Gartenimpressionen Anfang Juni 2024.

02.06.2024 15:19

Danke an Henryk, der mir eine Digitalkamera geschenkt hat, mit der ich nun endlich auch wieder mal ein paar Fotos machen kann. So Angeberfotos! lol

Im Ernst: Das Problem ist derzeit, dass der Markt für Digitalkameras ziemlich zusammengebrochen ist, seitdem man mit dem Smartphone Fotos in ähnlicher Qualität machen kann.

Ich hatte eine Sony DSC-HX60 (oder so), deren Nachfolgemodelle allerdings ziemlich teuer geworden sind. Die DSC-HX60 ist auch eine Fehlkonstruktion, da die Linse beim Zugehen sehr leicht verschrammt. Deswegen haben viele Fotos hier im Blog so einen ganz leichten milchigen Fleck in der Mitte. Und das ist mir mit dem Originalmodell und der Ersatzlinse passiert.

Die gibt es auch nur noch gebraucht, aber auch zu teuer. Dennoch überlege ich, mir noch einmal so ein Ding zu kaufen, einfach weil ich mich damit gut auskenne.

Mal sehen, wie ich es mache. Bisher habe ich noch immer keinen Impuls, oder nur ab und an mal ein paar kleine, Videos aufzunehmen. Wobei das Thema Low-Carb-Rohkost eigentlich recht interessant ist.

Aber mich da hinzusetzen und in eine Kamera zu labern ist irgendwie öde. Oder man kauft sich wirklich mal ein Smartphone mit Stange und dann geht man mal spazieren und bespricht das, was einem gerade wichtig erscheint. Ich habe nämlich auch keinen geeigneten Platz, wo ich da mal loslegen könnte. Schauen wir mal...

Man muss ja dem Umstand Rechnung tragen, dass die Fähigkeit, zu lesen, relativ rasch degeneriert.

Na, einfach mal instinktiv an die Sache rangehen...

So, also gestern bin ich mal durch den Garten gegangen und habe Fotos gemacht.

Blick vom Haus in den Garten.

Die Säulenkirsche. Ist eine frühe Sorte, die jetzt reift. Das Problem: Ich kann nur noch Minimengen an Früchten essen. Beim ersten Mal gingen 4 oder 5, beim zweiten Mal gestern 3 oder so. Sperre. Aber dann verdaut es sich auch gut. Heute habe ich hingegen überhaupt keine Lust drauf. Walderdbeeren haben wir auch. Da gabs gestern so einen Fingerhut voll und eine normale Erdbeere, die ich aber wieder ausgespuckt habe. War nichts. Und eine Felsenbirne!

Henryk hat mir genau das vorausgesagt: Wenn die Candidas erstmal weg sind und der Körper aus der Zuckersucht raus ist, geht nicht mehr viel. Und genau so sieht es auch aus. Früher habe ich Kiloweise Kirschen gefressen. Jetzt gehen eben mal ein paar zum Naschen.

Es ist eben keine Ernährung, sondern mal ein Leckerlie. Auch das hat Henryk so gesagt und Recht behalten.

Selbst jetzt nach dem Sport, ich habe das Laufband wieder repariert und heute die ersten 70 Minuten absolviert, liegt der Bedarf nach saftigen Sachen wie Kirschen oder Erdbeeren bei Null. Gurken gingen, und acht Eier.

Schauen wir mal, was passiert, wenn die anderen Sachen reif geworden sind. Himbeeren, Brombeeren, Melonen, Tomaten etc...

Apropos: Wir haben wieder ein paar Wildtomaten welche am Haus.

Der Rest ist im Tomatenmzelt und im Gewächshaus. Aber erstmal meine zwei Kübelfeigen. Die haben sich gut entwickelt. Eine trägt immens viele Früchte. Na schauen wir mal, ob sie ausreifen und wann... Bisher hat die immer erst im Sommer angesetzt und die Früchte sind im Herbst nie reif geworden. Jetzt hängt die schon ab März voller Früchte. Schauen wir mal, wann die nun reif werden. Und wie sie schmecken. An der vorne ist genau eine Feige! :-)

Vor dem Gewächshaus wieder Süßkartoffeln in Kübeln und Freilandgurken.

Bei den Tomaten in Kübeln habe ich mich sehr zurückgehalten. Dort standen alleine immer zehn Eimer. Jetzt vier.

Im Gewächshaus gibt es viele Melonen, Gurken, Paprika, ein paar Tomaten. Tomaten und Gurken vertragen sich, aber die Gurke will es eher tropisch warm-feucht, die Tomate heiß-trocken. Solche Details kann man mit der geschickten Wahl des Pflanzplatzes umsetzen. Deswegen stehen die Tomaten vorne luftig-offen und die Gurken eher im Inneren.

Schauen wir mal, was man am Ende ernten kann. Aber im Grunde gar nicht so wichtig. Alleine das Pflanzen, alles vorbereiten, das Umsetzen ist erfüllend und eine befriedigende Beschäftigung. Jetzt gieße ich die auch komplett selber, weil meine Mutter und ihr Partner damit immer irgendwie überfordert waren. Sie wollten es aber jahrelang machen. Aber sie haben nicht so ein Gefühl für Pflanzen und da gabs dann manchmal Ärger, weil nicht richtig gegossen wurde. Jetzt stehe ich etwas eher auf und mache das früh und weiß somit auch, was gemacht wurde.

Das ist weniger Stress für alle. Aber sie waren da auch immer sehr drängend: Wir machen das! Du musst nicht früher aufstehen, aber das Wasserschleppen war dann doch irgendwann zuviel, während es für mich einfach sportliche Bewegungen sind. Und wenn jetzt was eingeht oder die Tomaten Blütenendfäule bekommen, war ichs eben selber... lol.

Ich habe noch viele Gurkenpflanzen. Mal sehen, was ich damit mache...

So ein Garten ist für mich auch eine Art Kunstwerk. Eine Möglichkeit, kreativ und gestalterisch tätig zu werden. Etwas zu tun, zu arbeiten, zu erstellen, was man anfassen und nutzen kann und dem eine eigene Schönheit innewohnt.

Und so hatte ich im März die Idee, alles noch einmal umzugestalten und habe die Beete nun quer, nicht mehr verlängs. Auch sind sie nun alle 1,20m breit, was eine ideale Breite zum Bearbeiten ist. Es hat 9 Jahre gebraucht, das jetzt anzugehen und es umzusetzen, was schon länger immer mal so als Idee rumgeisterte. Also Grabegabel gegriffen und alles neu gemacht.

Es war zwar viel Arbeit, aber so ist es einfach besser... übersichtlicher, geordneter, perfekter.

Bei den Tomaten habe ich mich auch sehr zurückgehalten. Statt 99 wie im letzten Jahr nun 60 Pflanzen insgesamt. Dafür mehr Melonen und Gurken. Da habe ich ALLE Sorten gekauft, die es bei Dreschflegel und Jeebel gab. Jetzt schauen wir mal, was schmeckt und die kann man dann weiter anbauen. Bei den Tomaten habe ich es auch so gemacht und nur noch die 30 von uns bevorzugten Sorten genommen. Weniger ist mehr.

Nochmal ein Blick über das Ganze...

Himbeeren und die verschwundenen Erdbeeren...lol

Als ich 2015 angefange habe, waren die Hochbeete das Erste, was ich gebaut hatte. Mittlerweile überlege ich, die wieder wegzunehmen. Man muss jedes Jahr viel Material nachschütten. Und sie verroten eben auch so langsam.

Im Beete: Kürbisse... Die Hühner fressen die immer mal ganz gerne, wenn sie gerieben werden.

Salate für den Sommer. Die habe ich pikiert. Hat gut geklappt, aber bei einigen Sachen habe ich wohl das Unkraut erwischt! lol Wie Salat sieht das nämlich nicht aus, was da wächst.

Den anderen Garten habe ich noch in Bearbeitung. Mal sehen, was ich da anbaue. Süßkartoffeln sollen noch kommen. Ansonsten wirds wohl eine Bienenweide mit Phacelia. Jetzt sind die Hühner ganz begeistert und scharren da gerne rum.

Vorne der Kräutergarten.

Die Aprikosen am Haus kühlen die Zimmer auf der Südseite mittlerweile wunderbar runter.

Eine nachgepflanzte Kirsche... Sieht irgendwie komisch aus. Zusammen mit Erdbeeren. Und Tobinambur, der mit dem Kompost da hingekommen ist. Der schmeckt mir fast nie, deswegen haben wir ihn wieder stark reduziert.

Ein Blumenbeet gehört auch in jeden Garten! :-)

Und die Feige treibt wieder aus, nachdem sie die Frostnacht im April nicht unbeschadet überstanden hatte.

Der Hühnerauslauf. Zum Teil gemäht, sodass immer mal frisches Gras nachwachsen kann.

Wie gesagt, die Hühner fühlen sich wohl. Derzeit wichtig: Milben bekämpfen! Gestern bin ich nach der Familienfeier noch raus und habe den Stall ausgeflammt. Das geht recht gut. Sehr effektiv. Hühner kurz raussetzen, mal mit der Flamme die Milben abkokeln , warten, bis noch welche aus den Ritzen gekrochen kommen, nochmal drüber, Hühner wieder rein.

Jetzt vermehren die sich ja exponential. Da muss man echt dranbleiben.

Nochmal ein Blick in den hinteren Garten. Man sieht Rote Rüben, Mais und Yacon (nur noch ein Beet). Das meiste kriegen eh die Hühner. Und ich bekomme dafür gute Eier. Vorne Möhren, die gerade aufgehen.

Ich lasse immer mal Stellen stehen, wo das Gras wachsen darf. Nur die Bäume schneide ich großzügig frei, der Rest kommt dann irgendwann im Juni mal. Wäre noch ein Platz für Geflügel...

Hier bin ich schon einmal mit dem Freischneider drüber gegangen. Das ist ein Eldorado für Eidechsen. Da habe ich schon einige gesehen.

Die Hecke hinten wird nun auch langsam dichter. Das hat aufgrund der trockenen Jahre und der Wühlmausschäden doch etwas gedauert... Da bin ich auch schonmal mit dem Rausenmäher durch. Aber ohne Fangkorb. Das kann gleich als Mulch liegenbleiben.

Hinterm Gartenhäuschen noch Gurken... Keine Ahnung, wieso ich so viele angesetzt habe... Na schauen wir mal, was wird.

So Wildkräuter wie den Beifuß lasse ich stehen.

Die Felsenbirnen. Nicht so üppig in diesem Jahr. Aber bisher haben sie mich auch noch nicht wirklich angesprochen. Mal sehen, eine habe ich schon probiert, ob sich der Bedarf noch meldet. Sind ja auch noch nicht ganz reif.

Voriges Jahr hatte ich an dieser Stelle (links) noch einige Wildtomaten, die kein Mensch gegessen hat. War eh alles zuviel. Dann hat sich da die Taybeery ausgebreitet und nun darf die da weiterwachsen. Passt eh besser. Diese Früchte finde ich wirklich super. Und jetzt habe ich zwei Pflanzen. Cool. Vielleicht breitet sie sich noch weiter aus...Darf sie gerne. Noch ist Platz.

Knoblauch und Dill. Sperre beim Dill: Zu süß! Krass, oder?

Ich hatte letztes Jahr Knoblauch gesteckt, der nicht richtig kam. Dafür stand er jetzt super. Also habe ich einen Teil bei der Beetvorbereitung ausgegraben und da einfach vereinzelt. Ist auch angewachsen. Knoblauch esse ich tatsächlich immer mal ganz gerne. Ich habe mal eine Studie gefunden, die besagt, dass Männer je schärfer essen, desto höher der Testosteronmlevel ist. Dazu hat man Männer untersucht, dann ein Essen serviert und dazu irgendwelche scharfen Soßen serviert. Und je höher der Testolevel war, desto mehr scharfen Kram haben die sich aufs Essen gemacht.

Und ich esse wirklich sehr gerne mal scharfe Sachen wie Knoblauch und Zwiebel. Früher auch gerne richtig sauscharfen Chilli. Aber das ging nur im Salat. Oder mit einer Avocado zusammen. Mono so kaum essbar. Aber Knoblauch und Zwiebel sind schon gut!

Das ist eine richtige Herausforderung! :-D

Der Nachwuchs!

Wurden in der Schule ausgebrütet. Mal sehen, was das für Viecher sind und ob sie zu den Etablierten passen. Sieht eher aus wie ein Spielzeughuhn. Aber ich brüte eh gerade selber welche aus im Brüter. Eine Henne gluckt zwar gerade, aber ich muss mal schauen, wie ich die separiere, sonst wird die im Stall zu sehr gestört. Richtige Züchter haben ja eigene Gluckenställe... Na schauen wir mal.

So, dass wars. Im April und Mai hatte ich richtig viel zu tun und das war schon auch sehr herausfordernd. Auf der anderen Seite: Was macht man sonst? Heute ist Sonntag und eher graues Wetter, da langweile ich mich schon halb zu Tode und überlege, noch zum Stadtfest zu fahren.

Der rastlose Tiger...

Aber grundsätzlich gehts ab Juni eh in den Modus "Erhalt und Pflege". Gottseidank hat es zuletzt auch richtig viel geregnet. Wenn noch Hitze und Dürre im Mai dazukommen... or nee. Regen entspannt einfach. Zuviel ist auch blöd, wie in Bayern gerade, aber ohne ausreichend Regen machts keinen Spaß.

Deswegen an dieser Stelle: Danke für den Regen!!!

Werdet ihr nun meine Gebote hören, die ich euch gebiete, daß ihr den HERRN, euren Gott, liebet und ihm dienet von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so will ich eurem Land Regen geben zu seiner Zeit, Frühregen und Spätregen, daß du einsammelst dein Getreide, deinen Most und dein Öl, und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, daß ihr esset und satt werdet. Hütet euch aber, daß sich euer Herz nicht überreden lasse, daß ihr abweichet und dienet andern Göttern und betet sie an, und daß dann der Zorn des HERRN ergrimme über euch und schließe den Himmel zu, daß kein Regen komme und die Erde ihr Gewächs nicht gebe und ihr bald umkommt von dem guten Lande, das euch der HERR gegeben hat.

www.bibel-online.net/buch/luther_1912/5_mose/11/#1

DANKE für den Regen! 

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