Mobilitätstraining
15.01.2023 12:41Die letzte Woche habe ich sechs Trainingseinheiten absolviert. Krafttraining, Laufen, Radfahren auf dem Hometrainer. Gestern habe ich Rücken / Bizeps trainiert. Erst Klimmziehen. Ich mache da immer so viele, wie ich schaffe, dann noch viele Einzelzüge bis ich 20-23 absolviert habe, dann zwei Minuten Pause, dann der nächste Satz. Also das ist extrem intensiv, weil ich jetzt einfach mehr Klimmzüge mache, auch wenn ich immer kurze Pausen, vielleicht 5 Sekunden, zwischen den einzelnen Zügen mache. Aber man hangelt sich da viel länger am Muskelversagen entlang, als wenn man nur einen Satz so macht.
Am Ende waren es über 110 Klimmzüge und wie gesagt, dass ist sehr viel intensiver als vorher. Ich brauche dann auch ein paar Tage Pause, bevor ich wieder Rücken trainiere.
Bei den Liegestützen habe ich es auch so gemacht.
Erst so viel wie geht, bis kurz vor dem Muskelversagen, kurz ausschütteln und dann immer wieder neuen, bis ich 40 Stück absolviert hatte. Das ganze fünf Mal, bis ich 200+x zusammen habe ... auch da... boah.. intensiv und nach 30-40 Minuten ist man wirklich ausgepowert.
Das habe ich jetzt bei allen Übungen mal gemacht. Also z.B. Trizepsdrücken. Da mache ich 12 Wiederholungen, kurz ausschütteln, dann weiter, noch einen, ausschütteln, noch zwei, ausschütteln, kurz durchatmen, nochmal.. bis ich 20 Stück habe...
Gestern Langhantelcurls nach den Klimmziehen. 10 Wiederholungen, Hantel absetzen, kurze Pause, wieder ran. Bis ich 20 hatte. Das Ganze drei mal, dann war ich platt und heute merke ich, was ich trainiert habe.
Es reichen dann zwei, drei Sätze und man ist durch. Reicht.
Was ich aber jetzt auch mache, ist Mobilitätsstraining. Also Yoga, Dehnen, sowas.. auf Youtube gibt es da ja hunderte Videos.
Aber ich habe gemerkt, dass das immer wieder gut ist, mal alles durchzudehnen.
Habe ich eh immer gemacht, aber jetzt etwas intensiviert. Man wird ja auch älter und es kann nur gut sein, seine Beweglichkeit, auch geistig dann, zu behalten.
Auf Youtube ist gerade ein amerikanischer Neuroweissenschaftler sehr "in" und wird viel geschaut. Dr. Andrew Huberman. Der sieht auch fit und gesund aus, also ist selber auch ein gutes Beispiel. In diesem Video hier:
erklärt er, wie man im Grunde immer Motivation zum Sport findet, einfach indem der Sport, oder auch das Leiden, das sich Quälen (lol) selber zum Ziel wird, zur Quelle des Glücks. Wobei man mit instinktiver Rohkost einfach auch lernt, immer im Bereich des Genusses zu bleiben.
Und genau das habe ich schon vor ein paar Jahren für mich selber entdeckt. Nicht der Sport als Mittel zum Zweck, dass danach irgendetwas besser wird, sondern das Tun selber wird zur Quelle des Dopamins, also des Glücks. Ich trainiere und genau DAS macht mich glücklich, nicht dass ich danach besser aussehe oder das Essen besser schmeckt.
In der Meditation ist es ja auch so. Nicht die Entspannung, das Glücklichsein danach, oder was auch immer an guten Dingen da herauskommt, sondern das Tun selber, das Sitzen selber ist es, um was es geht und wenn man das mal für sich entdeckt hat, dann hat man auch immer Motivation zum Sport, zum Sitzen, was auch immer.
Wenn es einen, hört sich etwas masochistisch an, aber ist wirklich so, glücklich macht, wenn man es TUT. Und dann eben auch, wenn es mal anstrengend ist und auch weh tut. Also im Sinne von Muskelerschöpfung. Dann brennen ja die Muskeln und wenn man daraus "Genuss" schöpfen kann, hat man auch immer Motivation, Sport zu treiben.
Das gilt auch für die Rohkost und es ist im Grunde die Basis all dessen, was ich bisher geschrieben habe. Die Rohkostpraxis hat mich eigentlich ganz am Anfang auf dieses "Konzept" gebraucht. Lange vor dem Andrew Huberman. Als erstes isst man ja roh, um irgendetwas zu erreichen. Gesundheit, Gewichtsverlust, was auch immer... aber irgendwann ist die Rohkost, die Praxis selber die Quelle des Genusses, des Glücks.
Der Weg wird zum Ziel.
Die Praxis selber ist es, auf die es drauf ankommt und die einen, im Falle der Rohkost ja sprichwörtlich, Genuss verschafft. Dann wird das TUN wichtig, nicht mehr das, was danach kommen soll. Ist ja auch klar: wenn man Genuss aus dem zieht, was man tut, dann tut man es immer und immer wieder. Und im natürlichen Kontext führt es einem dann (hoffentlich :-)) zu Gesundheit, Spaß, mehr Lebensqualität.
Also wer es schafft, Glück (Dopamin) aus dem Tun selber zu generieren, hat wirklich immer Motivation für diese entsprechenden Sachen.
Und am einfachsten ist es eben mit der instinktiven Rohkost, eben weil man da eigentlich immer den Genuss hat und dann werden die ganzen Ideen, die man hatte, wieso man das macht, irgendwann garnicht mehr so wichtig, sondern die Praxis selber ist es, auf die es ankommt und die man dann auch gerne absolviert.
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