Avocados und Rohkost 1.0

16.02.2025 16:29

Habe mir wieder Trinkkokosnüsse vom Fruchtboten bestellt. Damit sich die Bestellung auch lohnte, habe ich dazu mal Avocados bestellt. Fuerte und Rustical. Und die sind jetzt in der Saison und richtig gut! Die waren genau das Richtige nach den 90 Minuten Hometrainer. Ok, vorher gab es noch den Saft dreier Kokosnüsse.

Aber ich warte immer mit dem Essen, wenn ich Ausdauertraining gemacht habe. Da muss ich erstmal wieder aufnahmebereit werden. Zumeist gibt es erstmal viel Wasser, schließlich hat man ordentlich gechwitzt, oder eben mal den Saft von Trinkkokosnüssen. Dann braucht es meist eine Stunde, bevor ich etwas essen kann.

Besagte Avocados gab es heute. Wie gesagt: richtig gut! Jetzt bin ich mal satt und zufrieden. Diese Qualität gibt es nicht im Handel. Und nein, ich schreibe das hier ohne jegliche Hintergedanken. Ich bekomme also weder Prozente oder sonst etwas. Das würde ich auch nie akzeptieren, denn ich brauche meine Freiheit! Aber wenn etwas gut ist, dann schreibe ich das auch. Und da die Jungs vom Fruchtboten zu meinen Freunden gehören, die ich zum Teil schon mehr als 20 Jahre kenne, sage ich mal DANKE! für ihre Anstrengungen.

Das meiste ist ja nun für mich eher schwer verdaulich (Fruktoseproblematik), aber die Avos, Nüsse und Algen bestelle ich ab und an gerne.

Und weil ich gerade beim Empfehlen bin..lol

Die 80er waren von der Musik wirklich gut und es ist nicht zuviel testosteronloses Gejammer dabei (Take on m e e  i i i i i - Hilfe).

Ansonsten hat mich eine Rohkostfreundin auf eine Telegramgruppe eines Micha aufmerksam gemacht. Ich habe mal reingeschaut, war recht komplex organisiert mit vielen Untergruppen. Gestern habe ich da noch eine Gruppe zum Austausch gefunden, aber da wurde mir klar, dass es kein Zurück mehr gibt. Das war nämlich wie eine Reise in die Vergangenheit. Eine hat über Urkost geschrieben, einer über vegane Rohkost, einer hat sich gefreut, dass er nun so viele Früchte isst und es schafft, da länger durchzuhalten.

Machen wir uns nichts vor: die fruchtbetonte Rohkost ist vorbei. Das war Rohkost 1.0 und das Leben hat gezeigt, dass es verbessert und überarbeitet werden muss. Die hatte ihre Zeit und es hat sich herausgestellt, dass es nicht gut funktioniert. Gleiches kann man über die vegane Rohkost sagen. Das mag alles mal eine gewisse Zeit passen, aber das ist keine Kost, um wirklich mal in die eigene Kraft zu kommen.

Alle Früchte sind keine Nahrung, sondern einfach mal Leckerlies, Ergänzungsfutter, das Äquivalent zu Kompott, Schokolade und Süßigkeiten. Ganz Ok, aber eben keine Grundnahrungsmittel. Davon kann man schlicht nicht leben und erwarten, dass Körper und Geist optimal funktionieren. Darüber hinaus ist Fructose ja auch ein Lebertoxin. 

Und Gemüse kann es aufgrund der ganzen scharfen Inhaltsstoffe auch nicht sein. Was dann?

Der Mensch, und das zeigen ja die recht gesunden Karnivorleute, von denen keiner absurd abmagert, wenn er in diese Richtung geht, ist eher Protein- und Fettesser. Ob es gesund ist, sich viele tierische Fette reinzuziehen, die es so in der Natur nicht gibt (die meisten Wildtiere sind eher mager), bleibt abzuwarten. Ich persönlich esse sehr gerne auch pflanzliche Fette wie Kokosnuss oder andere Nüsse. Oder alle paar Wochen mal ein paar Avocados.

Mit Früchten als Hauptnahrung verliert man aber einfach zuviele Muskeln und grundsätzlich Körpersubstanz. Für die Zähne ist es auch Scheiße! Und das ist eben auch die Erfahrung der Rohkostszene bis zur Coronakrise.

Rohkost 1.0

Von veganer Rohkost spricht schon niemand mehr. Das ist vollkommen untergegangen. Wie erwartet.

Und das sind eben auch bittere Wahrheiten!

Ich höre dann immer: Du kannst nicht von dir auf alle anderen schließen. Aber mein Zahnarzt sagt mir: Sehr schöne Zähne! Und das nach 25 Jahren Rohkost. Zwar etwas abgekaut, weil ich zuviel mit Kalziumquellen wie Knochenenden und Knorpel experimentiert habe, aber ansonsten OK.

Und wenn ich Karies bekomme, na ja, dann stimmt die Ernährung nicht. Dann ist das zuviel von dem einen und viel zu wenig vom anderen.

Oder wenn man oft erkältet ist, wie ich es war aufgrund des Zuckerüberschusses.

Und es ist auch eine bittere Erkenntnis, dass ich hier Dutzende Obstbäume und -sträucher angepflanzt habe, die ich nun eigentlich nicht mehr benötige und die im Grunde fast ungeniessbar sind (ich übertreibe etwas), aber eben keine Grundnahrungsmittel liefern, obwohl ich sie genau dafür angepflanzt habe. Das kann man am ehesten noch über die Beerenfrüchte sagen. Aber alles andere ist mal ein mit Vorsicht zu genießendes überzüchtetes Leckerlie. Mehr nicht!

Und ich habe da gemerkt, dass ich da in diese Gruppe nicht mehr reinpasse. Wurde ja nach zwei, drei kritischen Kommentare auch umgehend rausgeworfen. Was eh passt. Ich bin da nicht böse.

Die Jungs vom Fruchtboten haben mir auch unnötigerweise eine kleine Cherimoya reingepackt. Esse ich nicht. Viel zu süß. Meine Mutter wollte sie haben.

Wir sind einfach keine frugivoren Regenwaldbewohner, sondern Savannentiere. Deswegen sprechen uns auch instinktiv solche Bilder an.

Und das ist auch der Grund, wieso die Karnivorleute recht gut klarkommen, während die Rohköstler nicht wirklich in ihre Kraft kommen. Zumindest viele nicht.

Na ja, ich hätte es ja selber nicht für möglich gehalten, bis mich Henryk da entsprechend drauf aufmerksam gemacht hatte. Bzw. das aus mir herausgebracht hat, was schon länger unterbewust klar war. Im Grunde hat es damals der Jean Huntziger ganz richtig erkannt.

ChatGPT: Jean Huntzigers bioklimatische Rohkost geht davon aus, dass der Mensch sich je nach klimatischer Zone hauptsächlich von den Nahrungsmitteln ernähren sollte, die dort natürlicherweise verfügbar waren – und das bedeutete in vielen Fällen eher tierische Nahrung als tropische Früchte oder Wildpflanzen.

Die Prinzipien der bioklimatischen Rohkost nach Jean Huntziger

  1. Bioklimatische Ernährung

    • Die Nahrung sollte der Klimazone entsprechen, in der der Mensch lebt oder evolutionär entstanden ist.
    • In kalten Regionen ist eine Ernährung mit fettreichen tierischen Produkten natürlicher, während in wärmeren Gegenden auch pflanzliche Nahrung eine Rolle spielt.
  2. Rohkost als artgerechte Ernährung

    • Gekochte Nahrung wird als unnatürlich betrachtet, da Hitze die molekulare Struktur verändert und wichtige Nährstoffe sowie Enzyme zerstört.
    • Besonders bei tierischen Produkten ist Rohverzehr laut Huntziger essentiell, da der Körper die darin enthaltenen Fette und Proteine optimal verwerten kann.
  3. Fokus auf tierische Produkte

    • Der Mensch ist laut Huntziger von Natur aus eher ein Fleischesser, insbesondere in kälteren Klimazonen.
    • Fettiges Fleisch, Innereien und rohe tierische Produkte gelten als besonders wertvoll, da sie essenzielle Nährstoffe in natürlicher Form enthalten.
    • Die Nahrung unserer Vorfahren bestand überwiegend aus tierischen Fetten und Proteinen, nicht aus kohlenhydratreichen Pflanzen.
  4. Instinktive Ernährung

    • Der Körper gibt durch Geruch und Geschmack Hinweise darauf, welche Lebensmittel für ihn geeignet sind.
    • Der natürliche Appetit steuert die Auswahl und Menge der Nahrung.
    • Industriell verarbeitete Lebensmittel, Zucker und Getreideprodukte werden als problematisch angesehen.
  5. Vermeidung von Umweltgiften und Zusatzstoffen

    • Moderne Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie haben viele denaturierte und toxische Stoffe eingeführt.
    • Pestizide, künstliche Zusatzstoffe und hochverarbeitete Nahrung führen laut Huntziger zu Krankheiten und degenerativen Prozessen.
  6. Nachhaltigkeit und Naturverbundenheit

    • Der Mensch sollte sich an der Natur orientieren und Lebensmittel aus nachhaltigen Quellen beziehen.
    • Jagd und Weidehaltung sind natürliche Formen der Nahrungsbeschaffung, die im Einklang mit der Umwelt stehen.

Fazit

Huntzigers bioklimatische Rohkost unterscheidet sich von anderen Rohkostformen, indem sie einen stärkeren Fokus auf tierische Nahrung, insbesondere fettes Fleisch, legt. Seine Theorie widerspricht der klassischen Vorstellung, dass der Mensch hauptsächlich von pflanzlichen Rohkostprodukten profitieren würde. Stattdessen sieht er eine rohe, tierbasierte Ernährung als optimal an.

Ich habe den Tag auch mit einer langjährigen Rohköstlerin gesprochen, die seit einem Jahr auch mehr Richtung karnivor geht und auch da hat sich einiges verbessert.

Wenn man einen instinktiven Ansatz wählt, dann geht eh kein reines Karnivor, außer man heißt Derek Nance, aber der hatte ja irgendeine komische Unverträglichkeit. Sondern man wird auch weiterhin alle andere Lebensmittel nutzen, aber der Fokus ist eben dann ein anderer.

Wie schon mehrfach beschrieben: Alle kommen wir aus der Kohlenhydratwelt. Dann kommt Rohkost und wir gehen von Brot, Nudeln, Reis und Zucker auf Früchte, Honig und Datteln. Es wäre wirklich hilfreich, mal im ersten Jahr die Früchte vollkommen loszulassen, um aus der Zuckersucht herauszukommen.

ChatGPT: Zuckersucht ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für das zwanghafte Verlangen nach Zucker oder zuckerhaltigen Lebensmitteln. Obwohl Zucker nicht offiziell als suchterzeugende Substanz eingestuft ist, gibt es Hinweise darauf, dass er im Gehirn ähnliche Mechanismen aktiviert wie Drogen – insbesondere durch die Ausschüttung von Dopamin im Belohnungssystem.

Merkmale der Zuckersucht

  • Heißhunger auf Süßes: Besonders in Stresssituationen oder bei emotionaler Belastung.
  • Entzugserscheinungen: Müdigkeit, Reizbarkeit oder Kopfschmerzen beim Verzicht.
  • Toleranzentwicklung: Immer größere Mengen sind nötig, um die gleiche Befriedigung zu erfahren.
  • Kontrollverlust: Der Wille, weniger Zucker zu konsumieren, scheitert regelmäßig.

Mögliche Ursachen

  • Neurochemische Prozesse: Zucker kann durch die Dopaminausschüttung im Gehirn eine Art „Belohnungsschleife“ erzeugen.
  • Blutzuckerschwankungen: Stark schwankender Blutzucker kann zu Heißhungerattacken führen.
  • Ernährungsgewohnheiten: Wer von klein auf an süße Speisen gewöhnt ist, hat oft eine erhöhte Präferenz dafür.
  • Darmflora: Manche Studien deuten darauf hin, dass eine unausgeglichene Darmflora das Verlangen nach Zucker verstärken kann.

Folgen von übermäßigem Zuckerkonsum

  • Gewichtszunahme und erhöhte Insulinresistenz (Diabetes-Risiko)
  • Entzündliche Prozesse im Körper (z. B. durch AGEs)
  • Karies und andere Zahnschäden
  • Mögliche Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit

Möglichkeiten zur Reduktion

  • Mehr gesunde Fette und Proteine essen, um den Blutzucker stabil zu halten.
  • Zuckerhaltige Lebensmittel schrittweise reduzieren, um Entzugserscheinungen zu vermeiden.
  • Natürliche Alternativen wie Früchte oder Honig in kleinen Mengen nutzen.
  • Bewusstes Essen praktizieren, um emotionalen Zuckerkonsum zu vermeiden.

Gerade wenn man sich rohköstlich ernährt, fällt einem auf, wie extrem präsent Zucker in der modernen Ernährung ist – selbst in Produkten, die man nicht erwarten würde.

Und wie schon oft: festhalten!

ChatGPT: Die Darmflora (oder Mikrobiom) spielt eine entscheidende Rolle beim Verlangen nach Zucker und der Entwicklung von Zuckersucht. Dein Darm ist nicht nur für die Verdauung verantwortlich – er beeinflusst auch deine Stimmung, dein Verhalten und sogar deine Essensgelüste. Hier sind die wichtigsten Zusammenhänge:

1. Darmbakterien beeinflussen dein Verlangen nach Zucker

  • Bestimmte Bakterienstämme (z. B. Firmicutes) lieben Zucker und Kohlenhydrate. Diese Mikroorganismen können dein Gehirn beeinflussen, indem sie Signale aussenden, die dein Verlangen nach Zucker verstärken.
  • Candida und Zuckerfresser Candida-Pilze und andere Hefen im Darm lieben Zucker.
  • Bei einer Überwucherung (Candida-Überbesiedlung) fordern diese Pilze regelrecht Zucker ein und lösen oft heftige Süßhungerattacken aus.
  • Wenn man den Zucker weglässt, sterben diese Mikroben langsam ab — was Entzugssymptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen und Gereiztheit erklären könnte.

Mehr Zucker = mehr Wachstum dieser Mikroben = noch mehr Verlangen. Ein Teufelskreis entsteht.

2. Darm-Hirn-Achse: Wie der Darm dein Gehirn steuert

  • Der Darm kommuniziert über den Vagusnerv direkt mit dem Gehirn. Diese Verbindung ermöglicht es Darmbakterien, deine Stimmung und Essensvorlieben zu beeinflussen.
  • Ungleichgewicht im Darm (Dysbiose) kann zu einem Übermaß an zuckerliebenden Bakterien führen, die ständig Signale für mehr Zucker senden.

Wenn dein Darm aus dem Gleichgewicht ist, kann das zu unkontrollierbarem Heißhunger auf Süßes führen.

3. Zucker schädigt die "guten" Bakterien

  • Ballaststoffreiche, unverarbeitete Nahrung fördert die Vielfalt gesunder Darmbakterien.
  • Zucker und raffinierte Kohlenhydrate hingegen füttern die „falschen“ Mikroben und unterdrücken die guten Bakterien wie Bifidobakterien und Lactobazillen, die für die Gesundheit entscheidend sind.

Langfristig verstärkt Zucker die Dysbiose, was wiederum Heißhunger begünstigt und Entzündungen fördert.

4. Der Teufelskreis von Zucker und Dysbiose

  1. Zucker essen → Bakterien und Hefen, die Zucker lieben, wachsen.
  2. Diese Mikroben senden Signale → Dein Gehirn verlangt nach noch mehr Zucker.
  3. Dysbiose vertieft sich → Gesunde Darmbakterien werden verdrängt.
  4. Körperliche Symptome: Blähungen, Müdigkeit, Entzündungen – und ständiger Heißhunger.

Das ist eine Selbstverstärkungsschleife, die schwer zu durchbrechen ist.

Fazit:
Dein Darmmikrobiom ist kein passiver Mitspieler – es beeinflusst direkt, was du essen willst. Wenn du deine Darmflora heilst, kannst du den Zyklus von Zuckersucht durchbrechen und zurück zu einem natürlichen, instinktiven Essverhalten finden.

Kein Zucker - kein Furzen! So einfach ist es! lol Im Grunde bestätigt die künstliche Intelligenz nur, was ich hier schon oft geschrieben habe. Und was man bei sich selber und anderen beobachten konnte. Wie schon oft geschrieben: Am Ende haben sich die Kids Datteln mit Honig reingezogen auf den Treffen... Und der Rest trinkt mittlerweile Zuckerwasser zum Toastbrot.

Boah, der Freund meiner Mutter ist wieder mit seinem nachmahlzeitigem Nießen beschäftigt. Viel Brot ... schon kommts raus.

Na, macht mit den Infos, was ihr wollt!

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