Alle sind platt.

27.07.2022 21:23

Uns reicht es hier jetzt allen. Meine Mutter ist platt, ihr Freund sowieso, ich auch. Das war bisher eines der anstrengensten Jahre seit langem. Jahr des Tigers eben. 2010 war auch so ein Jahr und ich war am Ende total durch. Job, Training, Rohkosttreffen das erste mal organisiert, Weibergeschichten. Am Ende war ich drei Monate dauererkältet und vollkommen durch.

Heuer ist es ähnlich. Wieder Stress im Job, nachmittags der Garten, dann diese elende Trockenheit, zwei Jahre Coronagesellschaft steckt auch noch drin, als Krönung ein Nachbar, der Sonntags mit der Säge rumhantiert ... irgendwann reicht es mal und jetzt ist es eben mal soweit.

Aber ach... Als ob es nicht schon alles genug wäre, treibt eine Wühlmaus im Tomatenzelt ihr Unwesen und viele Äpfel haben extrem Sonnenbrand bekommen, als es den Tag 38°C heiß war. Also solche Hitzewellen sind in ihrer Wirkung mit Sturm-, Hagel und Frostschäden zu vergleichen.

Immerhin hat sich das Wetter etwas normalisiert.

Und interessanterweise ist es oft so, dass, wenn man sich mit einem Thema gedanklich beschäftigt, es weitere Hinweise gibt.

Der Udo Pollmer hat zum Beispiel das Thema Windkraft auch aufgegriffen:

Wer will, hier gehts gleich zum Thema: www.youtube.com/watch?v=PZ6F5Xb_ovk&t=518s

Das ganze Video ist mal wieder ein typischer Pollmer. Polemisch, verzerrend, einseitig. Aber zum Teil auch treffend. Er vermischt dies recht geschickt.

Mal ein paar Gedanken zu dem, was er da gleich am Anfang sagt:

Zu den Ausgleichsflächen: Ich habe ja mal in der Ökobranche gearbeitet und schon damals konnte ich es nicht verknusen, wenn die beste Ackerböden als Ausgleichsflächen hergenommen haben. Da hat er nicht ganz unrecht.

Zu den Vorfahren, die die Natur "urbar" gemacht haben: Es ist aber schon so, dass wir hier den Wald nicht gerodet, sondern vernichtet haben, um auf den Böden ein Gras anzupflanzen, von dessen Samen wir uns nun ernähren. Da das aber naturbelassen nicht schmeckt, haben wir noch mehr Wald gerodet, um auf den besten Böden auch noch eine süße Rübe dazu anzubauen, um diesen Grassamen genießbar zu machen. Das Ergebnis war schon bei den ersten Ackerbauern Karies. Also die Zahnfäule, die man heute nur dadurch in den Griff bekommt, dass man ein giftiges Halogen, Fluor, in die Zahnpasta mischt, versehen mit Warnhinweisen an die Eltern, darauf zu achten, dass die Kinder diese giftige Zanhnpasta nicht verschlucken.

Das alles nennt sich Kultur.

Na ja...

Zu den anderen Ländern: Andere Länder machen das jetzt nach. Angola will den Okawambo anstauen, um Energie zu gewinnen, was das Aus des Okawambodeltas, eines der faszinierensten Biotope der Erde, bedeuten würde. Und die roden dort auch ihren Wald, um das Land urbar zu machen. Und so, wie wir hier Getreide, Zuckerrüben und Mais anpflanzen, pflanzen die auf den ehemaligen Waldstandorten Soja, Zuckerrohr und Ölpalmen an.

Das ist es ja: wenn die es so machen wie wir, ist hier der Aufschrei groß. Aber diese Länder möchten eben auch so reich werden, wie wir hier.

Für die ist der Wald genauso wertlos wie für uns hier, ausser man kann ihn als Holzeinschlagstandort nutzen.

Die Welt ist durch das europäische Wirtschaftssystem geprägt. Also Wald roden, Getreide anbauen, sich massiv vermehren, Städte bauen, noch mehr Wald roden, noch mehr vermehren, noch größere Städte bauen, in den Städten Kunst und Kultur erfinden und sich wichtig tun. Dazu eine Geldsystem, dass wie Benzin im Feuer wirkt.

Das haben als erstes die Amerikaner nachgemacht, indem sie die USA entwaldet haben, dann die Südamerikaner, dann ging es um den Globus.

Jetzt sind die Brasilianer, die Afrikaner und andere "Entwicklungsländer" dabei, unsere Fehler zu wiederholen.

Denn wir sind zwar reich, aber dieser Reichtum war ja nur eine sehr kurze Epoche in der Geschichte. Für mich genau 32 Jahre. Von 1990 bis 2022. Jetzt schwört man uns auf eine neue Armut ein, die nun kommen soll. Kalt und eisig soll der nächste Winter werden und man solle sich schonmal auf Pullover und Wolldecken im Wohnzimmer einstimmen. Also so wie zu den ärmlichen DDR-Zeiten. Also war dieser Reichtum nur ein Luftschloss und war nicht ansatzweise nachhaltig, denn jetzt ist es ja wieder vorbei.

Andere Länder wollen aber auch diesen Weg gehen. Deren Eliten haben auch an den westlichen Eliteunis studiert und jetzt legen die los! China nutzt für seine "Entwicklung" nun massiv Wasserkraft und staut dazu den Mekong an. Ergebnis: static01.nyt.com/images/2020/04/13/world/13mekong1/13mekong1-videoSixteenByNineJumbo1600-v2.jpg

Schaut euch das Foto mal an.

Zur Biolandwirtschaft: was nie gesagt wir: Wieso müssen die Erträge immer weiter steigen? Und hören die Menschen dann auf, sich zu vermehren? Und wieso müssen die Böden klinisch tot sein, damit wir überleben? Das sind sie ja zu weiten Teilen durch den ganzen Kunstdünger. Klinisch tot.

Und um die Probleme in den Griff zu bekommen, baut man dann massenhaft Windparks.

Und greift wie jetzt schon x-mal geschrieben, massiv in die kühlenden und feuchten Luftströmungen ein. 

Es war und ist also auch keine Lösung der Probleme, sondern hat sie nur verschärft und die Menschen noch weiter in die Sackgasse getrieben.

Da muss man sich tatsächlich auch mal überlegen, was das für Götter waren, die den Menschen den Weizen, den Reis und den Mais brachten.

Wussten die, was das für Probleme verursachen würde ganz am Ende?

Na, vielleicht kommen die bald, um uns zu ernten...lol

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