Gartenimpressionen August 2025
02.08.2025 12:13Nach der eher gruseligen Erkenntnis zuletzt betreffs KI ist es an der Zeit, dem vielleicht eine positive Vision entgegenzusetzen.
Blick in den Garten. Erstaunlich, wie sich das alles bewachsen hat. Wer will, kann da mal nach den Gartenimpressionen 2017 / 18 suchen. Oder hier schauen: f654cfc46a.clvaw-cdnwnd.com/256083ddb9a4348c70cdd6f940214574/200001510-ef7c6f078b/DSC07625.jpg
Es lohnt sich immer, Bäume zu pflanzen.
Alles trägt heuer recht üppig. Von einer Pflaume sind schon mehrere Äste abgebrochen. Obwohl wir alles schon abgestützt haben. Dennoch... Dafür sind die Melonen bisher eher mau. Erst wars zu heiß, dann zu kühl. Aber Gurken, Tomaten, Paprika.. alles in Massen. Dazu eben die ganzen einheimischen Obstsorten. Schon schön! Pfirsiche und Aprikosen waren erstklassig heuer.
Blaubeeren waren auch super in diesem Jahr.
Ich neige ja dazu, immer alles zu bepflanzen und so haben wir Gurken im Gewächshaus, aber auch draussen. Ertrag mehr als wir essen können.
Aber ich habe wieder mal beobachtet, was man eigentlich als Sündenfall bezeichnen könnte: Das Mischen. Der Freund von meiner Mutter macht sich jeden Abend seinen Gurkensalat. Aber er reibt sie nicht nur, sondern es muss eben auch Dill ran. Nun war der Dill alle. Das hat ihm missfallen. Können wir nicht neuen ansäen? Jetzt noch??? Bisschen spät. Ich habe gefragt, wieso er die Gurke nicht so isst: Schmeckt nicht so gut, da muss noch Geschmack dran.
Ohne Dill schmeckts nicht. Mit Dill schon. Also wird man dabei bleiben und alles eher noch verstärken, statt wieder zu vereinfachen. Und schon fällt man so ein bisschen raus aus der natürlichen Ordnung, erhebt sich so ein paar Millimeter über die Natur. Schon werden die Produkte nie wieder so wahrgenommen, wie sie wirklich sind. Außer man bekommt so ein Feedback wie ich nach dem Treffen 2019, als ich ziemliche Ohrenschmerzen hatte und sofort wieder mit den Salaten aufhörte (selbiges Phänomen hat mir neulich eine liebe Freundin geschildert. Salate = Ohrenprobleme). Danach kam es nie wieder. Der ursprüngliche Geschmack der Sachen aber schon.
Wenn es ohne Dill nicht schmeckt, dann heißt das nur, dass der Körper dieses Produkt ablehnt. Will ich jetzt nicht! Mit Dill, Salz, Petersilie überliste ich die instinktiven Regelungen und kann mich damit dann entsprechend überlasten. Es ist ja viel da und muss weg! Aber es ist eben eine kleine Lüge. Ein Betrug. Ein Austricksen. Wie man es auch nennt, es ist nicht zu 100% ehrlich.
Und aus dem ergeben sich eben enorme Konsequenzen. In alle Bereichen des Lebens strahlt das aus.
Das erste Ding, was passiert: Rechtfertigungen. Das Ego wird also schon gestärkt. Das mutet vielleicht alles harmlos an. Gurkensalat.. Na jetzt hör auf. Mach ich auch... aber es zeigt eben die Mechanismen des Sündenfalls.
Die Abkehr von der Ehrlichkeit. Von der Einheit. Wenn man sich da etwas zusammenbastelt, hat der Körper keine wirklichen Möglichkeiten, dass gut zu dosieren. Aber gut, da die Menschen grundsätzlich unbelehrbar sind ... lol ... Was schreibe ich überhaupt?
Die Grundidee dahinter: Ich weiß es besser, wie man Körper. Das Ich wird also gestärkt. Im Gegensatz dazu: Ich höre auf meinen Körper. Das ist dann etwas mehr Gehorsam. :-)
Aber wie gesagt... Mein Wort in Gottes Ohr.
Gewächshaus. Die Melonen sind hinten schon fast alle raus, die Gurken sind auch langsam durch, neue stehen schon bereit.
Der Hühnernachwuchs. Boah, gestern war kurz vor neun ein riesiges Trara im Hühnerauslauf. Ich hatte gerade Sport gemacht und nur kurz geschaut, was da los war. Anscheinend haben sie sich über ihre Plätze gestritten im Stall. Dachte ich jedenfalls.. aber so heftig heute? Dann fehlte aber ein Huhn kurze Zeit später. Nachts beim Ausflammen des Stalls (gegen Milben) habe ich sie gefunden. Lag irgendwo. Vom Kopf bis zum Rücken alles abgefressen. Ein Marder. Jetzt sind wir alamiert und müssen den Stall eher zumachen. Bisher hatten wir mit Mardern keinerlei Probleme, aber gestern wars soweit.
Na ja, aus Schaden wird man klug.
Sind schon süß, die Pieperlies.
Überall steht was.. lol .. Entweder was zum Essen, oder irgendwelcher Krimskrams..
Man kommt nie hinterher, da auch nur ansatzweise alles zu verkonsumieren... Muss man ja auch nicht.
Der Gemüsegarten.
Alles, was Kreuzblüter heißt, kommt unter diese Netze, sonst ist der Erdfloh dran. Wobei es jetzt geht. Es ist nicht mehr so heiß und trocken. Sondern ein ganz gewöhnlicher, normaler deutscher Sommer. Aber ich will da nichts riskieren...
Was man auch überschätzt, ist die Arbeit, die es braucht. Ich bin da nie mehr als eine, zwei Stunden beschäftigt. Inklusive Gießen. Außer, ich bereite mal Beete vor und bepflanze die dann, aber alles in allem hält es sich doch sehr in Grenzen, was man da an Zeit benötigt. Im Frühjahr, ja, da muss man Zeit investieren, aber jetzt ist es Erhalt und Pflege. Gießen, mal Unkraut zupfen, mal Rasen mähen, mal Äste abstützen, mal Beete vorbereiten und neu bepflanzen / ansäen, mal den Hühnerstall ausflammen, mal Tomaten ausgeizen / anbinden ... ansonsten ernten und futtern.
Die Herbstsachen sind auch schon erledigt (Blumenkohl, Weiß- und Rosenkohl), Zwiebeln sind raus, jetzt kommen noch Spielereien wie Mairübchen, Rucola, Asia- und Wintersalate, aber erst, wenn das Gewächshaus leer ist.
Und was man selber nicht verkonsumiert, bekommen die Hühner... somit ist das ein netter ökologischer Kreislauf.
Das Tomatenzelt.
Das haben wir in der Höhe verändert. Jetzt gefällt es mir deutlich besser. Alles hängt voll. Das Problem: Ich bekomme von den Tomaten wie Mückenstiche unter den Achseln und der Leistengegend. Ich muss dann mal ein paar Tage pausieren. Meiner Mutter geht es ähnlich. Also bei den Tomaten werde ich mich auch reduzieren... Es ist einfach mehr als genug da. Und ab Mitte September, wenn es kühler wird, schmeckt es eh nicht mehr wirklich. Dann geht es wieder Richtung Low Carb.
Das ist noch die Originalhöhe. War viel zu niedrig, aber man fängt eben mal ganz naiv an und, na ja, dann verändert es sich eben wieder. So richtig beeindruckend sind die Melonen in diesem Jahr nicht. Keine Ahnung, was da los ist. Wahrscheinlich zu kalt.
Kurz nach dem Regen steht alles gut.
Ich habe aber wirklich jede Ecke mit irgendetwas bepflanzt. Jetzt muss ich an bestimmten Stellen (in den Hecken) schon Sachen rausschneiden, weil es zu eng geworden ist. Aber es ist eben auch nett, wenn überall was wächst, was man essen kann. Ich finde das cool. Hier ein recht überzüchteter Wein...lol
Endivien für den Herbst. Die kommen dann ins Gewächshaus. Die Hühner freuen sich und ich mich auch.
Der Hühnerauslauf. Das war auch mal Garten. Oder ist es noch. Ich hab das Stück im Frühjahr sogar umgebraben und vorbereitet, wollte Mais anbauen für die Hühner, dann aber gemerkt, dass es doch etwas zu viel wird.. die Hühner haben es schön frei gehalten und nehmen dort ihre Staubbäder.
Die Sträucher mittig-links sind Maulbeeren. Haben sogar getragen. Waren gut!
Man hat schon gespottet, dass man sich hier an irgendeinen Platz hinlegen kann und irgendwann fällt einem eine Frucht in den Mund. Oder man macht die Augen zu, den Mund auf und es ist unvermeidlich, dass man ne Frucht zwischen den Lippen hat. Eben weil in diesem Jahr wirklich alles voll hängt. Oder hing.. die Aprikosen und frühen Pfirsiche sind schon aufgefuttert. :-)
Der Hühnerauslauf. Die können sich wirklich nicht beschweren. Und vielleicht hätte das Huhn sogar überlebt, aber ich habe ein kleines Stück mit einem Netz überspannt, da ist sie drauf geflogen und kam nicht mehr runter, schon hat sie der Marder da erwischt. Es sollte eigentlich die Milane abhalten. Na ja, jetzt habe ich es weggemacht. Für den Milan ist es eh zu dicht bepflanzt. Aber in der Nachbarschaft wurden schon Hühner geschlagen. Aber hier haben sie schon gute Deckung.
Insgesamt ist es gerade so eine Übergangszeit zwischen alten Bäumen und neuen. Der Helios links liegt in den letzten Zügen, die Walnuss kommt langsam hoch.
Alles hängt voll... Prinz Albrecht von Preußen. Guter Apfel. Rechts dahinter ein Klarapel. Extrem gut! Links Golden Delicious.
Die Sache ist die: Wenn ich nicht auf Rohkost umgestellt hätte, hätte ich das alles nie gemacht. NIE. So aber kam das automatisch. Ernährung umgestellt, schon kamen Ideen wie Rohkostgemeinschaft, Garten, Bäume pflanzen, Humusklo... lol... Das waren im Grunde die geistigen Begleitprodukte der Rohkosternährung. Plötzlich hat man das alles erstmal wert geschätzt. Und man möchte auch die Versorgung in eigene Hände nehmen.
Vom besseren Geschmack ganz zu schweigen.
Und es kam eben nicht aus Verpflichtung oder weil man eben auffm Dorf wohnt, sondern es war die Begleitmusik der Rohkost. Vorher hat mich das NULL interessiert. Jetzt würde ich noch viel mehr machen. Also liebes Universum, Du weißt, was ich meine! :-)
Cool ist es natürlich, wenn man das mit Leuten machen kann, die es auch in sich spüren. Die auch diesen Zugang haben... Aber es geht dabei gar nicht so wirklich um Gesundheit. Man kann sich auch mit Rohkost krank fressen, wenn man nicht aufpasst. Es geht eher um diese feineren Energien.
Ich hatte ja schon mehrfach die Geschichte von einem guten Freund erzählt, der damals in Frankreich im damaligen Rohkostzentrum lebte. Da kam ein Mädel, aber da war jetzt nichts. Nachdem sie aber eine Weile roh gegessen hatte, öffnete sich etwas und es entstand eine gewisse Magie, ein Zauber, etwas Feines. Dann ging sie weg, kam wieder.. Nichts. Zauber war fort. Es gab in der Außenwelt eben wieder normales Essen. Erst, nachdem sie wieder eine Weile roh gegessen hatte, wars wieder da... Da passiert eben wirklich was, wenn ich mich so ernähre.
Oder ich habe mich mal sehr gut mit einem Mädel verstanden. Wir waren, auf eine fast magische Art und Weise, ein Herz und eine Seele. Keine Ahnung, wieso, hat halt gepasst. Dann wars vorbei mit der Rohkost und zack.. Trennung. Die Energie, die Schwingung hat sich verändert.
Oder ein befreundetes Pärchen. Gut verstanden, sich oft besucht, super Austausch, eine Wellenlänge. Dann aufgehört mit Rohkost.. Vorbei.
Ich habe das oft dann mit dem Familiensystem von Hellinger analysiert. Erst stand man sich ganz nah und plötzlich...ganz weit weg.
Na ja, also, die Fläche, die man hat, ist ja egal.. Man muss aus dem was machen, was man hat. Manche haben nur einen winzigen Garten, andere haben 5 Hektar vom Opa geerbt. Andere haben so ein Stück wie wir hier. Und man kann auch überall wieder anfangen. Vieles geht so schnell. Tomaten, Himbeeren, Gurken, das kann man schon im ersten Jahr ernten. Das dauert alles gar nicht so lange... Man muss nur etwas pflegerisch hintersein.
Aber es macht ja auch Spaß! :-)
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