehalten.
Regen ist Leben. Wasser ist Lebensenergie. Und der derzeitige Mangel, die derzeitige Situation triggert eben genau das, was ich damals erlebt habe.
Den Lebensenergetischen Mangel.
Und das ist eben heute ein Massenphänomen! Ich bin da ja kein Einzelfall. Klar, ich habe wahrscheinlich nochmal eine härtere Version bekommen als viele andere, aber Mangel ist Mangel und wenn ich das sehe (apps-cloud.n-tv.de/img/21794533-1589978880000/16-9/750/imago0093021830h.jpg), weiß ich, was wir in Zukunft zu erwarten haben.
Für das Kind ist das ja schlimmer als Vollwaise zu sein. Da ist eben die Mutter und der Vater weg. Ist eben so. So aber ist es wirklich, als würden die Gewitter im Westen entlangziehen und nicht mehr herkommen. Man hat den großen Bedarf nach lebensenergetischer Erfüllung, aber die Eltern sind nur körperlich anwesend, nicht "mit dem Herzen". Und wenn, dann ist das eben aber nur zeitweise, nicht ausreichend!
Ergebnis: MANGELERFAHRUNG!
Innere Dürre. Kein Wunder, dass soviel gesoffen wird...
Nie wirklich befriedigter Liebesbedarf. Dafür frisst man das Doppelte als benötigt.
Innere Dürre, mangeldes Selbstwertgefühl ("Ich bin nicht gut genug!", "Ich bin scheiße!", "Ich bin Schuld!", "Man liebt mich nicht so, wie ich es bräuchte, es muss also an mir liegen, vielleicht bin ich zu hässlich, zu dick, zu dünn, zu klein, zu xxx").
Die Kleinen backen Sandkuchen und klettern, die Großen schauen aufs Smartphone. Auf vielen Spielplätzen und auch daheim ist das inzwischen Alltag. Auf Dauer kann der Mangel an aktivem Miteinander ungünstige Folgen für die Eltern-Kind-Beziehung haben, warnen Experten.
Mangel. Und das Kind sagt nicht: "Also meine Olle hat einen gigantischen Dachschaden! Die ist süchtig nach einem Scheiß-Smartphone! Ey Mutter! Jetzt reichts aber!! Leg das Smartphone weg und kümmere dich richtig um mich, aber ich verklage dich auf Schadensersatz und Schmerzensgeld!!"
Das machen ja Kinder nicht, sondern sie meinen: Mit mir stimmt was nicht. Ich bin nicht gut genug, nicht schön genug, nicht intelligent genug, nicht ... was auch immer ... weil, sonst würde ich ja die Liebe und Aufmerksamkeit bekommen, die ich verdient habe und brauche. Aber anscheinend bin ich nicht gut genug, nicht liebenswert genug.
So züchtet man Depressionen (berechtigte Wut und Hass angesichts solcher Behandlung wird unterdrückt und darf nicht ausgelebt werden), Leistungsbereitschaft und innere Leere.
Eltern, die viel Zeit mit digitalen Medien oder vorm Fernseher verbringen, statt sich mit ihrem Nachwuchs zu beschäftigen, können einer Studie zufolge Verhaltensauffälligkeiten bei ihren Kindern fördern. Missachtete Kinder seien eher frustriert, hyperaktiv, jammerten, schmollten oder reagierten mit Wutanfällen, berichten Forscher im Fachjournal "Pedriatic Research"
Ja, also ich finde das Wort "Verhaltensauffälligkeiten" lustig. Na klar wollen sie auffallen! Sie konkurrieren ja permanent mit dem Smartphone, dem Fernseher, der Arbeit, dem Auto... permanent ist da das Gefühl des zu kurz Kommens und die Konkurrenz mit dem, was Mutter und Vater noch so machen und was ihnen wichtiger erscheint als die eigenen Kinder.
Und das ist ja nicht erst heute so! Ich meine C´m on!
Usw usw...
Und immer die Totenköpfe dabei als Hinweis auf den inneren Mangel, der lebensenergetischen Dürre, der spirituellen Dürre, die damit einhergeht.
Gelegenheit gibt es inzwischen viele für solche "Technoferenzen" - so nennen die Forscher es, wenn Smartphone und Co den persönlichen Kontakt von Auge zu Auge stören. Anderen Studien zufolge verbringen zumindest US-Eltern neun Stunden pro Tag vor TV, Computer, Tablet oder Smartphone.
"Wir glauben, dass spezifische Aspekte der Digitaltechnologie, inklusive verführerischer Design-Elemente, besonders für solche Eltern anziehend sind, die Schwierigkeiten mit der Selbstregulation haben oder die mit dem familiären Sozialleben unzufrieden sind", schreiben die Forscher. Manche lenkten sich dann durchs Digitale ab, während ihre Kinder immer intensiver nach Aufmerksamkeit heischten. Vor allem beim gemeinsamen Essen, beim Spielen oder beim Insbettbringen des Nachwuchses sei es wichtig, auf die emotionalen Bedürfnisse der Kinder ohne Ablenkungen eingehen zu können.
Normale, gesättigte Kinder, ungestörte und gesunde Kinder sind mittlerweile in der Roten-Liste Kategorie "vom Aussterben bedroht / sehr selten" gelistet.
Das ist eine sehr bittere Wahrheit, dass sich da seit meiner Geburt vor 46 Jahren nicht viel geändert hat. Es ist wohl sogar schlimmer geworden.
Und da es ein weltweites Phänom ist, dass so ziemlich alle Kulturkreise betrifft, muss man sich nicht wundern, dass auch das Außen / die Umwelt das anzeigt.
Man kann es im Endeffekt nur in sich lösen. Was alle anderen machen, kann man nur sehr begrenzt beeinflussen, aber man kann die Blockaden, die Panzerungen, die Probleme in sich lösen.
Diese Macht hat man. Und mehr braucht es auch nicht.
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BIC: GENODEF 1S 10
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