Noch mehr Musik.
Also diese KI- Musik wird immer besser, was faszinierend und erschreckend zugleich ist. Hört euch mal dieses Album an.
Am besten mit Kopfhörern, denn der Bass ist der Hammer.
Wurde mir von Youtube vorgeschlagen und ich habe es angeklickt, bevor ich nachdenken konnte. Und dann so ein musikalisches Juwel.
Der Sommer ist ja nun im Grunde vorbei. Er war kurz und heftig. Bis Mitte Juni eher kühl, dann gab es bis Mitte August eine Hitzewelle nach der anderen, und plötzlich wars Herbst.
Was mir aufgefallen ist, un das besorgt mich wirklich, dass keine wirklichen Gewitter mehr gibt. Ich habe früher immer die Blitze beobachtet, was auf dem flachen Land gut funktioniert. Aber es gibt irgendwie keine Blitze mehr! Seit JAHREN keine wirkichen Gewitter mehr... kaum Blitze... Ich stehe da, beobachte und sehen.. NICHTS...
Und anscheinend war das keine Täuschung.
ChatGPT: Das ist interessant, weil deine Wahrnehmung nicht einfach absurd ist. Der DWD schreibt für Deutschland ausdrücklich: In den vergangenen etwa 15 Jahren ist kein klarer Trend bei der Blitzmenge erkennbar, aber in den jüngeren Jahren gab es eher weniger Blitze. Gleichzeitig betont der DWD, dass die Zeitreihe noch zu kurz und methodisch nicht homogen genug ist, um daraus einen sicheren Klimatrend für Gewitter abzuleiten. (GCOS)
Für Deutschland gab es zum Beispiel 2011 noch ungefähr 350.000 registrierte Blitze, 2019 etwa 220.000, 2020 nur rund 135.000, 2021 wieder knapp 190.000. Das schwankt stark von Jahr zu Jahr, aber es zeigt zumindest: Jahre mit deutlich weniger Blitzaktivität gibt es tatsächlich. (Deutscher Wetterdienst)
Was bei dir lokal passiert, kann zusätzlich viel stärker sein als der Deutschlandtrend. Gewitter sind extrem kleinräumig. Es kann sein, dass zwanzig Kilometer weiter ordentlich geblitzt wird und du auf dem flachen Land bei dir nur Regen, Wolken oder ein fernes Grummeln siehst. Verschieben sich Zugbahnen ein paar Jahre lang, entsteht schnell der Eindruck: „Früher kam das immer direkt über uns, heute zieht alles vorbei.“
Und es gibt noch etwas: Starkregen und Blitzaktivität sind nicht dasselbe. Ein Gewitter kann enorm viel Wasser bringen und relativ wenig blitzen; umgekehrt kann eine trockene Gewitterlage sehr blitzreich sein. Deshalb kann man durchaus mehr Extremniederschlag erleben und gleichzeitig subjektiv weniger spektakuläre Blitzgewitter sehen. Der DWD trennt diese Datensätze auch ausdrücklich. (Open Data DWD)
Dass du das über Jahre beobachtest, finde ich deshalb durchaus spannend. Gerade weil du früher gezielt rausgegangen bist und die Blitze über dem flachen Horizont verfolgt hast, hast du dafür wahrscheinlich einen besseren persönlichen Vergleich als jemand, der Gewitter nur nebenbei registriert.
Wenn du willst, können wir das sogar für deine Gegend um Bernburg/Dornbock quantitativ prüfen: Blitzdichte der letzten Jahre gegen 2010er/2000er. Das wäre wahrscheinlich die interessanteste Antwort auf deine Beobachtung.
Kann die KI ja mal machen...
ChatGPT: Ich habe mir die verfügbaren Zahlen angesehen. Für Dornbock/Bernburg selbst gibt es öffentlich keine schöne, lange lokale Blitz-Zeitreihe, aber für Sachsen-Anhalt ist das Bild ziemlich auffällig:
2015 lag die Blitzdichte noch bei etwa 1,02 Blitzen/km². Danach sank sie deutlich: 2018/2019 noch um 0,60 bzw. 0,52, 2020 nur 0,38, 2021 0,30, 2022 0,24, 2024 0,30 und 2025 sogar nur 0,17 Blitze/km². Das ist 2025 nur etwa ein Sechstel des 2015er Werts. (da-oben.de)
Also: Dein Eindruck „es gibt kaum noch richtige Blitzgewitter“ ist zumindest für die jüngeren Jahre in Sachsen-Anhalt nicht aus der Luft gegriffen. Die regionale Blitzaktivität war zuletzt tatsächlich oft deutlich niedriger als Mitte der 2010er.
Was man aber noch nicht sauber sagen kann, ist: „Seit Jahrzehnten gibt es einen eindeutigen langfristigen Klimatrend zu weniger Gewittern.“ Dafür sind die Messreihen zu kurz und Gewitter zu kleinräumig. Der DWD betont genau diese Unsicherheit.
Spannend ist auch, dass Bernburg weiterhin einzelne kräftige Regenereignisse hatte — etwa 71,8 l/m² an einem Tag im August 2020 oder 47 l/m² Ende Juni 2021. Also: viel Wasser kann durchaus runterkommen, ohne dass du dabei automatisch diese früheren langanhaltenden Blitzshows bekommst. (WetterKontor)
Mein Fazit wäre daher: Für deine Region spricht einiges dafür, dass die letzten Jahre tatsächlich blitzärmer waren. Ob das schon ein dauerhafter Klimatrend ist oder eher eine Phase mit veränderten Zugbahnen und Gewitterlagen, lässt sich noch nicht sicher sagen.
Wenn du willst, kann ich als Nächstes versuchen, die Blitzdichte 2015–2025 für Sachsen-Anhalt als kleine Kurve aufzubereiten. Das würde man sofort sehen.

Hm... Das ist nicht gut.
Ich weiß noch nicht, wieso, aber da stimmt was grundsätzlich nicht mehr.
Es gab vor Jahren mal einen Artikel über eine atmosphärische Dürre... vielleicht findest die KI den.
ChatGPT: Ich finde gerade keinen älteren Artikel mit exakt der Überschrift „atmosphärische Dürre“, aber ich finde sehr wahrscheinlich den Themenkomplex, den du meinst: Trockenheit nicht nur im Boden, sondern als veränderten Zustand der Atmosphäre selbst.
Aktuell gibt es dazu sogar sehr deutliche Befunde. Eine neue Leipziger/iDiv-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass veränderte atmosphärische Zirkulationsmuster rund 55 % des sommerlichen Dürretrends in Europa erklären. Konkret: häufiger und länger anhaltende Hochdrucklagen, die Niederschlag blockieren. (iDiv)
Das passt erstaunlich gut zu deiner Gewitterbeobachtung: Für kräftige Gewitter braucht man nicht nur Hitze und Feuchte unten, sondern auch eine labile Atmosphäre und einen Auslöser. Bei beständigen Hochdrucklagen kann sich in 1.500–3.000 m Höhe eine warme Sperrschicht bilden; Quellwolken kommen dann nicht hoch genug für kräftige Gewitter mit viel Blitzaktivität. (Stuttgarter Zeitung)
Auch offizielle Landesdaten sprechen von einer deutlichen Verschiebung: In Sachsen treten atmosphärische Bedingungen für starke/extreme Trockenheit heute 3- bis 5-mal häufiger auf als 1961–1990; in der letzten Dekade hat sich das nochmals verstärkt. (Landwirtschaft Sachsen)
Das ist vielleicht genau das, was du intuitiv wahrnimmst: Nicht nur „es regnet weniger“, sondern die ganze sommerliche Atmosphäre funktioniert anders. Mehr blockierende Hochdrucklagen, mehr trockene Luftschichten, weniger klassische hochreichende Gewitterentwicklung.
Eben. Wann hat man hier den letzten Gewitteramboss, also die typisch hochragenden Gewitterwolken, beobachten können? Lange her.
Ich hatte vor Jahren mal einen Artikel zum Thema Orgon, Wilhelm Reich, atmosspährische Dürre und Ausbau des Mobilfunkes hier im Blog: rohkost4.webnode.page/news/hat-reich-doch-recht/
Das ist natürlich nur eine Idee, eine Korrelation, aber natürlich keine wissenschaftlich gesicherte Kausalität.
Ich diskutiere gerade mit der KI zu diesem Thema. Spannend. Was hat sich noch seit den 1990ern verändert?
ChatGPT: Ja — wenn wir wirklich breit brainstormen, ohne jede Idee gleich für wahr zu erklären, fallen erstaunlich viele Veränderungen seit den 1990ern auf. Einige sind gut belegt, andere wären erst Hypothesen.
Besonders spannend finde ich diese Kandidaten:
„Global brightening“ seit den 1990ern: In Europa und Nordamerika wurde die Luft durch weniger Schwefel- und Industrieaerosole sauberer. Dadurch erreicht wieder mehr direkte Sonnenstrahlung den Boden. Mehr Einstrahlung → stärkere Erwärmung → höhere Verdunstungsnachfrage → höheres VPD. Paradox: sauberere Luft kann regional zur stärkeren Austrocknung beitragen.
CO₂ schließt Pflanzen-Spaltöffnungen: Bei höherem CO₂ müssen Pflanzen ihre Stomata weniger weit öffnen, um genug CO₂ aufzunehmen. Dadurch transpirieren sie weniger Wasser. Milliarden Pflanzen geben also potentiell weniger Feuchtigkeit an die Atmosphäre zurück. Das könnte die Landatmosphäre zusätzlich trockener machen.
Bodenfeuchte-Rückkopplung: Trockener Boden → weniger Verdunstung → trockenere Luft → höheres VPD → Pflanzen schließen Stomata → noch weniger Transpiration. Hat sich so ein Zustand einmal etabliert, kann er sich selbst verstärken.
Veränderte Großwetterlagen: Mehr oder länger anhaltende Hochdruckblockaden können feuchte Atlantikluft abhalten. Dann bekommt man wochenlang Sonne und Wärme, aber kaum Nachschub an Feuchtigkeit.
Landnutzungsänderungen: Versiegelung, Entwässerung, intensive Landwirtschaft, Waldumbau, Verlust von Feuchtgebieten. Landschaften können gigantische Mengen Wasser verdunsten. Verändert man diese Verdunstungsmaschine, verändert man auch die Atmosphäre darüber.
Grundwasserabsenkung: Weltweit wird immer mehr Grundwasser entnommen. Wenn Pflanzen und Böden dadurch weniger Wasser verfügbar haben, sinkt ebenfalls die Evapotranspiration.
Entwaldung: Besonders in den Tropen interessant. Wälder recyceln enorme Wassermengen und erzeugen einen erheblichen Teil ihres eigenen Niederschlags. Weniger Wald bedeutet regional weniger atmosphärische Feuchte und kann sich über Zirkulation weiter auswirken.
Ozean-Land-Kontrast: Die Ozeane liefern den größten Teil des atmosphärischen Wassers. Wenn sich Land schneller erwärmt als Meer und sich gleichzeitig Wind- und Zirkulationsmuster verändern, kann weniger Feuchte vom Ozean weit ins Landesinnere gelangen.
Veränderung von Aerosolen: Nicht nur die Menge, sondern auch die Art der Aerosole hat sich verändert. Aerosole dienen als Kondensationskeime. Zu wenige, zu viele oder andere Partikel können Wolkentröpfchengröße, Wolkenlebensdauer und Regenbildung verändern. Das ist ausgesprochen komplex.
Vegetationsveränderungen durch Erwärmung: Andere Pflanzenarten, frühere Vegetationsperioden, Hitzestress und Waldschäden verändern den jahreszeitlichen Wasserkreislauf.
Waldbrände: Mehr Rauch und Aerosole können Wolkenbildung regional verändern. Je nach Situation können sie Niederschlag fördern oder unterdrücken.
Flugverkehr: Kondensstreifen und daraus entstehende Zirruswolken verändern die Strahlungsbilanz. Ich würde das nicht als Hauptursache für atmosphärische Trockenheit vermuten, aber als zusätzlichen anthropogenen Eingriff in Wolkenphysik gehört es auf die Liste.
Stratosphärischer Wasserdampf: Dort gab es seit 2000 tatsächlich erhebliche Schwankungen. Ob und wie stark solche Veränderungen nach unten auf die Troposphäre wirken, ist eine andere Frage.
Elektromagnetische Technologien: Mobilfunk, Radar usw. haben sich massiv ausgebreitet. Hier würde ich die Priorität derzeit allerdings sehr niedrig setzen, weil für normale Feldstärken kein etablierter Mechanismus bekannt ist, der großräumig Wasserdampf entfernt. Aber als Hypothese müsste man konkret fragen: Wirkung auf Ionen? Aerosole? Kondensationskeime? Grenzflächen von Wasser? Erst wenn dort ein reproduzierbarer Effekt auftaucht, wird es atmosphärisch interessant.
Zwei Kandidaten finde ich besonders unterschätzt: CO₂-bedingte Stomataschließung und Global Brightening. Beide haben nämlich genau dieselbe Richtung wie deine Beobachtung: Die Erdoberfläche kann wärmer werden, während gleichzeitig weniger Wasser vom Land in die Atmosphäre zurückgelangt und die Luft relativ trockener wird.
Und dann kann eine Kettenreaktion entstehen:
mehr Sonne + wärmere Luft → höheres VPD → Pflanzen schließen → weniger Transpiration → trockenere Luft → weniger Wolken → noch mehr Sonne.
Das wäre eine echte selbstverstärkende Rückkopplung, ganz ohne exotische Physik.
Deine Blitzbeobachtung macht diese Frage zusätzlich spannend: Vielleicht müsste man gar nicht zuerst fragen „Warum gibt es weniger Gewitter?“, sondern „Warum fehlt der Atmosphäre über Land zunehmend Feuchte?“ Die Gewitter wären dann nur eines der sichtbaren Symptome.
Der Austausch ging weiter über Wetterlagen und dem Fakt, dass wir ja auf einem Wasserplaneten leben.
Also ich liebe die Möglichkeiten, die die KI bietet. Man kann "dumm und naiv" sein und fragen, und dann soviel lernen! Wahnsinn! Was für Möglichkeiten! Und nebenbei Musik hören, die an die genialsten Zeiten der Rockgeschcihte erinnern.
www.youtube.com/watch?v=NnXLxq6uFOs
Aber jetzt kommen wi rmal zu einem echt spannenden Punkt! Ich markiere ihn mal.
ChatGPT: Ja — das ist der entscheidende Einwand. „Westlage“ erklärt den Unterschied also nicht ausreichend, weil Westlagen früher ebenfalls häufig waren und trotzdem deutlich öfter kräftige Gewitter auftraten.
Dann muss man tiefer schauen: Nicht nur woher die Luft kommt, sondern in welchem Zustand sie ankommt und wie die ganze vertikale Schichtung aussieht. Gewitter brauchen neben Feuchte eben auch genügend Energie und Labilität. Zwei Westlagen können deshalb völlig verschieden sein: einmal kühl, gut durchmischt und stabil, einmal warm-feucht und explosiv.
Wenn dein Eindruck über viele Jahre stimmt, wären für mich drei Fragen besonders interessant:
Kommt heute trotz Westlage weniger Feuchte in den unteren 1–2 km an?
Ist die Atmosphäre häufiger gedeckelt/stabilisiert, sodass Quellwolken nicht mehr hoch genug wachsen?
Hat sich die Kombination aus Feuchte + Hitze + Hebung verändert, obwohl die Großwetterlage nominell ähnlich aussieht?
Das wäre viel spannender als nur „Westlage oder nicht“.
Und genau deshalb finde ich deine Beobachtung ernst zu nehmen: Dasselbe Etikett für die Wetterlage kann meteorologisch etwas anderes bedeuten als vor 20 oder 30 Jahren. Wenn die Luft trockener, die Böden trockener oder die Schichtung stabiler geworden ist, kann die Zahl der Blitzgewitter sinken, obwohl die Westwinddominanz bleibt.
Ausbau Windkraft?
ChatGPT: Ja — als Hypothese für die untere Grenzschicht ist Windkraft deutlich interessanter als Mobilfunk, weil es dafür wenigstens einen klaren physikalischen Mechanismus gibt: Windräder entziehen dem Wind Impuls und erzeugen starke Turbulenz. Dadurch wird Wärme und Feuchte vertikal stärker durchmischt. Das ist nicht Spekulation, sondern gemessen und modelliert. (tethys.pnnl.gov)
Und genau dabei kann die Luft nahe am Boden trockener und wärmer werden. Eine Studie zu großen Offshore-Windparks fand durch die verstärkte Durchmischung unterhalb der Nabenhöhe eine Abnahme der spezifischen Feuchte; in einem Szenario waren es lokal bis etwa 0,12 g/kg bzw. 1,8 %. Oberhalb der Nabenhöhe wurde es dagegen teilweise feuchter. Das Wasser verschwindet also nicht, sondern wird in der Vertikalen umverteilt. (PubMed Central (PMC))
Beobachtungen aus Iowa zeigen ebenfalls: Windparks verändern den Transport von Wasserdampf, Wärme und Impuls und können besonders nachts die Oberflächenluft erwärmen und die relative Feuchte vermindern. (AGU Journals)
Interessant für deinen Gedanken ist auch die räumliche Reichweite. Offshore-Simulationen fanden mittlere Wake-Effekte noch 35–40 km hinter Windparks, neuere Arbeiten berichten unter stabilen Bedingungen sogar von beobachtbaren Nachläufen über 50–70 km. (PubMed Central (PMC))
Aber dann kommt die entscheidende Größenfrage: Reicht das, um eine regionale Austrocknung Sachsen-Anhalts oder gar den Rückgang von Gewittern zu erklären? Dafür ist die Evidenz bisher schwach. Studien mit realen Windparkstandorten finden überwiegend lokale bis mesoskalige Veränderungen; großräumige Auswirkungen auf Feuchte und Niederschlag sind meist klein und stark wetterlagenabhängig. Eine US-Simulation fand beispielsweise im Sommer lokal messbare Änderungen, aber im Mittel nur einen kleinen Niederschlagseffekt von etwa −2,6 %. (tethys.pnnl.gov)
Trotzdem ist da eine interessante Kette:
Windpark → weniger Windgeschwindigkeit + mehr Turbulenz → veränderte Grenzschichthöhe → veränderter vertikaler Feuchtetransport → andere Temperatur/Feuchte nahe dem Boden → potentiell andere Wolken- und Konvektionsbedingungen.
Das ist meteorologisch real. Die eigentliche offene Frage wäre dann nicht mehr „Beeinflussen Windparks die Atmosphäre?“ — das tun sie eindeutig —, sondern:
„Sind inzwischen genug Windparks vorhanden, dass sich ihre einzelnen Grenzschicht- und Wake-Effekte in einer Region wie Mitteldeutschland überlagern und die Konvektion messbar verändern?“
Das wäre tatsächlich eine interessante Forschungsfrage. Und Sachsen-Anhalt wäre dafür wegen der hohen Windkraftdichte kein schlechtes Untersuchungsgebiet.
Ich hasse diesen Punkt, an dem wir wieder sind: ab jetzt müsste man anfangen zu forschen. Aber es bleiben nur Spekulationen.
Das nervt mich!!!
ChatGPT: Ja, genau. Ab hier ist der gedankliche Teil weitgehend ausgeschöpft. Man kann plausible Mechanismen sammeln, zeitliche Parallelen sehen und Hypothesen formulieren — aber ohne Messdaten bleibt es eben dabei.
Und das Frustrierende ist: Die interessante Frage beginnt genau dort, wo die Unterhaltung aufhört und die Forschung anfangen müsste. Man bräuchte langfristige Reihen zu Luftfeuchte, VPD, Grenzschicht, Gewittertagen, Blitzdichte, Windparks, Landnutzung, Aerosolen und Wetterlagen — möglichst räumlich fein und über Jahrzehnte. Dann müsste man schauen, ob nach Herausrechnen der bekannten Faktoren noch etwas übrig bleibt.
Bis dahin kann man nur sauber unterscheiden:
beobachtet, physikalisch plausibel, denkbar, unbelegt.Das ist unbefriedigend, aber immerhin besser als so zu tun, als wüsste man mehr. Manchmal landet man beim Denken eben an der Stelle: „Interessant. Jetzt müsste jemand messen.“
Vom Denken ins Tun.. genau das ist hier diese magische Schwelle.
ChatGPT: Genau. Ab jetzt wird aus der Idee ein kleines Forschungsprojekt.
Und man muss nicht gleich „die Atmosphäre erklären“. Sinnvoll wäre, eine einzige prüfbare Frage zu wählen. Zum Beispiel:
„Hat sich in Sachsen-Anhalt seit den 1990ern die bodennahe Luftfeuchte bzw. das VPD bei vergleichbaren Westlagen systematisch verändert?“
Das wäre schon stark, weil man damit das Chaos etwas reduziert. Erst wenn dabei ein klarer Effekt auftaucht, nimmt man mögliche Ursachen dazu: Temperatur, Bodenfeuchte, Windkraftausbau, Landnutzung, Aerosole usw.
Der erste Schritt wäre also nicht Theorie, sondern Daten zusammentragen:
DWD-Stationen mit langer Messreihe, Lufttemperatur, relative Feuchte/Taupunkt, möglichst Windrichtung und Gewittertage/Blitzdaten. Dann könnte man z. B. nur Sommermonate und nur Westlagen vergleichen: 1991–2000 gegen 2016–2025.Wenn da tatsächlich steht:
gleiche Großwetterrichtung, aber heute höhere Temperatur + niedrigerer Taupunkt/relative Feuchte + weniger Gewitter, dann hätten wir erstmals etwas Greifbares.Und erst danach würde ich Windkraft dazunehmen. Sonst landet man sofort wieder bei hundert Variablen.
Das Schöne ist: Diesen ersten Schritt könnten wir tatsächlich machen.
So.. mal sehen, ob etwas interessantes dabei rauskommt. Wenn ja, kommt es dann demnächst.

