Ernüchterung.
18.05.2021 21:39In den letzten Tagen haben wir hier viel im Garten zu tun gehabt. Richtig viel. Im Mai steht immer die zweite Welle an Arbeiten an, da nach den Eisheiligen, also jetzt, die Melonen, Tomaten, Gurken und Paprika gepflanzt und die Zuccinies, Kürbisse und der Portulak gelegt / gesäht werden. OK, Mais habe ich auch mal wieder gemacht heuer. Schauen wir mal, ob es was wird. Hab schon mal wieder Lust auf Zuckermais.
Und so habe ich heute das Tomatenzelt fast komplett vorbereitet und morgen, wenn alles klappt, will ich endlich Tomaten pflanzen.
Ich bin aber heute morgen nicht so recht in die Gänge gekommen und habe erstmal den PC hochgefahren. Ein großer Fehler.
Auf Twitter bin ich mit dem absoluten Wahnsinn konfrontiert worden.
Ich möchte hier nochmal das Video vom Maaz verlinken, wo er genau diesen Wahnsinn beschreibt am Ende.
"Den wahren Zustand Deutschlands auf die Bühne gebracht zu haben."
Ich habe noch nie soviel Hass, Hetze, Diffamierung und auch Einfältigkeit gesehen wie heute unter bestimmten Hashtags auf Twitter.
Mir ist wirklich Angst und Bange geworden.
Ich habe auch zwei, drei Diskussionen geführt und mir wurde klar: die Menschen sind vollkommen verängstigt, zum Teil richtiggehend gehirngewaschen, für die ist Corona eine immense Bedrohung, sie fordern Impfpflichten und begründen das alles nicht mit eigenen Gedanken, sondern mit dem, was man ihnen quasi ins Gehirn geimpft hat.
Eine verstieg sich, ich will das jetzt hier nicht alles mit Screenshots breittreten, dass ich mich quasi impfen lassen muss, damit die Herdenimmunität ihre, so kam später raus, alte und kranke Mutter (vorher war es nur eine Mutter mit Autoimmunkrankheit) schützen muss. Und als ich mich weigerte, ich bin ja nicht für den Schutz dieser Frau verantwortlich, wurde mir Egoismus vorgeworfen.
Klartext: ich muss also das Risiko eingehen, an der Impfung entweder einzugehen, was passieren kann, oder gar schwere Nebenwirkungen zu erleiden und damit den Rest meines Lebens auszuharren, damit eine Frau am Ende ihres Lebens geschützt wird.
Ja, da bin ich jetzt mal absolut egoistisch und sagen: NEIN!
Nochmal ganz deutlich: NEIN!
Jeder ist für seine Gesundheit selbst verantwortlich.
Ich würde es von anderen auch nicht verlangen.
Ein gutes Vorbild war hier mein Vater, der, sterbenskrank, schwach und vom Krebs ausgezehrt am Ende, von niemandem Hilfe verlangte! Von niemanden. Er hat sich bis zum Schluss alleine aufs Klo gequält und sich gewaschen und hat immer gesagt: lebt euer Leben!
Natürlich habe ich mit angepackt, aber er hat es nie verlangt.
Solche Stärke im Angesichts des Todes ... da ziehe ich meinen Hut. Kein Jammern, kein Klagen, kein "Hilf Mir! Bedaure mich! Richte dein Leben nach mir!" Nichts. Im Gegenteil! Kümmert euch nicht um mich. Lebt euer Leben! Lasst mich mit meinem Leiden alleine.
Wir kommen jetzt an den Punkt, wo wir einen gesunden Egoismus brauchen, um uns vor der falschen Moral der Narzissten zu schützen.
Wo wir uns vor der heuchlerischen Falschheit, der klebrigen Scheinargumente, der hinterfotzigen Forderung nach "Solidarität" schützen müssen.
NEIN.
Das ist aber egoistisch! Ja, und das ist auch gut so.
Umgekehrt ist KEINER von denen solidarisch. Der Danisch hat das ja schon mehrfach sehr überspitzt aufs Korn genommen. Wo waren sie denn mit ihm solidarisch, als man ihn aus der Promotion warf?
Und wer von denen ist denn bereit, sein Leben zu ändern?
Die fordern Impfen, ich fordere naturbelassene Rohkosternährung!
Kurioserweise ist deren Solidarität immer nur eine Einbahnstraße.
Sie wollen nämlich alle ihr Leben so weiterleben wie bisher, und das eben auf Kosten anderer. Derer, die sich dafür die Spritze in den Arm jagen lassen sollen.
Und wenn man sich dem verweigert, kommen sie mit "unsolidarisch".
Ja, bin ich. Zumindest in diesem Fall.
Interessant sind dann die Beschimpfungen, die folgen. Wenn man sich dieser ominösen Solidarität schlichtweg verweigert.
Was mir auch aufgefallen ist: die klugen Denker, die, die wirklich hinterfragen, die sich Gedanken machen, die versuchen, die Fakten zu sehen, sind alle auf der Seite der Kritiker, während bei den angepassten Mitläufern erschreckend viel Angst, Feigheit und ... ich weiß gar nicht wie ich es beschrieben soll... Denkfaulheit herrscht.
Viele tragen ihr angepasstes Mitläufertum wie eine Monstranz zur Schau. Gerade eben bellt mich wieder einer auf Twitter an, der hat tatsächlich seinen Impfausweis mit der Coronaimpfung fotografiert und als Profilbild gewählt.
Einer hieß heute Name_"erste Impfung ist drin!".
Also man zeigt sein angepasstes Mitläufertum ganz offen, ganz ungeniert.
Erinnert stark an die Hakenkreuzbinde, das Pionierhalstuch, das FDJ-Hemd.
Der Danisch hat das auch mal bemängelt, dass man in vielen Museen nur die Symbole, die äusserlichen Merkmale sieht, nie aber die Verhaltensweisen thematisiert.
Und die finden sich heute bei denen, die schon immer regimetreue Mitläufer waren.
Aber sie selber sehen sich nicht so, sondern sie sehen sich als bessere Menschen, als unschuldig, als aufgeklärt, als auf der richtigen Seite stehend.
Sie verteidigen die Impfung mit Zähnen und Krallen und wehren alles ab, was ihren Glauben an diese Impfung erschüttern könnte.
Noch etwas ist mir aufgefallen: die DDR hat ja 1989 eine friedliche Revolution durchgeführt. Sicherlich wurde es von ganz oben toleriert und passte in ein größeres Bild, aber dennoch waren wir auf der Straße und haben für die Freiheit gekämpft.
Ich war damals 15 und mitten drin. Plus Bedrohung durch die Stasi.
Wir im Osten haben also unsere Freiheit schon einmal erkämpfen müssen. Im Westen musste man das bisher nie. Man hat sie nach dem Krieg von den Aliierten als Gegenentwurf zum Kommunismus geschenkt bekommen. Hier bitte! Grundgesetz plus freiheitlich-demokratische Grundordnung.
Da musste niemand wirklich drum kämpfen. Da musste bisher noch nie jemand was riskieren.
Die einzigen, die da noch sowas im kollektiven Unterbewusstsein zu haben scheinen, sind die Schwaben um Stuttgart, die ja 18irgendwas mal eine Revolution durchführten. Denen scheint da noch etwas Rebellentum anzuhaften.
Aber der Rest der alten Bundesländer ist erschreckend freiheitsverschenkend gerade.
Wahrscheinlich weil man den Wert nicht erkannt hat und den hat man nicht erkannt, weil man es geschenkt bekommen hat, statt es sich erkämpfen zu müssen.
Wie es auch sei, es sind dunkle Zeiten, krasse Entwicklungen und erschütternde Verhaltensweisen, die sich hier offenbaren.
Wie froh war ich da heute im Garten. Wie wunderbar, diesen Wahnsinn dort nicht erleben zu müssen.
Werft alle eure Sorge auf ihn, denn er kümmert sich um euch.
Der erste Brief des Petrus (1 Petr) 5, 7
Es ist jetzt auch die Zeit, in der man in sich Stärke, Vertrauen und Glauben finden muss. Sonst geht man unter.
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