Fleisch.
13.01.2023 18:06Wir hatten den Tag im Chat mal einen Austausch zum Thema Fleisch und dass doch jeder da andere Portionen verdrückt. Es schien doch so zu sein, dass das Thema immer noch etwas Angst macht oder man sich da per Kopf, per Entscheidung einiges verweigert.
Ich persönlich habe das auch jahrelang gemacht. Burger hat ja damals gewarnt, nachdem seine Frau Krebs bekam. Er schob es aufs Fleisch und hat dann da eine Theorie zurechtgebastelt, die die "Szene" wohl nachhaltig beeinflusst hat. Also habe ich Jahre auch viel zu selten Fleisch gegessen, dafür eben vor allem Nüsse, Avocados, und Früchte als Kalorienlieferant.
Dabei habe ich es immer sehr gerne gegessen und im Grunde ist es das, wa sich in der Rohkost am Liebsten esse. Wenn man das überhaupt so sagen kann. Oder sagen wir es mal so: ich kann monatelang ohne Früchte leben, aber nicht ohne Fleisch. Dann fühle ich mich schlapp und ich erinnere mich noch, wie ich in Österreich im neuen Job anfing und die Versorgung war noch nicht ausreichend. Da habe ich erstmal vegan gelebt und irgendwann bin ich los und habe kiloweise Heilbutt gekauft, um überhaupt wieder klarzukommen und den Alltag zu meistern.
Mehrere Schlüsselerlebnisse haben mich da zum Umdenken bewegt:
1. Der Umgang mit Rohkostkindern. Die haben fast jeden Tag Fleisch gegessen und das erinnerte mich an meine Kindheit, als ich jeden Tag in den Keller geschlichen bin, und etwas vom Schinken abgeschnitten habe. Ich habe das geliebt.
Die haben da einfach jeden Tag etwas gegessen, je nach Bedarf. Und ganz unschuldig und ohne sich da irgendwelche Gedanken zu machen. Ich erinnere mich an so manchen Besuch im Supermarkt, einfach mal spontan, um Hackfleisch zu kaufen und los gings.
Fleisch fanden die zumeist richtig gut, gerade auch die Mädels.
Aber auch da gab es Unterschiede und jeder hatte seine Portionen.
2. Ein Gespräch mit der Tochter vom GCB. Die hat das alles ganz anders erzählt mit ihrer Mutter und dass das Fleisch da keine große Rolle gespielt hätte, sondern ganz andere Aspekte. Sie sagte, ihre Mutter hätte sehr unter dem gelitten, was damals in dieser Szene los war und wie sie behandelt wurde.
Im Endeffekt sagt sie, ihr Vater hätte es aufs Fleisch geschoben, um von der eigenen Schuld abzulenken und um seine Theorie der ... ja, wie soll man das nennen... geistigen Sexualität? ... nicht in Frage stellen zu müssen.
Sie selber mag Fleisch auch sehr gerne, wie fast alle omnivoren Rohies.
Ich habe mitbekommen, dass sich Fleisch im Grunde am leichtesten verdaut, so als ob es das ist, für das wir gemacht sind. So zumindest meine Erfahrung.
Wenn ich statt dessen, wie früher, dafür Nüsse esse, bekomme ich trockene, schuppige Haut und Neurodermitisymptome.
Gekeimte Linsen, Erbsen und Erdnüsse gehen ab und an, aber nicht in den Mengen, die wirklich zufrieden machen. Früher habe ich dann mal Salz dran gemacht, aber dann bekommt man Blähungen.
Ersetze ich Fleisch mit Avocados, bekomme ich Blähungen, den Avocados enthalten auch Inulin. Ab und an Avos, so in der Saison, ist Ok, aber es geht auch auf die Leber, man kann fett werden, trockene Haut bekommen.
Fisch ist Ok, vor allem Thunfisch, aber dann hat man das Schwermetallproblem. Und das Konto ist bald leer.
Also was dann? Algen? Esse ich fast täglich.
Eier? Die habe ich erst neulich entdeckt und heute gabs vor dem Training (90 Minuten Hometrainer, am Ende war ich komplett durchgeschwitzt) gleich fünf Stück, und die geben auch Power. Aber das ist auch her so Beikost. Also schon richtig gut, aber auch damit kann man Fleisch nicht ersetzten. Klar, es braucht dann weniger davon, aber dennoch.
Ich habe einen sehr stressigen und nervlich anstrengenden Job, der mir einiges abverlangt, ich will aber auch noch in Form bleiben und trainieren, mal Gitarre ÜBEN, mal meditieren, einfach, weil ich es GERNE mache... und ich merke, ohne tierische Proteinen und ohne Fleisch komme ich gar nicht in die Erholung. In die Regeneration. Wenn man mal richtig kräftig trainiert hat, dann denkt man, mit vegan kann man ewig trainieren. Sowie man dann eine Portion Fleisch isst, spürt man die Muskeln überhaupt erst einmal und merkt, was man gemacht hat und dann kommt man überhaupt erst einmal in die Regeneration rein. Dann sagt der Körper: OK, jetzt Couch, Beine hoch und die Erholung steht an, die Regeneration.
Einer der ersten Bodybuilidingmeister der USA, Armand Tanny, war ROHKÖSTLER!!!

By Anonymous - Strength & Health Magazine. York, Pennsylvania. (February, 1950), Public Domain, Link
Armand Tanny (March 5, 1919 – April 4, 2009)[1] was an American Muscle Beach bodybuilder. He won national titles in 1949 and 1950.
After attending the University of Rochester, he moved to Los Angeles, transferring to UCLA. He enlisted in the Coast Guard in World War II, serving until discharge due to injury. He completed his degree in physical therapy.
Tanny advocated a raw food diet. He preferred tuna, beef, lobster as well as nuts, fruits and vegetables.[1] Tanny, the younger brother of fitness entrepreneur Vic Tanny, was a weightlifter prior to becoming a bodybuilder. He placed first in both the 1949 Pro. Mr. America and the 1950 Mr. USA competitions.[1][2]
Later, as one of a group of bodybuilders in Mae West's nightclub act, he organized a strike when West attempted to reduce pay of the group.
He spent much of his career writing about fitness, and was featured in numerous bodybuilding magazines.[1][2]
https://en.wikipedia.org/wiki/Armand_Tanny
Hervorhebung von mir.
Der war nach dem Krieg auf Hawai und hat da die Eingeborenen beobachtet:
He visited the Hawaiian Islands just after the Second World War and came away with a lasting impression of the Samoans. “They ate everything raw,” he noted. “You name it, fish, meat, beetles–everything! They were so strong and healthy.” On his return to the US, he became interested in the work of Weston A. Price, stating that Price’s book Nutrition And Physical Degeneration served as his Bible.
In 1948 he shut off his stove and ate just about everything raw from then on–tuna, beef, liver, lobster, oysters, clams, nuts, seeds, fruits and vegetables.
Ich habe das alles mal hier im Blog gehabt:
rohkost4.webnode.page/news/rohkost-bei-bodybuildingpionieren/
Also erstmal die tierischen Sachen und dann eben das Grünzeug und die Früchte. Und damit hat der eben auch einen sehr kräftigen und ansehnlichen Körper aufgebaut. Und die Mädels stehen eben auch auf sowas, keine Frage, solange es natürlich aussieht.
Ich finde auch, dass mit einer ausreichenden Proteinversorgung die Alterung nicht so rasant passiert.
Alles, was wir sehen, Haut, Haare, Muskeln muss sich immer wieder erneuern und dazu braucht es eben viele Vitamine und auch Proteine.
Klar, man muss aufpassen, dass man sich nicht überlastet, sonst gibts ne Erkältung und der Körper haut das Zuviel raus.
Aber mich hat das immer sehr erschreckt, wie schnell da einige meiner bewunderten Schaupielerinnern gealtert sind, nachdem sie auf eine vegane Diät gingen. Nathalie Portman zum Beispiel. Was für eine Schönheit! Und dann geht die auf vegan und dann ist sie recht schnell gealtert.
Da hatte ich mal Bilder im Blog.
Wobei das gebratene Gelumpe ja wohl wirklich auch eher belastet als wirklich nährt. Die ganzen Naturvölker haben ja oft Sachen nur angebraten.
Aber es ist wirklich die Frage, ob wir ausreichend rohes Fleisch essen!
Klar, jeder hat seinen Körper, alle sind wir ganz unterschiedlich, aber die Frage bleibt dennoch: essen wir ausreichend rohes Fleisch, um wirklich gesund zu bleiben?
Eine fast ketzerische Frage in Zeiten, wo es genau in die andere Richtung geht ideologisch. Oder? Normalerweise ist immer: Essen wir zuviel? - die Frage. Ich aber frage mich: Essen wir überhaupt alle ausreichend rohes Fleisch?
Und wenn nein, warum nicht?
Zuviel ist blöd, zuwenig aber auch!
Oder?
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