Rituale.

07.06.2023 20:20

Muss man sich mal vorstellen, aber dieses album ist nun 31 Jahre alt und rockt weiterhin so, als wäre es erst gestern aufgenommen worden.

Pantera haben damals echt alles abgeräumt, was man abräumen konnte. Das hat einfach gerockt und es rockt noch heute, aber... ich habe mir den Tag ja ein weiteres live-Konzert von denen auf youtube angeschaut. Diesmal live in Dresden.

Ok, und was sieht man da?

Ich frage mich mittlerweile, welchen Symbolen jubel ich da eigentlich zu, wenn ich da eine Band abfeiere? Bei Depeche Mode waren es die Totenschädel, hier sind es Schlangen, bei Bob Marley alte babylonische Löwensymbole:

Muss nix bedeuten, aber es fällt eben schon auf, dass man da immer wieder irgendwelche Symbole und Zeichen geboten bekommt, die man dann als Teil des Gesamtkunstwerkes bejubelt.

Natürlich kann man das immer rational begründen: Depeche Mode, na gut, da ist der Mitstreiter verstorben und die machen da nun ein Thema draus. Pantera kommt aus Texas und gibts eben Klapperschlangen. Bob Marley hat den äthiopischen König damals verehrt. Als Wiederkunft von Jesus.

Also alles im grünen Bereich. Aber dennoch ist es ja auffällig, dass man es geboten bekommt. Wieso geht es nicht ohne das?

Dann auch dieses ganze Popgedöns. Beyonce, Madonna, wen es da nicht alles gibt und das hat schon immer auch etwas kurioses an sich. Übersexualisiert, dazu ein Haufen Zeichen und Symbole, alles jubelt dem zu.

Wie so eine Art energetische Bindung an diese Symbole.

Der Jo Conrad meinte ja mal, das sind alles große Rituale. Das Pop / Rockkonzert als Ritual, um Energien (Emotionen) zu erzeugen und dann zu lenken und zu binden.

Und Depeche Mode haben ja einige Millionen Menschen erreicht und die großen Popacts natürlich auch.

Also da jubeln ja schon Massen und werden, wenn es denn so ist, subtil energetisch angebunden.

Man jubelt da eben oft auch so dieser tierischen Sexualität zu. Ich nenne das immer so die Katzensexualität. Die Mädels singen auch so schnurrend, räkeln sich da auf der Bühne rum, das alles erinnert mich immer an Miez, unsere Katze, die genau so drauf war, wenn sie rollig war.

Aber: diese tierische Sexualität bringt uns nicht weiter, sondern hält uns in einem Zustand der Rivalität, der Eifersucht, des Materialismus (!!!) und des Betruges.

Die tierische Sexualität dient also maßgeblich dazu, den Materialismus zu zemetieren. Nestbau, Kleinfamilie, Balztanz und Balzgesang, Statussymbole, Versorgermentalität. Findet man alles auch beim Menschen. Dann wird konsumiert.

Die magische Sexualität braucht all das nicht.

Ist also per se antimaterialistisch.

Oder sagen wir es mal so: die Materie dient als Basis, auf der sich der Geist entwickelt, reift, zur Blüte kommt.

Mit den ganzen Shows werden die jungen Menschen aber genau in diese tierische Sexualität gebracht. Und, wie eben schon geschrieben, da ist die Materie über dem Geist angesiedelt. Ja, man muss den Geist abtöten, um das überhaupt auszuhalten. Deswegen leben wir auch in einer solchen geistlosen Gesellschaft. Oder wann habt ihr zuletzt etwas erlebt, was euch geistig erhellt, erleuchtet, ergriffen oder inspiriert hat?

Da ist nicht mehr viel...

Alles dreht sich um die materiellen Dinge: Auto, Haus, Energie, Handy, Futter, Schminke... um das Materielle eben.

Dabei sollte der Mensch von der Wiege bis zur Bahre täglich geistig inspiriert sein und werden und andere inspirieren.

In - Spirit. Im Geist.

Aber da ist nicht mehr viel.

Die ganze Gesellschaft ist tief in den Materialismus getrieben worden und wird da eben energetisch auch gehalten. Auch im Denken, Fühlen und Handeln. Über die Freisetzung und Bindung der sexellen Energien, der Freude, der Begeisterung.

Das geht ja schon in der Schule los, wo schon in der Grundschule die Energie auf die Fortpflanzung gelenkt wird, statt auf die magischen Inhalte des Lebens, die, die dich erheben, erleuchten, erfüllen und tragen.

Und die Kids wollen das auch nicht.. Ihhhhhh... die wehren das ganz instinktiv ab.

So, jetzt bin ich etwas ins Spinnen gekommen, also ein Gedanke führte zum nächsten und es baute nett aufeinander auf.

Ob es stimmt? Weiß ich nicht.

Aber es fällt schon auf, dass man da eben so viele solcher Symbole sieht und eben auch immer wieder irgendwelche Sachen, wo man echt denkt: Was will mir der Künstler damit sagen?

Oder erinnert ihr euch noch an dieses groteskte Theater, als man den Gotthard-Tunnel eingeweiht hat?

Da fragt man sich schon manchmal, was das alles bedeuten soll...

Auch dieser Ukrainekrieg. Mir kommt das so wie eine Art Blutritual vor. Da wird jetzt ein Haufen Blut vergossen. Und danach wird eine neue Weltordnung stehen. Und genau so war es eben im 1. und 2. Weltkrieg auch. Da wurde etwas mit Blut neu erschaffen. Und das zementiert dieses Neue dann auch energetisch, weil man sagt, es sind so viele gestorben für diesesn Frieden und da dürfen wir nicht mehr dran rütteln! Und der Friede ist eben dann erreicht, wenn ein neues System, eine neue Weltordnung, erreicht ist. Wenn sich da etwas neu eingepegelt hat. Die einen verlieren Macht, die anderen gewinnen, andere wechseln die Lager... sowas...

Und dann wird niemand mehr daran zu rütteln wagen, weil der "Frieden" ja mit so viel Blut errungen wurde.

Ob es so ist, weiß ich nicht, aber das sind gerade mal die Gedanken, die mir dazu in den Kopf kommen. 

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