Ich habe Hunger!
28.01.2022 18:15Und irgendwie nicht das Richtige da.
Also ich merke, dass ich gerade auf etwas anderes Bedarf habe als sonst. Was ja bei Infekten oft der Fall ist. Da lebt man so dahin, dann hat man irgend etws und plötzlich schlägt der Bedarf um.
Wenn man aber wie ich nun in Quarantäne sitzt, und das bis einschließlich nächsten Donnerstag, dann wird es schwer, dem mal nachzugehen.
So richtige Lust habe ich eigentlich nur auf Grantäpfel und Cherrimoyas, Mangostane wäre auch cool gewesen, aber das war schon alles ausverkauft und die nächste Lieferung aus Spanien kommt erst am 8.Februar.
Mal sehen, ob der Bioladen was organisieren kann.
Ansonsten geht es immer weiter aufwärts. Also wirkliche Beschwerden habe ich keine. Nase leicht verstopft, zwei, dreimal kurz gehustet heute, Kopf- Gliederschmerzen aber soweit abgeklungen. Insgesamt noch etwas relaxed, also auf Sport hätte ich keine Lust, spiele / übe aber recht viel Gitarre.
Da kommen schon mehrere Stunden zusammen und das braucht Energie, das merke ich gerade.
Gestern kam der Befund vom Labor.
Ich weiß nicht, ob es Sinn hat, den hier zu veröffentlichen. Interessant ist, dass dort auch genetische Untersuchungen gemacht wurden und dass es vermutlich die Omicron-Variante ist.
Na ja, warum nicht.
Jetzt liege ich erstmal auf der Couch, bevor ich noch eine Stunde sitzen möchte.
Mir ist aufgefallen, dass oft solche Infekte auch mit seelischen / geistigen Entgiftungen oder veränderten Zuständen einhergeht.
Ich habe zumindest das Gefühl, dass sich da noch einmal etwas getan hat und ich noch mehr loslassen konnte, was oft in solchen "dunklen Zeiten" hochkommt.
Ein wichtiger Punkt erscheint mir, die Angst vor der Angst zu verlieren. Es passiert immer wieder, dass beim Sitzen etwas hochkommt, was man eigentlich nicht mag und oft sind es auch Ängste oder gar Panikgefühle (etwas, was wohl tief mit den traumatischen Erlebnissen in der frühen Kindheit verbunden ist). Das ist unangenehm, aber mir ist aufgefallen, dass es seine Macht verliert, wenn man die Angst vor der Angst verliert.
Dann werden diese Gefühle zu dunklen Wolken, die am Himmel ziehen, aber mehr auch nicht.
Das scheint mir ein Teil der Heilung zu sein, denn der Atem geht befreiter und tiefer.
Auch merke ich, dass mir vieles, was bisher für mich galt, zu eng geworden ist.
Es fühlt sich an, als ob ich aus einem zu engen Kokon herauswachse.
Dazu zählen Verhaltensweisen, Denkmuster, Gefühlsstukturen, Überzeugungen.
Als ob das zu eng geworden ist.
Was weiß ich, schwer zu beschreiben.
Was mir auch aufgefallen ist: bei mir legt sich Stress seit frühester Kindheit extrem auf die Bronchien. Bei Stress spannt man ja den Nacken und die Schultern an, zieht die Schulterblätter zusammen. Oft merkt man das gar nicht, aber wenn man mal sitzt, fällt auf, wie verspannt man da ist
Dort laufen aber auch viele Nerven lang und wenn man da angespannt ist, spannt man auch den Brustkorb, das Zwerchfell, die Bronchien an.
Ich muss irgendwann mal eine Situation gehabt haben im Leben, wo ich fast erstickt wäre, das kann bei der Geburt gewesen sein, als ich die Lungenentzündung hatte, oder bei einer Narkose (Mandel-OP, Leistenbruch vor der Rohkost).
Aber wenn der Stress zunimmt, die Anspannung in der Wirbelsäule auch, dann habe ich oft das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen, dass alles zu eng wird, dass ich keine Luft mehr bekomme, in Panik gerate, im Stres, im Zuviel, im falschen Leben ertrinke und ersticke.
Das ist wie eine Art Instinkt, dass etwas in meinem Leben nicht passt, dass etwas zuviel geworden ist.
Und oft hbe ich das als Schwäche interpretiert. Was ja Quatsch ist, denn wenn ich Anans esse und es brennt im Mund, ist das ja auch keine Schwäche, sondern ein Signal des Körpers, dass es reicht.
Und mir reicht es schon lange. Im Grunde seit ich in die Kinderkrippe gesteckt wurde.
Deswegen war ich schon früh oft krank. Kinderkrippenkrank. Trennung = Fremde = Stress = Anspannung = Gehemmte Atmung.
Wenn das seit frühesten Kindheit ist: Dauerblockade in den entsprechenden Körperbereichen.
Oft merkt man es schon gar nicht mehr.
Und das geht nicht nur mir so, dass ist ein Massenphänomen. Wir führen ja alle ein falsches, ein unechtes und selbstentfremdetes Leben. Das geht ja in der Kindheit schon los. Kita, Schule. Zwanzig Leute machen, was einer vorne vorgibt, nicht, was ihre Talente, Biorhythmen, Zyklen, Phasen, Impulse sind.
Das kann nie gesund und glücklich machen.
Man passt sich an, dealt mit dem Stress. Und die, die sich daran am besten anpassen, werden belohnt, der Rest ist eben Problemkind.
Später hat man dann ein Heer an süchtigen und stresskranken Erwachsenen, die das Zuviel mit Alkohol, Essen, Drogen, Rauchen usw. ableiten.
Das ist ja ein Massenphänomen.
Das Resultat eines falschen Lebens von der Wiege an.
Ich kann nur hoffen, dass das irgendwie jetzt auch mal gesellschaftlich auf die Tagesordnung kommt.
Weil ganz ehrlich: so kanns nicht weitergehen!
Der allgemeine Stresspegel ist nicht mehr gesund.
Und das sieht man den Menschen auch an.
So, mein Problem ist dennoch noch da... ich habe Hunger, aber alles entweder wenig anziehend, oder unreif.
Pffff........
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