Intern vs. extern.

22.07.2025 16:56

Gestern habe ich mir beim Sport nebenbei ein Video vom Urs Kalecinski geschaut. Das hier: youtu.be/7jE5I-9QUgk

Da sieht man auch sein schwarzes Homegym. Aber irgendwo im Video unterhalten sich die beiden und kritisieren die ganzen Youtube-Fitnesscoaches. Derzeitiger Trend anscheind "science based". Und beide meinten, dass es eigentlich viel wichtiger ist, Spaß zu haben! Das zu machen, was einem Spaß macht, was einen erfüllt, wo man Bock drauf hat, statt sich an irgendwelche Trainingsplänen zu klammern, die aber keine Freude machen. 

Das ist ein ganz wichtiger Punkt, der sich so auch in der Rohkost findet. Die instinktive Weg hat ja als Oberziel den Genuss. Sprich, dass man das isst, was am besten riecht und schmeckt. Und damit ist eigentlich alles gesagt. Danach kommen nur noch Einschränkungen, weil man es eben mit dem Problem der Züchtungen, der Verfügbarkeit und der mentalen Beschaffenheit zu tun hat. 

Alles dreht sich im Grunde um diese drei Problemfelder, die den instinktiven Weg eben behindern. Zuchtfrüchte bringen einen aus dem Gleichgewicht, wenn man da nicht höllisch (!!!) aufpasst, die Verfügbarkeit (Bananen im Winter, Früchte aus fernen Ländern) kann notwendige Fastenphasen verunmöglichen, mentale Konstrukte (vegan, carnivore, wenig essen, die ganzen Ideen, aber auch Süchte, Gewohnheiten) können ebenfalls Stolpersteine sein. 

Aber das Grundding ist: Iss das, was im Naturzustand (!!!) am besten riecht und schmeckt. Aus. 

Und genau das ist auch beim Sport so wichtig. Dass man Spaß hat, dass man das trainiert, was einem Freude bereitet, was einen erfüllt. Laut Wissenschaft trainiere ich viel zu viel! Wenn ich aber nie etwas von Wissenschaft gehört hätte, bliebe nur der Spaß übrig. Ich trainiere so, weil es mir Spaß macht. Ich gehe da auch intuitiv / instinktiv ran und irgendetwas in mir, ich nenne es den inneren Trainer, sagt mir immer, was zu tun ist, was ansteht, wie intensiv es sein soll.. sowas.. Ich habe auch einen inneren Planer, der mir sagt, was im Garten und rund ums Haus zu tun ist. Das ist so ein intuitives Ding und funktioniert auf vielen Ebenen.

Und wenn ich mich daran orientiere, mich daran ausrichte, habe ich Spaß und bin zufrieden. 

Der Genuß, die Freude, die Zufriedenheit sind es, die einem im Grunde zeigen, was richtig ist. Dazu muss man sich natürlich ersteinmal aufraffen, aber mit der Zeit pendelt sich das ein und man bekommt da einen intuitiven Zugang. 

Da hat der Urs halt etwas sehr wahres angesprochen: Die interne oder die externe Ausrichtung. Vertraue ich mir selbst und meiner inneren Führung, oder klammere ich mich an externe Geschichten? 

Nach einer gewissen Zeit auf dem Weg sollte es immer mehr in Richtung interne Führung gehen und hier sind, wie schon geschrieben, Freude, Spaß und Zufriedenheit die maßgeblichen Rückmeldungen, die man erhält, wenn es passt. 

Wissenschaft arbeitet ja auch immer mit großen Daten und filtert aus diesen Daten mittels Statistik das heraus, was eben für die meisten zu passen scheint. Ausreißer und Extremfälle werden da ja zumeist ausgekammert und mathematisch glattgebügelt. 

Das Leben ist aber ein sehr individueller Weg und sicherlich kann man sich inspiriren lassen, aber man sollte seine eigene Entscheidungshoheit nicht aus der Hand geben. 

Was nützt es, wissenschaftlich basiert zu trainieren, wenns keinen Spaß macht? 

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