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28.08.2026 20:54

Noch mehr Musik.

Also diese KI- Musik wird immer besser, was faszinierend und erschreckend zugleich ist. Hört euch mal dieses Album an. 

Am besten mit Kopfhörern, denn der Bass ist der Hammer. 

Wurde mir von Youtube vorgeschlagen und ich habe es angeklickt, bevor ich nachdenken konnte. Und dann so ein musikalisches Juwel. 

Der Sommer ist ja nun im Grunde vorbei. Er war kurz und heftig. Bis Mitte Juni eher kühl, dann gab es bis Mitte August eine Hitzewelle nach der anderen, und plötzlich wars Herbst. 

Was mir aufgefallen ist, un das besorgt mich wirklich, dass keine wirklichen Gewitter mehr gibt. Ich habe früher immer die Blitze beobachtet, was auf dem flachen Land gut funktioniert. Aber es gibt irgendwie keine Blitze mehr! Seit JAHREN keine wirkichen Gewitter mehr... kaum Blitze... Ich stehe da, beobachte und sehen.. NICHTS...

Und anscheinend war das keine Täuschung. 

ChatGPT: Das ist interessant, weil deine Wahrnehmung nicht einfach absurd ist. Der DWD schreibt für Deutschland ausdrücklich: In den vergangenen etwa 15 Jahren ist kein klarer Trend bei der Blitzmenge erkennbar, aber in den jüngeren Jahren gab es eher weniger Blitze. Gleichzeitig betont der DWD, dass die Zeitreihe noch zu kurz und methodisch nicht homogen genug ist, um daraus einen sicheren Klimatrend für Gewitter abzuleiten. (GCOS)

Für Deutschland gab es zum Beispiel 2011 noch ungefähr 350.000 registrierte Blitze, 2019 etwa 220.000, 2020 nur rund 135.000, 2021 wieder knapp 190.000. Das schwankt stark von Jahr zu Jahr, aber es zeigt zumindest: Jahre mit deutlich weniger Blitzaktivität gibt es tatsächlich. (Deutscher Wetterdienst)

Was bei dir lokal passiert, kann zusätzlich viel stärker sein als der Deutschlandtrend. Gewitter sind extrem kleinräumig. Es kann sein, dass zwanzig Kilometer weiter ordentlich geblitzt wird und du auf dem flachen Land bei dir nur Regen, Wolken oder ein fernes Grummeln siehst. Verschieben sich Zugbahnen ein paar Jahre lang, entsteht schnell der Eindruck: „Früher kam das immer direkt über uns, heute zieht alles vorbei.“

Und es gibt noch etwas: Starkregen und Blitzaktivität sind nicht dasselbe. Ein Gewitter kann enorm viel Wasser bringen und relativ wenig blitzen; umgekehrt kann eine trockene Gewitterlage sehr blitzreich sein. Deshalb kann man durchaus mehr Extremniederschlag erleben und gleichzeitig subjektiv weniger spektakuläre Blitzgewitter sehen. Der DWD trennt diese Datensätze auch ausdrücklich. (Open Data DWD)

Dass du das über Jahre beobachtest, finde ich deshalb durchaus spannend. Gerade weil du früher gezielt rausgegangen bist und die Blitze über dem flachen Horizont verfolgt hast, hast du dafür wahrscheinlich einen besseren persönlichen Vergleich als jemand, der Gewitter nur nebenbei registriert.

Wenn du willst, können wir das sogar für deine Gegend um Bernburg/Dornbock quantitativ prüfen: Blitzdichte der letzten Jahre gegen 2010er/2000er. Das wäre wahrscheinlich die interessanteste Antwort auf deine Beobachtung.

Kann die KI ja mal machen...

ChatGPT: Ich habe mir die verfügbaren Zahlen angesehen. Für Dornbock/Bernburg selbst gibt es öffentlich keine schöne, lange lokale Blitz-Zeitreihe, aber für Sachsen-Anhalt ist das Bild ziemlich auffällig:

2015 lag die Blitzdichte noch bei etwa 1,02 Blitzen/km². Danach sank sie deutlich: 2018/2019 noch um 0,60 bzw. 0,52, 2020 nur 0,38, 2021 0,30, 2022 0,24, 2024 0,30 und 2025 sogar nur 0,17 Blitze/km². Das ist 2025 nur etwa ein Sechstel des 2015er Werts. (da-oben.de)

Also: Dein Eindruck „es gibt kaum noch richtige Blitzgewitter“ ist zumindest für die jüngeren Jahre in Sachsen-Anhalt nicht aus der Luft gegriffen. Die regionale Blitzaktivität war zuletzt tatsächlich oft deutlich niedriger als Mitte der 2010er.

Was man aber noch nicht sauber sagen kann, ist: „Seit Jahrzehnten gibt es einen eindeutigen langfristigen Klimatrend zu weniger Gewittern.“ Dafür sind die Messreihen zu kurz und Gewitter zu kleinräumig. Der DWD betont genau diese Unsicherheit.

Spannend ist auch, dass Bernburg weiterhin einzelne kräftige Regenereignisse hatte — etwa 71,8 l/m² an einem Tag im August 2020 oder 47 l/m² Ende Juni 2021. Also: viel Wasser kann durchaus runterkommen, ohne dass du dabei automatisch diese früheren langanhaltenden Blitzshows bekommst. (WetterKontor)

Mein Fazit wäre daher: Für deine Region spricht einiges dafür, dass die letzten Jahre tatsächlich blitzärmer waren. Ob das schon ein dauerhafter Klimatrend ist oder eher eine Phase mit veränderten Zugbahnen und Gewitterlagen, lässt sich noch nicht sicher sagen.

Wenn du willst, kann ich als Nächstes versuchen, die Blitzdichte 2015–2025 für Sachsen-Anhalt als kleine Kurve aufzubereiten. Das würde man sofort sehen.

Hm... Das ist nicht gut. 

Ich weiß noch nicht, wieso, aber da stimmt was grundsätzlich nicht mehr. 

Es gab vor Jahren mal einen Artikel über eine atmosphärische Dürre... vielleicht findest die KI den.

ChatGPT: Ich finde gerade keinen älteren Artikel mit exakt der Überschrift „atmosphärische Dürre“, aber ich finde sehr wahrscheinlich den Themenkomplex, den du meinst: Trockenheit nicht nur im Boden, sondern als veränderten Zustand der Atmosphäre selbst.

Aktuell gibt es dazu sogar sehr deutliche Befunde. Eine neue Leipziger/iDiv-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass veränderte atmosphärische Zirkulationsmuster rund 55 % des sommerlichen Dürretrends in Europa erklären. Konkret: häufiger und länger anhaltende Hochdrucklagen, die Niederschlag blockieren. (iDiv)

Das passt erstaunlich gut zu deiner Gewitterbeobachtung: Für kräftige Gewitter braucht man nicht nur Hitze und Feuchte unten, sondern auch eine labile Atmosphäre und einen Auslöser. Bei beständigen Hochdrucklagen kann sich in 1.500–3.000 m Höhe eine warme Sperrschicht bilden; Quellwolken kommen dann nicht hoch genug für kräftige Gewitter mit viel Blitzaktivität. (Stuttgarter Zeitung)

Auch offizielle Landesdaten sprechen von einer deutlichen Verschiebung: In Sachsen treten atmosphärische Bedingungen für starke/extreme Trockenheit heute 3- bis 5-mal häufiger auf als 1961–1990; in der letzten Dekade hat sich das nochmals verstärkt. (Landwirtschaft Sachsen)

Das ist vielleicht genau das, was du intuitiv wahrnimmst: Nicht nur „es regnet weniger“, sondern die ganze sommerliche Atmosphäre funktioniert anders. Mehr blockierende Hochdrucklagen, mehr trockene Luftschichten, weniger klassische hochreichende Gewitterentwicklung. 

Eben. Wann hat man hier den letzten Gewitteramboss, also die typisch hochragenden Gewitterwolken, beobachten können? Lange her. 

Ich hatte vor Jahren mal einen Artikel zum Thema Orgon, Wilhelm Reich, atmosspährische Dürre und Ausbau des Mobilfunkes hier im Blog: rohkost4.webnode.page/news/hat-reich-doch-recht/

Das ist natürlich nur eine Idee, eine Korrelation, aber natürlich keine wissenschaftlich gesicherte Kausalität. 

Ich diskutiere gerade mit der KI zu diesem Thema. Spannend. Was hat sich noch seit den 1990ern verändert?

ChatGPT: Ja — wenn wir wirklich breit brainstormen, ohne jede Idee gleich für wahr zu erklären, fallen erstaunlich viele Veränderungen seit den 1990ern auf. Einige sind gut belegt, andere wären erst Hypothesen.

Besonders spannend finde ich diese Kandidaten:

  • „Global brightening“ seit den 1990ern: In Europa und Nordamerika wurde die Luft durch weniger Schwefel- und Industrieaerosole sauberer. Dadurch erreicht wieder mehr direkte Sonnenstrahlung den Boden. Mehr Einstrahlung → stärkere Erwärmung → höhere Verdunstungsnachfrage → höheres VPD. Paradox: sauberere Luft kann regional zur stärkeren Austrocknung beitragen.

  • CO₂ schließt Pflanzen-Spaltöffnungen: Bei höherem CO₂ müssen Pflanzen ihre Stomata weniger weit öffnen, um genug CO₂ aufzunehmen. Dadurch transpirieren sie weniger Wasser. Milliarden Pflanzen geben also potentiell weniger Feuchtigkeit an die Atmosphäre zurück. Das könnte die Landatmosphäre zusätzlich trockener machen.

  • Bodenfeuchte-Rückkopplung: Trockener Boden → weniger Verdunstung → trockenere Luft → höheres VPD → Pflanzen schließen Stomata → noch weniger Transpiration. Hat sich so ein Zustand einmal etabliert, kann er sich selbst verstärken.

  • Veränderte Großwetterlagen: Mehr oder länger anhaltende Hochdruckblockaden können feuchte Atlantikluft abhalten. Dann bekommt man wochenlang Sonne und Wärme, aber kaum Nachschub an Feuchtigkeit.

  • Landnutzungsänderungen: Versiegelung, Entwässerung, intensive Landwirtschaft, Waldumbau, Verlust von Feuchtgebieten. Landschaften können gigantische Mengen Wasser verdunsten. Verändert man diese Verdunstungsmaschine, verändert man auch die Atmosphäre darüber.

  • Grundwasserabsenkung: Weltweit wird immer mehr Grundwasser entnommen. Wenn Pflanzen und Böden dadurch weniger Wasser verfügbar haben, sinkt ebenfalls die Evapotranspiration.

  • Entwaldung: Besonders in den Tropen interessant. Wälder recyceln enorme Wassermengen und erzeugen einen erheblichen Teil ihres eigenen Niederschlags. Weniger Wald bedeutet regional weniger atmosphärische Feuchte und kann sich über Zirkulation weiter auswirken.

  • Ozean-Land-Kontrast: Die Ozeane liefern den größten Teil des atmosphärischen Wassers. Wenn sich Land schneller erwärmt als Meer und sich gleichzeitig Wind- und Zirkulationsmuster verändern, kann weniger Feuchte vom Ozean weit ins Landesinnere gelangen.

  • Veränderung von Aerosolen: Nicht nur die Menge, sondern auch die Art der Aerosole hat sich verändert. Aerosole dienen als Kondensationskeime. Zu wenige, zu viele oder andere Partikel können Wolkentröpfchengröße, Wolkenlebensdauer und Regenbildung verändern. Das ist ausgesprochen komplex.

  • Vegetationsveränderungen durch Erwärmung: Andere Pflanzenarten, frühere Vegetationsperioden, Hitzestress und Waldschäden verändern den jahreszeitlichen Wasserkreislauf.

  • Waldbrände: Mehr Rauch und Aerosole können Wolkenbildung regional verändern. Je nach Situation können sie Niederschlag fördern oder unterdrücken.

  • Flugverkehr: Kondensstreifen und daraus entstehende Zirruswolken verändern die Strahlungsbilanz. Ich würde das nicht als Hauptursache für atmosphärische Trockenheit vermuten, aber als zusätzlichen anthropogenen Eingriff in Wolkenphysik gehört es auf die Liste.

  • Stratosphärischer Wasserdampf: Dort gab es seit 2000 tatsächlich erhebliche Schwankungen. Ob und wie stark solche Veränderungen nach unten auf die Troposphäre wirken, ist eine andere Frage.

  • Elektromagnetische Technologien: Mobilfunk, Radar usw. haben sich massiv ausgebreitet. Hier würde ich die Priorität derzeit allerdings sehr niedrig setzen, weil für normale Feldstärken kein etablierter Mechanismus bekannt ist, der großräumig Wasserdampf entfernt. Aber als Hypothese müsste man konkret fragen: Wirkung auf Ionen? Aerosole? Kondensationskeime? Grenzflächen von Wasser? Erst wenn dort ein reproduzierbarer Effekt auftaucht, wird es atmosphärisch interessant.

Zwei Kandidaten finde ich besonders unterschätzt: CO₂-bedingte Stomataschließung und Global Brightening. Beide haben nämlich genau dieselbe Richtung wie deine Beobachtung: Die Erdoberfläche kann wärmer werden, während gleichzeitig weniger Wasser vom Land in die Atmosphäre zurückgelangt und die Luft relativ trockener wird.

Und dann kann eine Kettenreaktion entstehen:

mehr Sonne + wärmere Luft → höheres VPD → Pflanzen schließen → weniger Transpiration → trockenere Luft → weniger Wolken → noch mehr Sonne.

Das wäre eine echte selbstverstärkende Rückkopplung, ganz ohne exotische Physik.

Deine Blitzbeobachtung macht diese Frage zusätzlich spannend: Vielleicht müsste man gar nicht zuerst fragen „Warum gibt es weniger Gewitter?“, sondern „Warum fehlt der Atmosphäre über Land zunehmend Feuchte?“ Die Gewitter wären dann nur eines der sichtbaren Symptome.

Der Austausch ging weiter über Wetterlagen und dem Fakt, dass wir ja auf einem Wasserplaneten leben. 

Also ich liebe die Möglichkeiten, die die KI bietet. Man kann "dumm und naiv" sein und fragen, und dann soviel lernen! Wahnsinn! Was für Möglichkeiten! Und nebenbei Musik hören, die an die genialsten Zeiten der Rockgeschcihte erinnern. 

www.youtube.com/watch?v=NnXLxq6uFOs

Aber jetzt kommen wi rmal zu einem echt spannenden Punkt! Ich markiere ihn mal. 

ChatGPT: Ja — das ist der entscheidende Einwand. „Westlage“ erklärt den Unterschied also nicht ausreichend, weil Westlagen früher ebenfalls häufig waren und trotzdem deutlich öfter kräftige Gewitter auftraten.

Dann muss man tiefer schauen: Nicht nur woher die Luft kommt, sondern in welchem Zustand sie ankommt und wie die ganze vertikale Schichtung aussieht. Gewitter brauchen neben Feuchte eben auch genügend Energie und Labilität. Zwei Westlagen können deshalb völlig verschieden sein: einmal kühl, gut durchmischt und stabil, einmal warm-feucht und explosiv.

Wenn dein Eindruck über viele Jahre stimmt, wären für mich drei Fragen besonders interessant:

  1. Kommt heute trotz Westlage weniger Feuchte in den unteren 1–2 km an?

  2. Ist die Atmosphäre häufiger gedeckelt/stabilisiert, sodass Quellwolken nicht mehr hoch genug wachsen?

  3. Hat sich die Kombination aus Feuchte + Hitze + Hebung verändert, obwohl die Großwetterlage nominell ähnlich aussieht?

Das wäre viel spannender als nur „Westlage oder nicht“.

Und genau deshalb finde ich deine Beobachtung ernst zu nehmen: Dasselbe Etikett für die Wetterlage kann meteorologisch etwas anderes bedeuten als vor 20 oder 30 Jahren. Wenn die Luft trockener, die Böden trockener oder die Schichtung stabiler geworden ist, kann die Zahl der Blitzgewitter sinken, obwohl die Westwinddominanz bleibt.

Ausbau Windkraft?

ChatGPT: Ja — als Hypothese für die untere Grenzschicht ist Windkraft deutlich interessanter als Mobilfunk, weil es dafür wenigstens einen klaren physikalischen Mechanismus gibt: Windräder entziehen dem Wind Impuls und erzeugen starke Turbulenz. Dadurch wird Wärme und Feuchte vertikal stärker durchmischt. Das ist nicht Spekulation, sondern gemessen und modelliert. (tethys.pnnl.gov)

Und genau dabei kann die Luft nahe am Boden trockener und wärmer werden. Eine Studie zu großen Offshore-Windparks fand durch die verstärkte Durchmischung unterhalb der Nabenhöhe eine Abnahme der spezifischen Feuchte; in einem Szenario waren es lokal bis etwa 0,12 g/kg bzw. 1,8 %. Oberhalb der Nabenhöhe wurde es dagegen teilweise feuchter. Das Wasser verschwindet also nicht, sondern wird in der Vertikalen umverteilt. (PubMed Central (PMC))

Beobachtungen aus Iowa zeigen ebenfalls: Windparks verändern den Transport von Wasserdampf, Wärme und Impuls und können besonders nachts die Oberflächenluft erwärmen und die relative Feuchte vermindern. (AGU Journals)

Interessant für deinen Gedanken ist auch die räumliche Reichweite. Offshore-Simulationen fanden mittlere Wake-Effekte noch 35–40 km hinter Windparks, neuere Arbeiten berichten unter stabilen Bedingungen sogar von beobachtbaren Nachläufen über 50–70 km. (PubMed Central (PMC))

Aber dann kommt die entscheidende Größenfrage: Reicht das, um eine regionale Austrocknung Sachsen-Anhalts oder gar den Rückgang von Gewittern zu erklären? Dafür ist die Evidenz bisher schwach. Studien mit realen Windparkstandorten finden überwiegend lokale bis mesoskalige Veränderungen; großräumige Auswirkungen auf Feuchte und Niederschlag sind meist klein und stark wetterlagenabhängig. Eine US-Simulation fand beispielsweise im Sommer lokal messbare Änderungen, aber im Mittel nur einen kleinen Niederschlagseffekt von etwa −2,6 %. (tethys.pnnl.gov)

Trotzdem ist da eine interessante Kette:

Windpark → weniger Windgeschwindigkeit + mehr Turbulenz → veränderte Grenzschichthöhe → veränderter vertikaler Feuchtetransport → andere Temperatur/Feuchte nahe dem Boden → potentiell andere Wolken- und Konvektionsbedingungen.

Das ist meteorologisch real. Die eigentliche offene Frage wäre dann nicht mehr „Beeinflussen Windparks die Atmosphäre?“ — das tun sie eindeutig —, sondern:

„Sind inzwischen genug Windparks vorhanden, dass sich ihre einzelnen Grenzschicht- und Wake-Effekte in einer Region wie Mitteldeutschland überlagern und die Konvektion messbar verändern?“

Das wäre tatsächlich eine interessante Forschungsfrage. Und Sachsen-Anhalt wäre dafür wegen der hohen Windkraftdichte kein schlechtes Untersuchungsgebiet.

Ich hasse diesen Punkt, an dem wir wieder sind: ab jetzt müsste man anfangen zu forschen. Aber es bleiben nur Spekulationen. 

Das nervt mich!!!

ChatGPT: Ja, genau. Ab hier ist der gedankliche Teil weitgehend ausgeschöpft. Man kann plausible Mechanismen sammeln, zeitliche Parallelen sehen und Hypothesen formulieren — aber ohne Messdaten bleibt es eben dabei.

Und das Frustrierende ist: Die interessante Frage beginnt genau dort, wo die Unterhaltung aufhört und die Forschung anfangen müsste. Man bräuchte langfristige Reihen zu Luftfeuchte, VPD, Grenzschicht, Gewittertagen, Blitzdichte, Windparks, Landnutzung, Aerosolen und Wetterlagen — möglichst räumlich fein und über Jahrzehnte. Dann müsste man schauen, ob nach Herausrechnen der bekannten Faktoren noch etwas übrig bleibt.

Bis dahin kann man nur sauber unterscheiden:
beobachtet, physikalisch plausibel, denkbar, unbelegt.

Das ist unbefriedigend, aber immerhin besser als so zu tun, als wüsste man mehr. Manchmal landet man beim Denken eben an der Stelle: „Interessant. Jetzt müsste jemand messen.“

Vom Denken ins Tun.. genau das ist hier diese magische Schwelle. 

ChatGPT: Genau. Ab jetzt wird aus der Idee ein kleines Forschungsprojekt.

Und man muss nicht gleich „die Atmosphäre erklären“. Sinnvoll wäre, eine einzige prüfbare Frage zu wählen. Zum Beispiel:

„Hat sich in Sachsen-Anhalt seit den 1990ern die bodennahe Luftfeuchte bzw. das VPD bei vergleichbaren Westlagen systematisch verändert?“

Das wäre schon stark, weil man damit das Chaos etwas reduziert. Erst wenn dabei ein klarer Effekt auftaucht, nimmt man mögliche Ursachen dazu: Temperatur, Bodenfeuchte, Windkraftausbau, Landnutzung, Aerosole usw.

Der erste Schritt wäre also nicht Theorie, sondern Daten zusammentragen:
DWD-Stationen mit langer Messreihe, Lufttemperatur, relative Feuchte/Taupunkt, möglichst Windrichtung und Gewittertage/Blitzdaten. Dann könnte man z. B. nur Sommermonate und nur Westlagen vergleichen: 1991–2000 gegen 2016–2025.

Wenn da tatsächlich steht:
gleiche Großwetterrichtung, aber heute höhere Temperatur + niedrigerer Taupunkt/relative Feuchte + weniger Gewitter, dann hätten wir erstmals etwas Greifbares.

Und erst danach würde ich Windkraft dazunehmen. Sonst landet man sofort wieder bei hundert Variablen.

Das Schöne ist: Diesen ersten Schritt könnten wir tatsächlich machen.

So.. mal sehen, ob etwas interessantes dabei rauskommt. Wenn ja, kommt es dann demnächst. 

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24.08.2026 19:25

Abwechslung.

Heute stand Rückentraining auf dem Programm. Ich hatte aber keine Lust auf normale Klimmzüge. also war ich mal wieder in unserem Kellerfitnessstudio. War cool! Es war zwar keiner da, aber mal andere Übungen machen bringt neuen Spaß ins Training. 

Wie immer instinktiv. Heute hat es gut gepasst und ich werd wahrscheinlich wieder öfters gehen. Der Garten ist ja nun auch mehr oder weniger auf Linie und es geht nun Richtung Herbst. Ich meine, zu tun ist immer, aber im Vergleich eben weniger als im Frühjahr und Sommer. Heute hab eich noch Endivien gepflanzt. Im Grunde alles Hühnerfutter, aber die wollen eben auch fressen. 

Ansonsten habe ich ein Interview mit Oskar Lafontaine gesehen. Der war ja nun Vorsitzender der SPD, der Linken und ist nun im BSW. Kanzlerdanditat war er auch und unter Schröder kurz Finanzminister. 

Der hat da aber einen derart ... ich weiß gar nicht, wie ich es nennen soll ... unbedarften Eindruck gemacht, was wirklich so abgeht, das fand ich ernüchternd. Ihm sind erst in den letzten Jahren, und der Mann ist wie lange im Geschäft, einige Dinge aufgegangen, die man in der alternativen Szene seit im Grunde mit dem ersten Video serviert bekommt... Eben so die Rolle der USA usw usw..

Also wenn die alle so sind.. na Hilfe. Der hat auch viel kritisiert und angemahnt, aber er hat es geschafft, das Grundproblem, das Geldsystem und wie es aufgebaut ist, vollkommen zu ignorieren. 

Tja... Aber wenn ich das Grundproblem nicht erfasse, welche Lösungen soll es dann geben?  

Ich hatte gestern abend dazu ein langes Gespräch mit der KI von ChatGPT und sie gerade gebeten, es in einem lesbaren Artikel zusammenzufassen.

Mach mir aus meinem Geld mehr Geld!!!

Es gibt Sätze, die so banal klingen, dass man ihnen kaum zutraut, hinter hochkomplexen gesellschaftlichen Strukturen zu stehen.

Einer davon lautet:

Mach mir aus meinem Geld mehr Geld!

Der kleine Sparer möchte Zinsen. Der Anleger möchte Rendite. Der Aktionär möchte steigende Kurse und Dividenden. Der Eigentümer möchte Mieteinnahmen und Wertsteigerung. Der Fonds soll Jahr für Jahr wachsen. Der Vermögensverwalter bekommt letztlich denselben Auftrag: Nimm mein Vermögen und mach mehr daraus.

Vom kleinen Sparbuch bis zum Milliardenvermögen unterscheidet sich die Größenordnung gewaltig. Die zugrunde liegende Erwartung ist jedoch dieselbe:

Ich gebe Geld hinein und möchte mehr Geld zurückbekommen.

Vielleicht lohnt es sich, einmal zu fragen, was passiert, wenn diese Forderung millionenfach gleichzeitig gestellt wird.

Der Zins als einfachste Form des Prinzips

Beim Kredit lässt sich die Sache besonders leicht erkennen.

Jemand erhält heute 100 und muss später mehr als 100 zurückgeben. Zur Tilgung kommt der Zins. Der Kredit schafft dabei selbst noch keine Produktivität. Produktiv sind Menschen. Sie bauen Häuser, entwickeln Maschinen, bestellen Felder, gründen Unternehmen und erbringen Dienstleistungen.

Der Kredit stellt ihnen lediglich Mittel zur Verfügung, mit denen diese Produktivität vorgezogen oder ermöglicht werden kann.

Aber er tut das nicht kostenlos.

Mit dem Kredit entsteht gleichzeitig ein Anspruch auf zukünftige Leistung.

Der Schuldner muss künftig nicht nur das ursprünglich Geliehene erwirtschaften, sondern darüber hinaus den Zins bedienen. Bei Unternehmen werden Finanzierungskosten deshalb Bestandteil ihrer Kalkulation. Der Bauer finanziert vielleicht Maschinen, der Verarbeiter seine Anlage, der Spediteur seinen Lkw und der Händler sein Gebäude.

Am Ende sieht der Kunde nur einen Preis.

In diesem Preis stecken jedoch die Kosten einer ganzen Kette von Verpflichtungen.

Das Problem beginnt dort, wo sich diese Ansprüche immer weiter vermehren.

Die Mathematik des Zinseszinses kennt keine natürliche Sättigung.

Die reale Welt schon.

Boden, Rohstoffe, Arbeitszeit, Energie, Wohnungen und Produktionsmöglichkeiten sind nicht unbegrenzt vorhanden. Finanzielle Ansprüche können dagegen auf dem Papier immer weiter wachsen.

Wo unbegrenzte Ansprüche auf eine begrenzte Wirklichkeit treffen, entsteht zwangsläufig Spannung.

Aus Geld soll mehr Geld werden

Der klassische Zins ist nur die offensichtlichste Form dieses Prinzips.

Später findet man dieselbe Erwartung überall wieder.

Aktien sollen Rendite bringen. Immobilien sollen Erträge erwirtschaften. Beteiligungen sollen Gewinne abwerfen. Fonds sollen wachsen.

Das Geld selbst arbeitet dabei selbstverständlich nicht.

Menschen arbeiten. Unternehmen produzieren. Mieter zahlen. Schuldner leisten Zins und Tilgung. Konsumenten kaufen Produkte.

Das Kapital besitzt lediglich Ansprüche auf einen Teil dieser zukünftigen Leistung.

Trotzdem sprechen wir selbstverständlich davon, dass man sein Geld „arbeiten lässt“.

Vielleicht ist gerade diese Formulierung aufschlussreich.

Denn je größer die vorhandenen Vermögen werden, desto größer wird auch der Betrag, für den anschließend wieder neue Renditemöglichkeiten gesucht werden müssen.

Der Auftrag bleibt:

Mach mir aus meinem Geld mehr Geld!

Was passiert, wenn die reale Wirtschaft nicht mehr schnell genug wächst?

Besonders interessant wird dieser Mechanismus in alternden und teilweise schrumpfenden Gesellschaften.

Kapitalismus hatte während großer Teile seiner bisherigen Geschichte einen enormen Rückenwind: Bevölkerungswachstum, Industrialisierung, Urbanisierung, Wohnungsbau, neue Konsummärkte und wachsende Erwerbsbevölkerungen.

Mehr Menschen bedeuteten mehr Arbeitskräfte, mehr Haushalte, mehr Konsumenten, mehr Wohnungen, mehr Infrastruktur und mehr Kreditnehmer.

Doch was geschieht, wenn dieses Wachstum langsamer wird?

Die Renditeerwartung verschwindet nicht.

Im Gegenteil.

Wenn die Wirtschaft stagniert, rufen die Besitzer des Kapitals nicht plötzlich:

„Dann reicht uns eben Werterhalt.“

Sie wollen weiterhin Erträge.

Fünf Prozent. Sieben Prozent. Vielleicht mehr.

Damit entsteht ein merkwürdiger Widerspruch:

Je schwieriger reales Wachstum wird, desto stärker wird der Druck, irgendwo doch noch Wachstum zu erzeugen.

Dann werden Kosten gesenkt, Arbeitsprozesse verdichtet, neue Märkte gesucht, Vermögenswerte gekauft, Unternehmen übernommen und immer weitere Lebensbereiche nach Renditemöglichkeiten durchsucht.

Warum steigen Vermögenspreise, obwohl die Wirtschaft schwächelt?

Man kann diesen Widerspruch beispielsweise an Aktien- oder Immobilienmärkten beobachten.

Aktienkurse bilden nicht einfach die aktuelle wirtschaftliche Situation eines Landes ab. Große Unternehmen operieren weltweit, Erwartungen über zukünftige Gewinne spielen eine Rolle und vor allem sucht ständig enormes Kapital nach Anlagemöglichkeiten.

Wenn sichere Anlagen wenig Rendite bringen, fließt Kapital verstärkt in Aktien, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen oder andere Vermögenswerte.

Die Nachfrage erhöht deren Preise.

Damit kann eine Situation entstehen, die zunächst paradox wirkt:

Die reale Wirtschaft stagniert, während Vermögenspreise Rekorde erreichen.

Die Verbindung zur Realwirtschaft ist damit nicht vollständig verschwunden. Doch die Bewertungsdynamik kann sich sehr weit von der aktuellen wirtschaftlichen Realität entfernen.

Denn irgendwo muss das Kapital hin.

Oder etwas salopper gefragt:

Wohin sonst? In Strumpfhosen?

Wenn das ganze Leben zur Kostenstelle wird

Der vielleicht wichtigste Punkt liegt jedoch gar nicht an der Börse.

Je größer finanzielle Verpflichtungen und Renditeansprüche werden, desto stärker wandert die Kostenlogik in sämtliche gesellschaftlichen Bereiche.

Plötzlich lautet die zentrale Frage nicht mehr:

Ist das gut?

Sondern:

Rechnet sich das?

Im Krankenhaus wird gefragt, was eine Behandlung kostet.

In der Schule wird gerechnet, welche Förderung finanzierbar ist.

Beim Nahverkehr stellt sich die Frage, ob sich eine Strecke lohnt.

Bei Pflege wird Zeit pro Person kalkuliert.

Bei Wohnungen geht es um Rendite.

Bei Unternehmen um Effizienz.

Bei Arbeitnehmern um Produktivität.

Selbst private Lebensentscheidungen werden zunehmend ökonomisiert.

Kann ich mir ein Kind leisten?

Kann ich weniger arbeiten?

Kann ich mir diese Wohnung leisten?

Welchen Beruf sollte ich wählen, damit es sich lohnt?

Welchen „Marktwert“ habe ich auf dem Partnerschaftsmarkt?

Junge Männer bekommen heute massenhaft den Rat, zunächst reich und erfolgreich zu werden, bevor sie überhaupt über Beziehungen nachdenken sollen.

Man kann darüber lachen.

Aber vielleicht zeigt sich darin etwas Grundsätzliches.

Wenn Rendite zur obersten Forderung wird, wird irgendwann das ganze Leben zur Kostenstelle.

Schulden verändern nicht nur Bilanzen

Schulden erzeugen mehr als mathematische Verpflichtungen.

Sie verändern Verhalten.

Wer hohe monatliche Verpflichtungen hat, beginnt zwangsläufig anders zu denken.

Kann ich mir das leisten?

Darf ich meinen Arbeitsplatz riskieren?

Kann ich eine Familie gründen?

Kann ich meine Arbeitszeit reduzieren?

Was passiert, wenn mein Einkommen sinkt?

Schulden erzeugen Druck.

Und dieser Druck kann sich vom Einzelnen auf Unternehmen und schließlich auf ganze Staaten übertragen.

Irgendwann wird nicht mehr frei entschieden, was sinnvoll erscheint.

Entscheidungen werden zunehmend vor dem Hintergrund bereits bestehender finanzieller Ansprüche getroffen.

Vielleicht ist das einer der Gründe, warum moderne Gesellschaften trotz enormen materiellen Wohlstands häufig so angespannt wirken.

Es gibt immer mehr zu bedienen.

Warum der Sozialismus als Idee trotzdem anziehend bleibt

Vielleicht erklärt genau dieser Gegensatz auch, weshalb sozialistische Ideen trotz ihrer historischen Fehlentwicklungen immer wieder eine große Anziehungskraft besitzen.

Ihr Ideal stellt eine andere Frage.

Nicht:

Wie wird aus meinem Geld mehr Geld?

Sondern eher:

Wie organisieren wir Gesellschaft so, dass Menschen besser leben können?

Bildung, Solidarität, Gemeinschaft, Versorgung und menschliche Entwicklung sollen im Mittelpunkt stehen.

Die praktische Umsetzung solcher Ideale ist eine völlig andere Frage. Geschichte liefert genügend Gründe, dabei sehr kritisch zu sein.

Aber als Gegenbild zur Renditelogik besitzt diese Vorstellung enorme Kraft.

Denn viele Menschen spüren intuitiv, dass etwas nicht stimmt, wenn selbst Gesundheit, Bildung, Beziehungen, Kinder und Lebenszeit immer stärker ökonomischen Kriterien unterworfen werden.

Ein Gedankenexperiment: Was wäre, wenn Geld verschenkt würde?

Man kann die Sache noch radikaler denken.

Was wäre, wenn Kapital nicht überwiegend über Kredit bereitgestellt würde, sondern teilweise als Schenkung?

Jemand möchte ein Haus bauen, ein Unternehmen gründen oder ein sinnvolles Projekt verwirklichen.

Die nötigen Menschen, Materialien und Ressourcen sind vorhanden.

Heute lautet die Frage häufig:

Wer gibt ihm einen Kredit?

Welche Sicherheiten besitzt er?

Wie hoch ist der Zins?

Wie schnell kann er zurückzahlen?

Man könnte stattdessen fragen:

Sind die realen Ressourcen vorhanden und halten wir dieses Vorhaben für sinnvoll?

Das wäre eine völlig andere Logik.

Natürlich müsste auch ein solches System Regeln besitzen. Geld könnte nicht beliebig geschaffen werden, ohne auf die vorhandenen realen Kapazitäten zu achten. Entstünde zu viel Kaufkraft, müsste sie wieder abgeschöpft werden.

Aber die Bereitstellung von Geld müsste nicht automatisch einen privaten Schuldner erzeugen, der anschließend über Jahrzehnte Zins und Tilgung bedienen muss.

Das Entscheidende wäre die Veränderung der Grundfrage.

Nicht mehr:

Welche Ansprüche bekomme ich auf deine zukünftige Leistung?

Sondern:

Was können wir mit den vorhandenen Möglichkeiten schaffen?

Die Natur kennt Überfluss

Gegen Schenkung wird schnell eingewandt, Menschen könnten Ressourcen verschwenden.

Aber ist Verschwendung tatsächlich unser größtes Problem?

Ein Blick in die Natur zeigt etwas Merkwürdiges.

Ein Fruchtbaum produziert oft weit mehr Früchte, als zur Fortpflanzung notwendig wären. Pflanzen erzeugen Millionen Samen. Fische gewaltige Mengen an Nachwuchs. In günstigen Lebensräumen entstehen riesige Herden und Schwärme.

Natur arbeitet häufig mit Überfluss.

Sie spart nicht jeden Apfel auf.

Das Problem menschlicher Gesellschaften scheint daher möglicherweise weniger im Überfluss zu liegen als in dessen Aneignung.

Nicht Verschwendung wäre dann das Grundproblem, sondern:

Gier und Herrschaft über Überschüsse.

Der Baum verlangt für seine 500 Äpfel im nächsten Jahr schließlich keine 525 zurück.

Warum Zinsverbote so alt sind

Interessanterweise finden sich Warnungen vor Zins und Wucher in mehreren großen religiösen Traditionen.

Im Judentum existieren Zinsbeschränkungen, das Christentum verurteilte Wucher über lange Zeit, und im Islam ist riba verboten.

Vielleicht entstanden solche Regeln nicht, weil frühere Gesellschaften die Mathematik nicht verstanden.

Vielleicht verstanden sie die gesellschaftliche Dynamik sehr gut.

In agrarischen Gesellschaften konnte ein schlechter Sommer genügen.

Ein Bauer benötigte Saatgut oder Nahrung auf Kredit. Dann kam die nächste Ernte. Nun musste nicht nur das Geliehene zurückgegeben werden, sondern zusätzlich der Zins.

Reichte es nicht, folgten weitere Schulden.

Irgendwann konnten Land, Freiheit oder gesellschaftliche Stellung verloren gehen.

Schuld war damit unmittelbar mit Herrschaft verbunden.

Die blutige Seite der Kapitalbildung

Auch Marx beschrieb die Entstehung des Kapitalismus keineswegs als friedlichen Prozess freiwilliger Marktbeziehungen.

In seiner Darstellung der „ursprünglichen Akkumulation“ spielen Enteignung, Vertreibung, der Verlust gemeinschaftlicher Nutzungsrechte, Kolonialismus und Gewalt eine zentrale Rolle.

Menschen wurden von ihren bisherigen Lebensgrundlagen getrennt.

Wer nicht mehr von Land, Allmende oder eigener Produktion leben konnte, musste seine Arbeitskraft verkaufen.

Man könnte es zugespitzt so ausdrücken:

Der Kapitalismus begann vielerorts nicht mit der Freiheit des Marktes, sondern mit dem Verlust der Freiheit, außerhalb des Marktes leben zu können.

Und irgendwann sogar Krieg?

Auch militärische Konflikte lassen sich unter dieser Perspektive betrachten.

Hinter Machtpolitik stehen häufig Fragen nach Rohstoffen, Handelswegen, Produktionsstandorten, Territorien und Einflusszonen.

Territorium ist Boden.

Häfen sind Zugang zu Handel.

Energieversorgung ist Produktionssicherheit.

Rohstoffe ermöglichen Industrie.

Auch Ideologien und Nationalismus können eigenständige Kräfte sein. Aber wirtschaftliche Interessen liegen erstaunlich häufig darunter, daneben oder werden im Verlauf eines Konfliktes bedeutend.

Rüstung selbst wird wiederum zu einem enormen Wirtschaftszweig.

Staaten garantieren langfristige Aufträge. Unternehmen verdienen an Produktion, Technologie und Wiederaufbau.

Das bedeutet nicht, dass jeder Krieg ausschließlich wegen Rendite geführt wird.

Aber sobald selbst Zerstörung zum Geschäftsmodell werden kann, zeigt sich die enorme Reichweite der Logik:

Mach mir aus meinem Geld mehr Geld!

Vielleicht ist der ganze Mechanismus erstaunlich einfach

Gesellschaften sind ungeheuer komplex.

Millionen Menschen treffen täglich Milliarden Entscheidungen. Banken, Staaten, Unternehmen, Fonds, Familien und Einzelpersonen verfolgen unterschiedliche Interessen.

Und trotzdem können sehr einfache Grundregeln ein hochkomplexes System hervorbringen.

Eine davon könnte lauten:

Kapital soll sich vermehren.

Aus diesem einfachen Satz entstehen Kredit, Renditeerwartungen, Wettbewerb, Kostenrechnung, Wachstumsdruck und die permanente Suche nach neuen Investitionsmöglichkeiten.

Je größer die bereits vorhandenen Ansprüche werden, desto stärker muss sich die reale Welt ihnen anpassen.

Irgendwann wird fast alles unter dieselbe Frage gestellt:

Kann daraus mehr Geld werden?

Vielleicht liegt genau darin eine der großen Spannungen unserer Zeit.

Die Mathematik finanzieller Ansprüche kennt keine natürliche Grenze.

Unser Planet, unsere Körper, unsere Lebenszeit und unsere sozialen Beziehungen besitzen sie sehr wohl.

Und ganz am Ende lässt sich vielleicht auch das wieder auf ein sehr einfaches menschliches Gefühl reduzieren:

Es reicht nicht. Ich will mehr.

Man könnte dieses Gefühl schlicht nennen:

Gier.

Das System ist kompliziert.

Der Impuls dahinter möglicherweise erstaunlich einfach.

Unsere Welt, so hochkomplex sie auch erscheint, wird von nur einem einzigen Grundsatz angetrieben: Mach aus meinem Geld mehr Geld!

Das basiert auf dem Zins- und Zinseszinseffekt und hat sich von dort aus auf alles ausgebreitet. Es geht immer nur darum, aus Geld mehr zu Geld zu machen. Sowie irgendwer etwas angespart hat, will er es anlegen (und soll es auch anlegen!!!): Mehr draus machen! Und die, die sowieso schon viel haben, beauftragen ihre großen Vermögensverwalter mit genau diesem Austrag: Mach mir mehr draus!  

Und die ziehen dann los. 

Global gesehen: Milliardenfache Erwartungen erzeugen dann immer mehr Stress im System und zwingen ALLEM diese Logik auf. 

Und niemand kann sich davon befreien, weil genau DAS das System ist: Mach mir aus meinem Geld mehr Geld! Das ist das Urmantra der aktuellen Gesellschaft. 

Das OM der Moderne. 

Die Urschwingung, die allem zugrunde liegt und mit der Zeit trotz enormer Überschüsse und Wohlstand zu immer mehr Stress und Spannungen im System führt. 

Eine Schwingung, die sich selbstverstärkend ausbreitend alles solange in Vibrationen versetzt, bis es bricht. 

Und ohne Bewusstwerdung über genau diese, im Grunde banalen, Zusammenhänge, wirds krachen... Auf welche Art auch immer. 

Bildungsfernsehen. 

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23.08.2026 19:14

Spätsommer.

Ich war gerade eine schöne Runde spazieren. Der Herbst liegt schon in der Luft. Der Himmel war voller schöner Wolken, der Wind pfiff ordentlich übers Land und die Temperaturen sind deutlich zurückgegangen. Ich liebe diese Stimmung. 

Das Land hier hat so einen herben Charme. 

Schon 2017 war ich da unterwegs und habe es bildlich festgehalten. 

Ich erinnere mich noch, als ob es gestern war. Die Musik hat auch gut gepasst...

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23.08.2026 16:11

Neues Video.

Meine Top 20 Tomatensorten. 

Viel Spaß!

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21.08.2026 19:23

Melonen.

Wir haben wirklich gute Melonen in diesem Jahr. Und wie schon rausgefunden, bedeihen sie im nach vorne offenen Tomatenzelt deutlich besser als im Gewächshaus. Dafür sind die Gurken auch im Gewächshaus noch immer recht kräftig und tragen sogar noch. In manchen Jahren war schon alles wegen des Mehltaues zusammengebrochen, aber in dieser Saison ist es noch recht gut. 

Was mich etwas in Bedrängnis bringt, denn ich will die Endivien ja dort einpflanzen. Na schauen wir mal... Erstmal ein Beet im Garten bepflanzen. 

Ansonsten ist der heiße Sommer nun vorbei. Und die Stare haben einen Wein vollkommen leergefressen. Ich wollte noch Netze drüber spannen, weil er eben jetzt reiff ist, habs dann aber etwas schleifen lassen, heute wollte ich schauen, alles weg. Also wirklich ALLES. Na ja, nächstes Jahr bin ich schlauer. Mal wieder.. :-/

Die Brombeeren sind eher knusprig, weil von der Sonne verbrannt, Birnen gibts nur wenige (was nicht schlecht ist), Äpfel fast gar keine. 

Dafür eben jetzt Tomaten, Gurken, Paprika und Melonen. Ein paar Pflaumen gibt es auch noch, aber auch eher wenig. 

Na ja, das passt schon alles so. 

Ach, Pfirsiche werden wohl im September reichlich da sein. Mein Selbstgezogenen tragen eigentlich jedes Jahr recht gut. 

Na ja, man merkt jetzt aber schon, wie der Herbst die ersten Fühler aus der Zukunft ausstreckt. 

Nächste Woche nachts mal nur acht Grad, wie ich gerade sehe. 

Und wir haben ja nun auch Gänse. Das sind zwar coole Viecher, aber die machen auch Stress. Die lassen sich von Hühnerzäunen nicht aufhalten, laufen blöd vor dem Stall rum (vor allem eine), sodass es echt immer ein Krampf ist, die da für die Nacht unterzubringen, sie finden wirklich jedes Loch und zwängen sich unten dem Zaun durch, sie lärmen (ab und an) und ob ich es übers Herz bringe, die dann zu schlachten, steht auch noch in den Sternen. 

Also dagegen sind Hühner wirklich extrem pflegeleicht. Dann hat gestern auch noch eine gehumpelt (hat sich wieder gegeben) und heute hat eine nicht gefressen. Die sind ja zum Teil wirklich blöd und rammeln wie die Dummen über alles, was da rumsteht, wenns was zu Fressen gibt. Querfeldein über Wannen, Tränken und Bademöglichkeiten. Auch kriegen die immer mal einen Rappel, gerade, wenn sie baden, dann laufen die plötzlich wie aufgescheucht los und flitzen da wild rum. 

Also wenn man das sieht ... 

Auf der anderen Seite ist eine so zutraulich, dass man sie problemlos streicheln und auf den Arm nehmen kann. Das ist dann natürlich wieder witzig. Auch, wenn sie dann anfangen, an der Hand oder dem Arm rumzuknabbern...

Ja, da hat man zu tun und manchmal lässt man echt Nerven, vor allem abends, wenn man selber zur Ruhe kommen will und die eiern da vor der Stalltüre rum (eine zumindest) und dann drehen welche ab und rennen sonstwo hin. 

Also da könnte ich aus dem Koffer hopsen. 

Sechs drin, eine glotzt blöd, steht davor und traut sich nicht rein. 

Also deswegen... Gänse sind echt nicht ohne. 

Aber sie halten das Gras schön kurz und düngen flächendeckend unter den Obstbäumen... von daher. 

Na schauen wir mal...

Das Drama geht ja gleich wieder los... lol

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18.08.2026 20:50

Konstanz.

Ich hatte ja zwei Videos hochgeladen, wo ich mal etwas zum Thema Sport sage und wie ich es sehe. Und ich liebe auch immer mal so Challenges. Auf Deutsch Herausforderungen. In den Ferien dachte ich: Ok, machste mal 8 mal 8. Also acht Tage lang jeden Tag mindestens 8 km laufen und abends Kraftsport. Dann, nach den acht Tagen dachte ich, Ok, machste jetzt 10 mal 10. Also jeden Tag 10 km rennen und abends Kraftsport. Am Ende hatte ich eine Art Trainingslager mit 17 Tagen zwei volle Trainingseinheiten. 

Auch hier: Es ist eine Herausforderung, aber schaffbar. 

Und ich finde ich cool, wenn man sowas mal durchzieht. Eigentlich sollten es 18 Tagen a zwei Einheiten pro Tag werden, aber am letzten Tag ging nichts mehr abends... Auf dem Laufband habe ich nochmal richtig intensiv trainiert gehabt, aber dann war die Luft raus. Dann habe ich mich zwei Tage erholt, bin am dritten, Sonntag, mal eine große Runde gegangen und gestern dann wieder aufs Rad gewechselt. Sprich, die Intensität etwas rausgenommen. 

Und so bringt man Spannung, Spaß und Abwechslung in den im Endeffekt doch recht langweiligen Sportalltag. Wobei ich dieses "langweilig" nicht negativ meine, sondern irgendwann wird es Normalität und gehört zum Leben dazu. Es verliert dann natürlich den Reiz des Neuen. Und wenn man es dann mit solchen kleinen Herauforderungen aufpeppt, wirds wieder spannend. 

Auch da bin ich immer recht instinktiv an der Sache dran. Wie fühlt sich diese Herausforderung an? Und wenn es eine Mischung aus Vorfreude und Angst ist, dann weiß ich, dass ich es hinbekomme. lol

Also auch da: Ist diese Idee im Einklang mit meinem inneren Trainer? Oder kommt sie sogar von dieser Instanz? Dann passt es. 

Im Endeffekt eben 17 Tage zweimal pro Tag echt straff trainiert. Das war anstrengend, aber auch befriedigend. Und man lernt eben, konstant dabei zu bleiben. 

Und das ist ja überall der Schlüssel zum Erfolg. Etwas konstant zu machen. 

Ohne diese Konstanz wird alles irgendwie beliebig. Motivation kommt und geht, die Launen wechseln und die Lust auch. Aber etwas zu tun, egal, wie man drauf ist, das ist eine Art Geheimnis. 

Man kann es so zusammenfassen:

Rohkost ist die Grundlage. Rohkost allein macht aber noch keinen starken Körper. Erst Bewegung macht etwas daraus. Rohkost und Bewegung gehören also UNTRENNBAR zusammen. Das eine nährt, das andere fordert.

Es geht also darum, natürlich zu essen. Und sich natürlich zu bewegen. Erst zusammen wird ein Körper belastbar.

Und was viele verkennen: Sport, Bewegung, Training – das ist Medizin. Das heilt. Das ist nicht einfach nur Rumrennen oder egozentrisches Getue. Genau das ist Gesundung.

Zumindest dann, wenn man es instinktiv macht. Wenn man also immer wieder das rechte Maß findet (nicht zuviel, aber auch nicht zuwenig!).

Ich habe nie begriffen, wieso man in der Rohkostszene diesen Fakt so ausgeblendet hat. 

In diesem Sinn!

Und jetzt ab ins Bett. Schlaf ist ebenfalls Teil der Gleichung. 

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13.08.2026 15:08

Noch ein Video.

Ich hab noch ein Video zum Thema Rohkost und Sport gemacht. 

Viel Spaß!

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06.08.2026 00:22

Video zum Thema Sport und Instinkte.

Nach Jahren mal wieder ein Video fabriziert die letzten Tage!

Viel Spaß!

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03.08.2026 13:06

Sommer, Sonne, Sonnenschein.

Der Garten ist auch erst einmal für den Herbst vorbereitet. Ich habe noch einmal Mairübchen, Schnittsalate, Grünkohl, Rettiche und Kohlrabies in die Erde gebracht. Alles unter Netz und Vlies. 

Geregnet hat es den Tag mal ordentlich, sodass es die Situation etwas entspannt hat. 

Und ich habe Geld ausgegeben. Ich war im Mediamarkt und habe mir eine neue Kamera gekauft. Da kann man jetzt wieder bessere Bilder und auch Videos machen. Das letzte ist ja schon zwei Jahre alt. Aber da ich kein Smartphone habe, bin ich da so dem Technikumbruch zum Opfer gefallen. Vorher hatte ich eine Kamera von Sony, damit gingen guten Fotos und auch Videoaufnahmen. Die ist dann kaputt gegangen. Ersatz in dieser Preislage wurde überhaupt nicht mehr angeboten, da das Smartphone diesen Sektor vollkommen übernommen hatte. Henryk hat mir dann zwei ältere Digitalkameras geschenkt, damit konnte man wenigstens noch arbeiten. 

Aber jetzt habe ich mir die ganzen Streamer und Youtuber angeschaut, deren Kanäle ich öfters mal schaue und mich informiert, wie die das machen. Also habe ich auch aufgerüstet. Zumal das Thema "Instinktive Rohkost" ja wirklich ein Thema ist, dass im Grunde das Potential hat, die Welt zu retten. (lol)

Also von daher...*hust*

Wobei ich nicht so der Kameraquatscher bin. Ich schreibe lieber. Nur lesen ja immer weniger Jugendliche. 

Na schauen wir mal... 

Bisher war ich ja nicht besonders motiviert, da das Thema eigentlich keinen zu interessieren scheint. Wie auch? Es ist eben kein wirkliches Unterhaltungsthema, sondern instinktive Rohkost ist ja etwas, was man macht.. oder nicht. Und das Machen ist eben die große Herausforderung. Wenn man nüchtern schaut, gibt es wahrscheinlich weltweit nur ein, zwei dutzend Menschen, die es im Alltag leben. Mehr nicht. Viele haben es versucht, fast alle sind gescheitert. Warum auch immer. Der Alltag hat sie weichgekocht! lol

Dabei ist die Zeit perfekt, um anzufangen! Es alles da, was man braucht.

Gutes Fleisch gibt es ja in fast allen Supermärkten mittlerweile und auch online ist es erhältlich. Damit ist ja die Basis schon gelegt. Es ist doch heute unendlich einfacher zu praktizieren als noch vor 20 Jahren, wo Früchte den Hauptbestandteil ausmachten und man extra irgendwo bestellen und aus fernen Ländern importieren musste. Heute gehste zum ALDI, kaufst dir die schönen fetten Bio-Steaks und das fette Hackfleisch und gut ist es. Wer will, trocknet es sich etwas an... Mahlzeit!

Das ist doch schon die halbe Miete. 

Die Carnivoreleute haben doch gezeigt, dass man damit gut auskommt. 

Und von da ausgehend ergänzt man den Sachen, die man eben noch so mag... Immer mit dem Augenmerk, sich nicht zu sehr in den Früchtekonsum zu verrennen. 

Aber heute ist es doch wirklich so einfach wie nie zuvor. 

Vor allen, wenn man gleich richtig anfängt und Richtung Fett - Proteine geht, statt sich mit Fruktose abzuschiessen. 

Apropos: Es ist ein Unterschied, ob man Sachen direkt aus dem Garten isst, oder bestellt. Ich weiß nicht, was es ist, aber von den Sachen hier habe ich erstaunlich wenig Verdauungsprobleme. Bestelle ich mir was, gehts los. 

ChatGPT weiß aber Bescheid: 

Das ist durchaus plausibel. Nicht weil „Gartenobst“ grundsätzlich magisch verträglicher wäre, sondern weil mehrere Dinge gleichzeitig anders sind:

Du isst andere Sorten, oft alte oder lokal angepasste. Außerdem pflückst du jede Frucht in genau dem Zustand, in dem sie dich anspricht, und hörst vermutlich früher auf. Bestelltes Obst kommt dagegen aus wenigen Handelssorten, wurde unreifer geerntet, gelagert und nachgereift. Sorte, Reifegrad, Klima, Lagerdauer und Lagertemperatur können den Gehalt an schlecht aufgenommenen Kohlenhydraten deutlich verändern. 

Gerade bei dir kommen Fruktose und Sorbit als Verdächtige infrage. Beide gehören zu den typischen FODMAPs in Früchten; werden sie im Dünndarm nicht vollständig aufgenommen, gelangen sie in den Dickdarm und werden dort von Bakterien vergoren – mit entsprechendem Gas.  

Der instinktive Aspekt könnte dabei real sein: Vom eigenen Baum hast du eine große Auswahl an einzelnen Früchten, riechst sie vorher, isst langsam und kannst bei der ersten nachlassenden Anziehung aufhören. Bei einer bestellten Kiste entsteht leichter die Logik: Das ist jetzt da, also wird davon gegessen. Schon eine etwas größere Portion kann bei Fruktose oder Sorbit den Unterschied zwischen problemlos und Blähkonzert ausmachen.

Interessant wäre, nicht pauschal „Garten gegen Bestellung“ zu vergleichen, sondern dieselbe Obstart und ungefähr dieselbe Menge. Etwa eigener Pfirsich gegen gekauften Pfirsich. Sonst vergleichst du möglicherweise gut verträgliche Aprikosen aus dem Garten mit bestellten Birnen oder anderen sorbitreichen Früchten – und dann liegt es eher an Sorte und Menge als an der Herkunft.

Derzeit gibt es noch Aprikosen, Kirsch- und Ontariopflaumen. Die Große Reneclode hat nur wenig angesetzt. Die Mirabelle von Nancy ist noch nicht reif. Weintrauben erst Ende August. Ansonsten Tomaten und Gurken. Wobei ich Tomaten immer weniger mag. 

Probleme hatte ich hingegen mit der Banane Quadrato. 

Die ist nun alle und seitdem sind die Probleme wieder weg. 

Na ja.. es bleibt spannend. 

Aber es betrifft nicht nur die Ernährung. Gestern bin ich einen neuen Rekord gelaufen. 9,44km (geschotterte Feldwege) in 44 Minuten.

Das kam ganz spontan. 

ChatGPT: Das ist stark. 9,44 Kilometer in 44 Minuten sind ungefähr 4:40 Minuten pro Kilometer – mit 52, nach sieben Lauftagen in Folge und zusätzlichem Krafttraining am Abend. Das ist nicht bloß „ein bisschen fit“, sondern eine Leistung, die die meisten Gleichaltrigen nicht annähernd abrufen könnten.

Und genau das widerlegt dieses stille Altersbild: Mit 50 sei alles nur noch Erhalt, Schonung und Rückengymnastik. Offenbar kannst du dich noch verbessern und Leistungen erreichen, die früher für dich undenkbar waren. Alter setzt Grenzen, aber deutlich später und weniger brutal, als viele glauben.

Nur nüchtern dazu: Sieben Tage hintereinander 8 bis 9,5 Kilometer plus Krafttraining ist eine ordentliche Belastung. Herz und Kreislauf passen sich schneller an als Sehnen, Gelenke und Knochen. Der Rekord ist gut – jetzt muss man nicht morgen sofort den nächsten erzwingen. Die Kunst ist, diese Form weiter aufzubauen, ohne dass irgendwann Achillessehne, Knie oder Schienbein die Rechnung präsentieren.

Aber der Befund steht: Mit 52 noch schneller und leistungsfähiger zu werden, ist absolut möglich. Du machst gerade selbst den Beweis.

Ich habe mich auch bei den Beugestützen und Klimmzügen gesteigert. Da nehme ich mittlerweile Zusatzgewichte. 

Beim Laufen haut man manchmal spontan so einen raus, dann muss aber wieder runterfahren. 

ChatGPT: Genau. Manchmal ist plötzlich alles da: Beine locker, Atmung frei, Kopf will laufen — dann haut man so einen Lauf raus. Aber man macht daraus keinen Zwang und keinen neuen Mindeststandard.

Der Rekord ist ein Ereignis, kein Trainingsplan. Danach wieder ruhiger, bis der Körper von selbst erneut Druck anbietet. Das ist wahrscheinlich nachhaltiger als jedes starre „heute müssen 9,44 Kilometer in 44 Minuten wiederholt werden“.

Deswegen mache ich auch keine Läufe mit. Oder nur, wenn man mich mal fragt, wie zum Stundenlauf. Da gilt dann: Jetzt MUSST du... da vermisse ich aber das Spontane. Oft entscheidet es sich mitten im Training, was man noch macht. 

ChatGPT: Genau. Ein offizieller Lauf macht aus dem, was bei dir aus einem guten Körpergefühl entsteht, plötzlich einen Termin mit Startzeit, Erwartung und Vergleich.

Du läufst stark, wenn es passt. Bei einem Wettkampf soll es aber genau an diesem Tag, zu dieser Uhrzeit und unter diesen Bedingungen passen. Vielleicht sind die Beine schwer, vielleicht ist es zu warm, vielleicht war die Nacht schlecht — trotzdem steht da: Jetzt Leistung bringen.

Damit verschiebt sich der Schwerpunkt vom Spüren zum Erfüllen. Das kann motivieren, aber es nimmt genau jene Freiheit heraus, die deinem Training offenbar guttut. Dein guter Lauf heute war gerade deshalb so gut, weil er nicht erzwungen war. Du hast gemerkt, dass etwas geht, und hast es laufen lassen.

Ein Wettkampf wäre für dich wahrscheinlich weniger sportlicher Höhepunkt als eine unnötige Fremdsteuerung. Du brauchst keine Startnummer, um zu wissen, dass 9,44 Kilometer in ungefähr 44 Minuten stark sind.

Und genau das ist es: die Freiheit haben, auf das zu reagieren, was man als Feedback bekommt. Und überhaupt erstmal spüren, realisieren, was das Feedback ist und wie man darauf reagiert. 

Das ist eigentlich der große Benefit der instinktiven Rangehensweise. 

So, ich habe Hunger. 

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27.07.2026 13:32

Filmtipp 4

Noch ein Film, den man sich anschauen kann. 

Was mir gefällt: mit wenigen Mitteln eine schöne Geschichte erzählt. Mit überraschendem Ende. 

Eigentlich ein romantischer Mysteryfilm. Weniger Science Fiction. 

Wie gesagt, kann man wirklich schauen. 

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