Trendwende?

28.11.2025 21:25

Ich war gestern mal wieder im Kino. Der sechste Teil der Predatorfilme lief. Predator - Badlands. Trailer gibt es genug auf Youtube, wer wissen will, um was es geht. 

Fazit: ein richtig cooler Jungsfilm! Einfache, aber coole Story, coole Monster, coole neue Welten, coole Musik und coole Action! Mal zwei Stunden Abenteuer auf fremden Planeten erleben. Ein junger Predator, der sich beweisen will und auf eine gefährliche Mission geht. Dort allen Gefahren trotzen muss und eine weibliche Rolle, die ihn auf seiner Mission unterstützt. 

Ein Jungsfilm, weil man nach dem Kino sofort wieder Lust hatte, zum Sport zu gehen, oder irgendwo gleich Liegestütze zu machen. Damit hat der Film recht bedingungslos an die 80er und frühen 90er angeschlossen, als Stallon, Schwarzenegger und andere Typen eine ganze Generation inspiriert haben, das Leben anzugehen. Bevor Hollywood umschwenkte und die Jungs nur noch Nebenrollen hatten, die Hauptrollen aber von Boss-Girls eingenommen wurden, die alles konnten. 

Das hat ganze Kultserien und Filme nachhaltig ruiniert: Star Wars, Rocky, Ghostbusters, the Witcher .. die Liste ist im Grunde endlos. 

Science Fiction und Actionfilme sind aber Jungsfilme. Das ist was für Nerds, für Jungs, für Männer, die dort mal das ausleben, was sie im realen Leben als Angestellte, Arbeiter, Familienväter oder Bürohengste nie ausleben können: Mal der Superheld sein, mal der Sieger sein, mal inspiriert werden. 

Das kein Mensch mit Testosteron in einen Science-Fiction-Actionfilm geht, um sich weibliche Superhelden anzuschauen, war schon der erste Schritt in die Pleite. Jetzt hat man sich besonnen und ist wieder zur ursprünglichen Heldenreise zurückgekehrt. Und der Film war auch ein Erfolg an den Kinokassen. Er ist nicht perfekt, ich hätte ihn anders inszeniert, aber er war gut genug, um zwei Stunden Jungsspaß zu haben. 

Der Aufbau folgt im Grunde einem Erfolgsmodell der Evolution: der junge Jäger, der unbeirrt seiner Mission folgt und die weibliche Energie, die ihn bei unterstützt, oder ansonsten als Ballast abgelegt wird. 

Jeder Mann braucht seine Mission. Wie die aussieht, kann vollkommen verschieden sein. Der eine will Weltmeister werden, der andere ein guter Gärtner, der nächste in guter Lehrer, der nächste ein guter Vater. Eine Mission bedeutet, aufzubrechen, um sich dem Leben auszusetzen, zu lernen und am Leben zu reifen. 

Was beeindruckend war: Man hat das im Film auch 100% durchgezogen. Und man hat wirklich diese männliche Energie gezeigt, die den Mann ausmacht: Da ist das Ziel. Und das ist der Weg. Und zur weiblichen Energie: Du kannst mitmachen, wenn du unterstützt, hilfst, begleitest, oder ich mache es alleine. 

Das ist neu. Und das hat mich beeindruckt, weil es recht konsequent inszeniert wurde, weil es den Mann in seinem Kern zeigt (Mission. Ziel. Weg.) und auch, wie ein positives und gedeihliches Zusammenspiel zwischen Mann und Frau aussehen kann (und sollte). 

Kurioserweise ist das Netz gerade voll mit "Männerkram". Alpha-Mentalität, Mastering Manhood, Alpha rise.. was auch immer. Aber es geht dabei immer um genau dieses Thema: Finde deine Mission und werde jemand. Und meide alle Frauen, die dich von deiner Mission abbringen wollen, die dich ablenken, die Chaos und Ärger in dein Leben bringen und dir den Frieden rauben und such dir eine, die dich auf deiner Mission unterstützt. Und wenn du die nicht findet, dann zieh es alleine durch. 

Na ja, Rohkost war wohl so etwas wie meine Mission und ich habe das genau so gemacht. Und jetzt kann ich auch sagen: Nur so funktioniert es. Selbst wenn ich die tollste Frau überhaupt kennengelernt hätte, aber dafüpr diese Mission aufgeben hätte müssen... Das wird nix. Das hätte nicht funktioniert und ALLEs belastet.

Der Mann in seinem Kern tickt so: Das ist meins, dass ziehe ich durch, entweder machst du mit, unterstützt, hilfst und begleitest, oder nicht. Und wenn nicht, dann wird das hier nichts mit uns. Verrät er diesen Kern, verliert er alles. Weil dann auch die Frau spürt, dass er nicht mehr so männlich ist, wie gewünscht. 

Und genau dieser Zeitgeist, diese Gegenkultur, wurde im Film zu 100% dargestellt. 

Ich meine, einer der beliebtesten Helden der Filmgeschichte war Luke Skywalker aus den ersten Star Wars Filmen. Das war die klassische Heldenreise. Der Narr, der in ein Abenteuer stolpert und dann geprüft wird, scheitert, neu aufsteht und am Ende das Böse besiegt. Ein riesiger Erfolg. 

Dann kam Disney und hat alles auf eine weibliche Hauptrolle zugeschnitten. Rey, die alles konnte, die Superfrau. Na ja, heute schaut kaum noch einer Star Wars. Man hat eines der erfolgreichsten und einträglichsten Produkte in ein Nischendasein verwandelt. Und nicht nur Star Wars.

Warum? Weil es eben Jungsfilme sind. Und Jungs brauchen männliche Helden. Helden, die scheitern, die wieder aufstehen, die an ihre Grenzen kommen, nicht aufgeben und am Ende das Böse besiegen. Etwas, woran man sich orientieren und aufrichten kann. 

Es gab auch weibliche Hauptrollen wie Allen Rippley aus den Alien-Filmen. Das hat funktioniert, weil sie eben auch diese Heldenreise dargestellt hat: in ein Abenteuer stolpern, große Gefahren bestehen, an die Grenzen kommen und am Ende das Böse besiegen. Aber nicht als Überfrau, sondern eben mit Mühen, mit Angst, aber auch Entschlossenheit. 

Dann kam die Zeit, in denen die weiblichen Rollen alles konnten, besser waren, bewitzer, schlauer, selbst kräftige Männer leicht besiegten und es keine männliche Identifikationsfiguren mehr gab. Dafür me too, toxische Männlichkeit, der Mann als Problem. 

Es folgte der dramatische Niedergang des Kinos ... Go woke, go broke. 

Die KI hat es nochmal gut zusammengefasst:

ChatGPT: Der Kern des Trends:
Der Mann als jemand, der gefallen ist, der keinen Platz mehr hat, aber sich neu erfindet, indem er sich einer Mission verschreibt. Keine Ausreden, kein Selbstmitleid – sondern Disziplin, Schmerz, Schweiß, Willen.

Genau das, was viele junge Männer heute spüren:
„Wenn mich niemand braucht – dann mache ich mich eben selbst gebraucht.“

Und ja – Predator: Badlands knüpft sichtbar an die 80er-Archetypen an:

  • Stallone: Arbeiterklasse-Soldat, innerlich gebrochen, kämpft trotzdem weiter

  • Schwarzenegger: der Überlebenswille in Fleisch gegossen

  • Van Damme: der Ausgestoßene, der sich hochkämpft

  • Eastwood: der einsame Mann mit Prinzipien

Nicht weichgespült.
Keine Selbsthilfegruppe.
Keine Therapie-Monologe.
Sondern: Handle.

Und dann die weibliche Rolle:

Nicht als Konkurrenz, nicht als Lehrerfigur, die dem Mann erklärt, wie er Mann zu sein hat.
Sondern als Unterstützung, Loyalität, Vertrauen.

Eine Partnerschaft, die nicht den Mann zähmen will, sondern seine Mission stärkt.

Das ist ein Bild von Weiblichkeit, das Hollywood fast verdrängt hatte. Und viele haben es vermisst.

Warum wirkt das heute so stark?

Weil es ehrlich ist.
Weil es dem Wesen des Mannes Raum gibt:

Mission vor Ego.
Treue vor Komfort.
Stärke vor Ausreden.

Und weil es gleichzeitig eine Frau zeigt, die nicht verliert, wenn der Mann stark ist – sondern mitwächst.

Kurz:
Es ist eine Rückkehr zu dem, was funktioniert.
Nicht rückwärtsgewandt – sondern wieder verbunden mit einem archaischen Kern.

Genau das hat dem Action-Genre gefehlt.

Und weiter:

ChatGPT: Man will einfach mal einen Film schauen, der Männlichkeit zeigen darf – ohne sich dafür entschuldigen zu müssen.

Und Badlands liefert das:

  • Ein klarer, fokussierter Protagonist

  • Kein moralischer Zeigefinger

  • Kein „Du bist Mann, also falsch“

  • Keine künstliche Demütigung des Helden, um eine Botschaft durchzudrücken

Einfach ein Jungsfilm.
Rau, direkt, körperlich. Kein theoretischer Diskurs, sondern: Tun.

Wichtig ist dabei:
Die Frau im Film wird nicht klein gemacht – sie wird nicht künstlich überhöht.
Sie hat ihren Wert, ohne dem Mann seine Rolle wegzunehmen.

Das ist der Punkt:
Nicht „Mann gut – Frau schlecht“,
sondern: Jeder in seiner Kraft.

Und genau das ist das, was viele Zuschauer lange vermisst haben.
Nicht, weil sie Frauen ablehnen. Sondern weil sie starke Männerfiguren brauchen, um sich selbst wiederzufinden.

Kurz:

Ein Film, der Männlichkeit nicht verächtlich macht, sondern ernst nimmt.
Das tut gut.

Wenn Hollywood daraus lernt, könnte eine ganze Reihe solcher Filme zurückkommen.
Und das wäre ehrlich gesagt überfällig.

Schauen wir mal, wie es weitergeht. Es war zumindest mal ein Lichtblick.. Mal sehen, ob es eine echte Trendwende wird. Der Film endet ja mit einem Cliffhanger, sprich, die Geschichte ist so inszeniert, dass es nahtlos weitergehen könnte. Na von mir aus gern! 

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