Die Angst-Matrix.

03.07.2023 20:05

Also derzeit scheint es die Matrix, so bezeichne ich das Leben, welches durch Fernsehen, Zeitungen, Internet usw konditioniert wurde, es auf mich abgesehen zu haben.

Erstaunlich, ich schaue mir ja wirklich kaum noch irgendwelche Sachen an, aber dennoch wurde ich zuletzt mit dieser Angst-Matrix konfrontiert.

Eine Kollegin letzte Woche: Irgendwer aus dem Bekanntenkreis ist verstorben. Die Diagnose war recht selten: Creutzfeldt-Jakob, also das, was bei Kühen BSE auslöste. Sie meinte, dass die Ärzte sagten, dass das jetzt häufiger diagostiziert wird.

Wow... da ich für Fremdsuggestionen leider nicht unanfällig bin, habe ich mich sofort gefragt, ob das Fleisch essen nun gefährlich ist.

Halt Stopp! Ich habe nichts über den Kontext erfahren und gerade dieses BSE hatte ja unglaublich lange Inkubationszeiten.

Und wieso sollte das nun kurz nach der Impferei mehr auftreten? Gibt es da Zusammenhänge?

Aber weiter: Freund von mir zu Besuch. Der hat mir erzählt, ein amerikanischer Fitness-Youtuber sei an einem Aneurysma eingegangen.

Heute Kollegin: die Tochter einer ehemaligen Kollegin, 27 Jahre alt, sei nach dem Laufen zusammengebrochen und im Krankenhaus an Herzkomplikationen verstorben.

Alle drei Bereiche berteffen mich: Ich esse Fleisch, ich mache Fitness, ich gehe laufen.

Ach, und es geht noch weiter: Im Chat wurde gesagt, dass rohe Eier Proteine enthalten, die die Aufnahme von Biotin behindern.

Und ich habe gespürt, wie die Angst wieder in meine Seele gekrochen kam. Kann mich das auch betreffen?

Und woher kommt denn das plötzlich? Wieso bringt das Universum plötzlich sowas an? Und genau vier Sachen, die mich wirklich direkt betreffen?

Ich hatte mich ja so gut es geht von solchen Sachen abgekoppelt und dennoch bekomme ich es wieder aufgetischt.

Die Sache ist aber die: Soll ich mich nun von dieser Angst-Matrix beherrschen lassen?

Jordan Peterson hat in einem Video gesagt, es gibt nur ein Weg, mit der Angst klarzukommen, nämlicht genau das zu tun, wovor man Angst hat. Und das immer wieder.

Ich gebe es zu, ich bin, wahrscheinlich aufgrund meiner traumatischen Kindheit, in der ich Todesängste, Einsamkeit, Verlassensein und massiven bioenergetischen Mangel während eines sechswöchigen Krankenhausaufenthalts als Kind im Alter von 1,25 Jahren durchstehen musste, da etwas sensibel und immer wieder werde ich da getriggert.

Aber heute war ich wieder laufen. Und habe Fitesstraining gemacht. Wir waren im Schwimmbad mit der halben Schule und da gab es auch einen Spielplatz und die Möglichkeit, Klimmzüge zu trainieren. Also habe ich 75 Stück (15 x 5) absolviert und 150 Liegestütze (zusammen mit einem Schüler) gemacht. Zuhause war ich dann 10km auf dem Laufband "unterwegs".

Was soll ich machen? Ich kann mich von der Angst nicht beherrschen lassen. Und es gibt nur eine einzige Sache, wie man dem begegnet: Genau das zu tun, wovor man Angst hat.

Im dem Fall eben weiter Laufen, trainieren und Fleisch essen und diese Gedanken beobachten, wahrnehmen, aber dann auch loslassen. Jeder hat da ja seine eigenen Ängste: Frauen ansprechen, vor Publikum reden, Fliegen, über offene Plätze gehen, im Fahrstuhl fahren.... die Ängste sind ja vielfältig.

Aber es gibt nur einen Weg. Es immer wieder zu machen. Das ist der einzige Weg. Ansonsten wird man von der Angst beherrscht.

Und gerade kreative Menschen, mit einer lebhaften Fanatsie, einer starken Innenwelt, sind da anfälliger, eben weil sie sich vieles sehr genau vorstellen können. Das ist die Kehrseite der Kreativität und des schöpferischen Geistes.

So oder so, ja, ich höre, nehme es wahr, aber ich kann mich davon weder abhalten, noch beherrschen lassen.

Im Psalm 91 steht:

"Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil."

Also richte ich meine Gedanken auf diese Wahrheiten aus.

 

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