Durchgefallen.
21.07.2022 12:16Es kamen ca. 60 Tropfen pro Quadratmeter runter.
Gott sei dank habe ich mich nicht von Wetteronline verarschen lassen und hatte die wichtigsten Sachen gegossen.
Deren 80% Regenwahrscheinlichkeit können sie in die Tonne treten. Eine absolut nutzlose App.
Ein paar dunkle Wolken sind im Osten vorbeigezogen.

Die Gemeinde, die ja recht groß ist, hat also tatsächlich etwas abbekommen, aber wir hier nicht. Wobei es sich hier um maximal 1-2mm pro Quadratmeter handelt, also absolute Minimengen.
Für Samstag früh sind wieder Regenschauer angesagt... lol... ich glaube denen mittlerweile kein Wort mehr.
Deren Modelle liefern da irgendwelche Wahrscheinlichkeiten, die zunehmend nicht mehr zutreffen. Wenn aber solche Prognosen nicht mehr stimmen, ist die ganze App mehr oder minder nutzlos.
Dann reicht ein Blick in den Himmel und gut ist.
Wie ist das Wetter jetzt und so muss man agieren.
Fertig.
Ich frage mich ja mittlerweile, ob diese immer neuen Temperaturrekorde nicht auch Ausdruck des modernen Geistes sind, in denen immer neue Rekorde angestrebt werden.
Schneller, höher, weiter... heißer.
Man präsentiert das in den Nachrichten so, als ob das etwas Cooles (!!!) wäre, wenn irgendwo in Deutschland über 40°C gemessen wurden.
Dabei ist es im wahrsten Sinne des Wortes der Hauch des Todes.
Ein Blick in die Natur reicht.
Und nachher wird es gottsei Dank wieder sonnig, heiß und schön windig.
Also perfektes Wüstenwetter.
Jetzt sind auch alle, oder die meisten Felder abgeerntet und bilden den perfekten Rahmen für diese Szenerie.
Wir kommen an der massiven Aufforstung nicht mehr vorbei. Es braucht mehr Wald und hier eben wieder Wälder, die essbare Produkte liefern.
Dieser ganze Getreideanbau hat solange funktioniert, wie das Klima noch einigermaßen passte, aber jetzt wirds zunehmend destruktiv.
Anscheind werden alle Regionen, die massiv auf den Anbau von Getreide setzen, am Ende zur Wüste / Steppe.
Irak, Iran, Ägypten, weite Regionen der USA, Persien... wohin man schaut, am Ende verändert sich das Klima und es wird zur Steppe, zur Wüste. Und hier sind wir jetzt mitten drin in dieser Entwicklung. Da kam das CO2 noch oben drauf, aber die Ursünde war das Roden weiter Teile des natürlichen Bewuchses, sodass am Ende der Entwicklung Versteppungsprozesse, Erosion und Deserfikation steht.
Und es geht natürlich da los, wo es eh schon wenig regnet. Also hier in Mitteldeutschland.
Ich habe hier 2016 mit dem Garten angefangen.
2016 war hier gleich ein Dürrejahr.
2017 war OK.
2018 absolute Katastrophe.
2019 heiß, aber Regen war Ok am Ende.
2020 OK.
2021 OK.
2022 wieder Dürre.
D.h. 1/3 aller Gartenjahre werden stressig, schwer zu händeln, man hat Wassermangel (alle Regentonnen und Tanks inklusive Oberflächenbrunnen fast leer), man muss permanent hinterhersein, damit es überlebt. Man erntet nicht die Mengen (die große Brombeere gestern zur Hälfte vertrocknet, trotz gießens, aber die Pflanzen sind an solche Temperaturen nicht angepasst.), Bäume müssen permanent bewässert und nachgepflanzt werden, da gerade Jungpflanzen wieder eingehen, man ist deswegen auch gestresst, kurz angebunden und (ich komme im Grunde nicht zur Ruhe, alleine, dass ich hier schreibe ist verrückt) man hat sich relativ oft in der Wolle, wenn irgendwas nicht funktioniert, eben weil man nicht mehr hinterherkommt.
Irgendwann stellt man sich die Frage, warum das Ganze noch.
Zuwas?
Warum nicht die schönen Biotomaten aus Spanien essen? Oder die Melonen aus der Türkei? Warum nicht die Gurken aus Holland und die Kirschen aus Ägypten? Äpfel gibts auch noch aus Argentinen, alles in Bioqualität!
Der Fruchtbote liefert auch Gemüse bis vor die Haustür.
Frisch aus Spanien!
Zuwas sich das hier antun, statt am Badesee liegen?
Zumal die Aussichten mehr als betrüblich... im Grunde müsste man "sonnig" schreiben, sind.
Diese Fragen stelle ich mir tatsächlich derzeit...
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