Gurkenschwemme

25.07.2022 15:34

Das erste Mal, seit ich hier angefangen habe zu gärtnern, haben wir richtig viele und richtig gute Gurken! Sonst hatte ich die ja immer im Freiland, aber da waren die Erträge weitaus geringer und die Pflanzen waren auch schneller hin. Entweder war es zu lange zu kalt, oder es gab mal eine Mehltauplage, bei der es die Gurken in Rekordzeit zerlegte.

In diesem Jahr sind die aber echt gut!

Im Keller stehen nun schon drei große Kisten.

Überschüsse bekommen dann auch die Hühner. Die fressen das auch recht gerne, wenn man es vorab reibt.

Ich muss zugeben, dass ich etwas erschlagen bin von der Masse. Damit hätte ich aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre nicht gerechnet. Aber gut, man kann sich dann auch mal richtig satt essen und wenn man sie etwas länger an der Mutterpflanze lässt, werden sie dick und prall und sogar leicht süß. Zumeist werden sie viel zu zeitig geerntet und haben noch nicht dieses gute Gurkenaroma. Im Handel sind die zumeist alle "unreif". So wollen es die Kunden aber anscheinend.

Mir schmecken sie aber am besten, wenn sie schon gut Kerne ausgebildet haben, aber diese noch nicht ausgereift sind.

Erntet man die zu früh, dann sind sie oft etwas pelzig auf der Zunge und es fehlt die feine Säure, die sich um die Kerne herum bildet.

OK, lässt man sie zu lange an der Pflanze, können sie von der Blüte her auch bitter werder. Es bedarf also wieder etwas Gefühl und man muss probieren. Ganz wichtig erscheint mir aber die gute Wasserversorgung, sonst werden sie erst recht bitter.

Und gießen musste man heute wieder reichlich.

34°C und ein heißer Südwind, der alles Wasser aus dem Boden saugt. Also im Grunde reines Wüstenwetter.

Ich frage mich gerade, ob wir auch deswegen dieses Wetter vermehrt haben, weil in Richtung Süden keine Massen an Windkraftanlagen stehen.

Richtung Süden gibt es Richtung Sachsen / Thüringen noch ein paar WKAs, aber es hält sich in Grenzen. Bayern hat sich generell zurückgehalten.

Frage: kann es sein, dass der Zustrom heißer Luft aus dem Süden quasi ungehindert fließen kann, während die kühlenden und feuchten Luftmassen aus Westlicher und nordwestlicher Richtung nun nicht mehr ungehindert fließen können?

Strömt also heiße Luft aus dem Süden ungehindert nach Norden, während kühlende Luft aus West / Nordwest am freien Zustrom gehindert wird?

Wird es deswegen regional heißer und trockener und hier eben vermehrt in den ostdeutschen Bundesländern?

britishbusinessenergy.co.uk/wp-content/uploads/Map-of-European-Wind-Farms.png

Die Westeuropäer sind hier sehr eifrig, während die Osteuropäer eher zurückhaltend sind in Sachen Windkraft.

Und die möglichen Folgen?

 Credit: Copernicus Sentinel data (2019) ESA - Copernicus Sentinel data (2019)

scx2.b-cdn.net/gfx/news/hires/2019/europewarmin.jpg

Climate change is increasing the number of days of extreme heat and decreasing the number of days of extreme cold in Europe, posing a risk for residents in the coming decades, according to a new study.

Temperatures in Europe have hit record highs this summer, passing 46.0 degrees Celsius (114.8 degrees Fahrenheit) in southern France. New research in the AGU journal Geophysical Research Letters finds the number of summer days with extreme has tripled since 1950 and summers have become hotter overall, while the number of winter days with extreme cold decreased in frequency by at least half and winters have become warmer overall.

phys.org/news/2019-08-europe-faster-due-climate.html

Also im Grunde exakt das Ergebnis, was man erwartet, wenn man die Balance verändert, bzw. in diese Balance eingreift. Während der Zustrom heißer Luft aus Süden quasi ungebremst vonstatten geht, wird in den Zustrom kühlender und feuchter Luftströmungen massiv eingegriffen.

Interessant ist die Tatsache, dass sich die ganzen Osteuropäer bisher betreffs Windkraftausbau doch vergleichweise stark zurückgehalten haben und anscheinend nicht diese Dürrehäufigkeit aufweisen wie wir hier mittlerweile.

wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Datei:D%C3%BCrreh%C3%A4ufigkeit1950-2012.jpg#file

Ist zwar schon 10 Jahre alt, aber man sieht deutlich, wo die Dürren zuletzt vermehrt auftraten und wo nicht. Je weiter nach Osten,  desto nasser wird es anscheinend sogar.

Was sich auch mit meiner Beobachtung auf windy.con deckt. Man kann dort mit schöner Regelmäßigkeit beobachten, dass sich die Regengebiete Richtung Osten wieder "fangen" und ab Mitte Polen regelmäßige Niederschläge bringen, während die Windkraftausbaugebiete oft geringere Niederschläge haben. Gerade Ostdeutschland ist da betroffen.

Nochmal: wir haben massiv in den Naturkreislauf eingegriffen!!!

Wir entziehen dem Zustrom aus Westen und Nordwesten massiv Energie! Genau das war ja das Ziel!

Die Frage ist eben, bringt dieser Eingriff das natürliche Gleichgewicht aus der Balance?

Und wenn ja, wie stark?

Zumal eben an anderer Stelle auch entsprechende Veränderungen aufgetreten sind. Zu nennen wäre hier die Versiegelung. Auch die hat gerade in Westeuropa massiv zugenommen. Oder durchaus auch das CO2 und andere Klimagase, welches zugenommen hat.  Oder eben der Flugverkehr, der sooft künstliche Schleierwolken generieren, die dann die Wärmeabfuhr nach oben behindern.

Quelle: www.eea.europa.eu/de/signale/eua-signale-2019/infografiken/aktueller-stand/image

Aber alleine wenn man Strömungen verlangsamt, wie man es auch beim Ausbau der Wasserkraft beobachten konnte, dann verändert sich eben auch des ganze System.

Vor dem Wehr wird der Fluß angestaut, verlangsamt seine Fließgeschwindigkeit, was zur Folge hat, dass das Sediment ausfällt, der Sauerstoffgehalt abnimmt und sich die ganze Fauna und Flora des Flußes ändert. Hinter dem Wehr herrscht dann erst einmal Wassermangel.

Also Eingriffe in natürliche Strömungsverhältnisse haben eben auch entsprechende Wirkungen. Die Frage ist, sind die erheblich? Oder unerheblich? Und wie stellen sie sich in Kombination mit anderen Wirkfaktoren dar?

Es macht mich schlichtweg unrund, dass es dazu keine wirklichen Daten gibt und man da so im Nebel rumstochern muss. Aber was wäre, wenn es Daten gäbe und die würden zeigen... würde man das angesichts der politischen Situation überhaupt würdigen?

Der Ausbau der "regenerativen" Energien ist ja oberste Agenda und man plant weitere Windkraftanlagen. TAUSENDE! Natürlich noch größer, noch leistungsstärker. Wachstumsmotor nennt man das.

Gleichzeit, nehmen wir einfach mal an, die haben erhebliche Auswirkungen, vielleicht eben in Kombination mit anderen Wirkfaktoren, schiebt man die dann eintretenden Veränderungen eben auf das CO2.

Das sieht dann für die Zukunft überhaupt nicht gut aus. Zumal die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass Kritiker doch recht oft gemobbt werden, wenn sie es wagen, eine andere Sichtweise zu haben. Dem Tichy ist es jetzt so ergangen.

twitter.com/ZStadtfux/status/1550522245717671936

Dabei ist die Frage absolut nicht trivial!

Aber da werden bestimmte Sichtweise überhaupt nicht mehr zugelassen. Mittlerweile steht es aber 48:0 für die Aluhüte. Vieles, was die zum Beispiel betreffs Impfung sagten, ist ja eingetreten (keine echte Wirkung, Nebenwirkungen, Fruchtbarkeit, Herzprobleme bei Sportlern, Impfpass).

Und ein Beispiel, welches wirklich demütig machen sollte: Ignaz Semmelweis.

Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen.[2] Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin.

Deswegen wird man, selbst wenn es evident wird, dass es wegen dieser Dinger (ein paar sind ja OK, aber wieder diese Extreme!!) zunehmend Trockenheit und Dürre als Folge gibt, diese einfach aufs CO2 schieben.

Gerade eben ging das erste echte Gewitter des Jahres hier durch. Brachte ca. 6-7mm Niederschlag. Immerhin.

Im Wetterradar sieht man eben, dass diese belebenden Tiefdruckwirbel von Westen reinströmen:

www.wetteronline.de/wetterradar?mode=interactive&wrx=51.07,15.36&wrm=3.87

Und es ist wirklich wie beim menschlichen Organismus: die Lebensenergie strömt durch den Körper. Viele denken ja dann, sie "haben" Energie, dabei sind sie die Energie. Diese Wirbel SIND das Leben!

Das Ich nimmt es nur abgetrennt von sich wahr. Aber die strömende Energie ist Leben.

Im Fall der Erde belebt sie durch lebensenergetisch aufgeladenes Wasser die Natur. Lässt sie wachsen, gedeihen, lässt das Leben sich entfalten und entwickeln.

Fehlt es, kommt es zur Wüstenbildung. Die Frage ist halt, wieso nicht alle Teile des Organismus gut durchströmt werden. Wieso es mittlerweile Zonen gibt, die schlicht abgestorben sind und wo nur noch bescheidenes, karges Leben möglich ist.

Und was passiert, wenn man abertausende Windkraftanlagen in diese Wirbel stellt? Gerade als Ökologe hat man gelernt, dass das einfach Denken oft falsch ist, eben weil man die komplexen Wechselwirkungen nicht überschauen kann. Und oft ist man überrascht, was passiert, wenn man in natürliche Gefüge eingreift. Die ganzen Ökologen können da ein Lied von Singen. Da passieren auch oft die wildesten Überraschungen, womit schlussendlich niemand rechnete.

Die Natur ist eben doch sehr komplex und man dürfte immer nur sehr behutsam eingreifen. Nicht so brachial-ideologisiert drauflosbauen. Wie ein paar verrückte Ochsen, die durchdrehen.

WACHSTUM!!!

DEN PLANETEN RETTEN!

Und dann loswegen wie die blinden Ochsen.

Na schauen wir mal, ob sich das irgendwann mal deutlicher darstellt.

Derzeit eben Spekulationen, Gedanken, Überlegungen.

Wie so oft politisch unkorrekt.

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