Zu träge...

11.04.2021 21:32

Ich schaue gerade Nuoviso und mir fällt mal wieder auf, was das Problem in diesem Land ist: wir haben zuviele Mitläufer. Zuviele Menschen, die träge sind und sich am Ende, zwar unter Meckern und Zetern, aber am Ende doch dem Irrsinn und der Willkür dieser Zeit beugen.

Dabei ist doch JETZT die Zeit, Flagge zu zeigen und zu sagen: Ich mache da nicht mit! (Bei dieser absurden Testpflicht).

Und das ist nicht mal schwer: Jeder könnte ja jetzt seine Kinder daheim lassen, da die Schulpflicht ausgesetzt ist, aber man meckert und schimpft, zeigt sich besorgt, aber am Ende werden die Kinder getestet.

Und nur das zählt.

Nicht die Worte, nicht das Geschwätz, die Rechtfertigungen. Am Ende zählen die Taten.

Und das ist es, was einen Mann zu einem Mann macht.

Das was man tut.

Das ist es, was dich definiert.

Wir haben in diesem Land wieder dieses elende Mitläuferproblem, dieses elende Gehorsamkeitsgetue, dieses elende Mitmarschieren in eine am Ende für uns alle desaströse Richtung.

Mir ist aufgefallen (ich habs jetzt ausgemacht, das Geschwätz geht mir auf den Sack), dass die sich dann auch in Rechtfertigungen, in idealistische Wunschvorstellungen und in Geschwätz ergehen, was im Grunde nur eines ausdrückt:

Wir handeln nicht nach dem, was uns unser Herz sagt.

Wir hören nicht auf unser Herz, weil wir zu feige sind, zu träge, zu wenig Vertrauen zum Leben haben. Im Endeffekt: weil wir den Glauben an Gott / das Leben / den Geist verloren haben.

Die ganze Coronakrise ist auch eine tiefe spirituelle Krise. Eine tiefe Krise des Glaubens, des Angebundenseins ans Leben.

Wieso sollten Eliten, deren Bevölkerungen relativ widerstandslos auch den absurdesten Maßnahmen nachgeben, am Ende aufhören und ihnen die Freiheit wieder geben?

Kann mir das mal einer verraten?

Welchen Grund sollte es dafür geben?

Das passiert nur, wenn es Widerstand gibt. Wenn man Nein sagt. Anders funktioniert es nicht.

Wie diese Eltern in Weimar, wo nun ein Gericht das ganze Coronamaßnahmenpaket gekippt hat.

reitschuster.de/post/hammer-urteil-in-weimar-keine-masken-kein-abstand-keine-tests-mehr-fuer-schueler/

Das Amtsgericht Weimar hat entschieden, dass die Pflicht zum Maskentragen, zum Einhalten von Mindestabständen und zu Schnelltests an Schulen eine Gefahr für das geistige, körperliche oder seelische Wohl des Kindes darstellen. Und zwar so gravierende, dass sich ohne ein Einschreiten eine erhebliche Schädigung  von Kindern mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt.

Interessanter Fakt: die Weimarer Republik war ja der Vorläufer der Nationalsozialisten und hat deren Aufkommen ja erst ermöglicht.

Jetzt haut man aus Weimar genau dieser Entwicklung etwas zwischen die Beine.

Wer da an Zufall glauben mag... Ich finde es bemerkenswert.

Fakt ist aber: JEDE Generation muss sich die Freiheit immer wieder erkämpfen, oder sie verliert sie. Und wir verlieren sie gerade aufgrund von Trägheit.

Meckern, Rechtfertigen, es sich schön Reden, das alles tut nicht weh, da muss man sich nicht ändern. Aber zu sagen: Ich mach da nicht mit und dann die Konsequenzen tragen, das ist eine ganz andere Hausnummer. Plötzlich ist der Job weg, plötzlich wird man schief angesehen, plötzlich wird man gemobbt, plötzlich kann man sein Leben nicht mehr so leben, vielleicht muss man sogar auswandern, ins Exil gehen, flüchten, oder man muss sich mal um seine Kinder kümmern, es ihnen erklären, wieso sie nun zu Hause sind. Oder wie ich: ich gehe ich KEINEN Supermarkt mehr, nachdem man mich hier in einem vollgemotzt hat. Ich habe mir Alternativen gesucht.

Machen wir uns nichts vor, aber wir sind als Land fett und faul geworden.

Und diese fette Faulheit wird jetzt mit dem Leben konfrontiert. Das sagt: es ändert sich, werd flexibel, werd aufmerksam, werd schlank und rank, werd wieder ein Kämpfer. Kämpfe um dein Leben!!!

Oh nee...

Falls es der ein oder andere noch nicht mitbekommen hat, aber wir leben tatsächlich in biblischen Zeiten.

Jetzt gilt:

Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, so sie daran lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel wohl belohnt werden. Denn also haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

www.bibel-online.net/buch/luther_1912/matthaeus/5

In diesen Worten findet sich eine tiefere Wahrheit. Selig, also zufrieden, mit sich im Reinen, sind die, die ihrem Herzen folgen und das tun, was in ihnen wahr ist, was in ihnen gewiss ist. Und diese Menschen werden von Gott / vom Leben nicht hängen gelassen, sondern sie werden dafür belohnt werden.

In einem Kommentar unter einem der Videos von Nuoviso stand einmal, dass die alle Atheisten sind. Mag sein. Aber es steht zu befürchten, dass in den Zeiten der Krise der Atheist keinen Halt mehr findet, während der Gläubige, und damit meine ich nicht den Erzkatholiken, sondern den ganz normalen Menschen, der in sich Stärke und einen Zugang zum Glauben findet, tatsächlich auch den Herausforderungen dieser Zeit besser begegnen kann.

Man stelle sich nur vor, die würden in ihren Sendungen mal innehalten, wenn sie erschrocken vor der Entwicklung zurückweichen und gemeinsam mal einen Psalm (oder was auch immer für ein Gebet) vortragen:

Morgenlied in böser Zeit

Ach HERR, wie sind meiner Feinde so viel und setzen sich so viele wider mich! Viele sagen von meiner Seele: Sie hat keine Hilfe bei Gott. (Sela.) Aber du, HERR, bist der Schild für mich und der mich zu Ehren setzt und mein Haupt aufrichtet. Ich rufe an mit meiner Stimme den HERRN; so erhört er mich von seinem heiligen Berge. (Sela.)
Ich liege und schlafe und erwache; denn der HERR hält mich. Ich fürchte mich nicht vor viel Tausenden, die sich umher gegen mich legen. Auf, HERR, hilf mir, mein Gott! denn du schlägst alle meine Feinde auf den Backen und zerschmetterst der Gottlosen Zähne.
Bei dem HERRN findet man Hilfe. Dein Segen komme über dein Volk! (Sela.)

www.bibel-online.net/buch/luther_1912/psalm/3

Es geht dabei nicht um die Bibel, sondern dass man in sich wieder Zuversicht, Stärke und Vertrauen findet. Vertrauen zum Leben. Was ist es denn, was da im Herzen sagt: Mach da nicht mit! Es ist falsch! Geh diesen Weg nicht!

Das IST das Leben!

Was ist es denn, was da im Herzen gewiss ist?

Das ist diese göttliche Weisheit.

Der Weg des Frommen - der Weg des Gottlosen

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, da die Spötter sitzen, sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht; und was er macht, das gerät wohl.

Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreut.

Darum bleiben die Gottlosen nicht im Gericht noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten. Denn der HERR kennt den Weg der Gerechten; aber der Gottlosen Weg vergeht.

www.bibel-online.net/buch/luther_1912/psalm/1

Die Bibel bedient sich einer archaischen Symbolsprache. Was ist denn der Fromme? Na das ist der Mensch, der nach seinem Herzen lebt, der in sich etwas gefunden hat, was ihn auf rechtem Wege lenkt, was ihm sagt, was gut und was falsch ist. Was in ihm gewiss ist. 

Und die Gottlosen?

Na das sind die, die gerade in der Krise merken: ich habe nichts. Da ist nichts, was mir innere Stärke verleiht, was mir Hoffnung verleiht, an was ich auch in den dunklen Stunden glaube. Die werden dann von ihrer Angst überwältigt. Finden in sich keinen Halt und keine Hoffnung auf Besserung und Überwindung der schlimmen Zustände.

Die ganze Bibel ist eine einzige große Geschichte der Psychologie.

Bei Nuoviso hat man vorhin richtig gemerkt, wie sie mit sich selber unzufrieden waren, weil sie nun vom Leben herausgefordert werden, Stellung zu beziehen. Zu sagen, wo sie stehen. Und man hat ganz deutlich gemerkt, wie sie ihre Entscheidung, die eben nicht die Entscheidung des Herzens war, mit vielen Worten gerechtfertigt haben, es sich schön geredet haben.

Das Problem: das Leben klopft dann nochmal, aber dann wird das, was ich opfern muss, noch größer.

Wer jetzt Widerstand leistet, der riskiert noch nicht viel. Das Risiko wird aber mit jedem Schritt, den man mehr zulässt, größer. Bis man ganz am Ende sein Leben riskieren muss, um wieder Freiheit zu erlangen.

Ich habe fast den Eindruck, dass die ganze Gesellschaft darauf zusteuert.

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