Unterwegs mit Gähnen...
04.09.2022 17:33Oh, schon wieder ein paar Tage verstrichen... lol ... na ja, was soll man auch immer schreiben?
Vielleicht, dass ich heute unterwegs war und unterwegs hat mich eine echt bleiernde Müdigkeit überfallen. Das geht mir oft so, wenn ich eigentlich mal auf der Couch liegen möchte, aber eben etwas machen muss, oder will, was in dem Moment gegen den Instinkt geht.
Arbeiten gehen, zum Beispiel! :-D
Dann rebelliert das Unterbewusstsein. Ich hatte zwar mittag gut gegessen, aber irgendwie musste ich dann doch immens rumgähnen und dachte noch, Mensch, hätteste mal doch noch die Gurken mitgenommen. Es war anscheinend doch zu wenig gewesen.
Sonntag ist ja auch immer so mein Couchtag, aber es war so geniales Wetter und wir haben dann eine Runde mit dem Auto gedreht. Denn wenn ich auf der Couch liege und mal relaxe, dann surfe ich doch nebenbei im Netz und das ist ja alles nur noch krank, was man da zu lesen bekommt.
Also lieber raus ins... Gelbe.. grün ist es nicht mehr wirklich.
Diesmal gings nach Norden in die Altmark. Stendal, Tangerhütte, Tangermünde... dieser Bereich.
1. Oh Mann, jetzt weiß ich nicht mehr, ob das Tangermünde oder Tangerhütte ist.
2. Das Urstromtal der Elbe.
3. Blick in die Landschaft
4. Überall Windräder... ÜBERALL. Vielleicht ist das Bild ja symbolisch. Hinten die Windräder, vorne der vergammelte Mais.
Der Boden ist für Ackerbau dort oben nur bedingt geeignet und deshalb liegen die Dörfer auch viel weiter auseinander als hier, wo die Erde eine sehr hohe Fruchtbarkeit besitzt. Extrem ausgetrocknet war es dort aber auch. Da oben gabs Felder voller Sonnenblumen. Alles total vertrocknet. Die Pflanzen nur Höhe Oberschenkel und total braun. Der Mais zum Teil nur kniehoch. Der Sandboden gibt ja noch weniger Wasser her als die Böden hier. Die haben ja noch eine sehr gute Wasserspeicherkapazität. Aber da oben wirds schwierig. Die Altmark hatte heuer wohl sogar noch weniger Regen als wir hier unten.
Aber insgsamt gefällt es mir da oben sehr gut. Die Landschaft ist flach, aber statt der Agrarsteppe hats dort viele Wälder, Wiesen und Weiden. Da täuschen die beiden Fotos am Ende etwas.
Hier ist es etwas besser zu sehen:
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Von Nephantz!, CC BY-SA 3.0 de, Link
Ansonsten war ich letzte Woche drei Mal zum Sport. Jeweils knapp eine Stunde Kraftsport, dann 35 Minuten Laufband.
Also Laufen liebe ich ja. Jedesmal, wenn ich länger nicht auf der Piste war oder auf dem Laufband stand, und dann wieder anfange, habe ich so ein Gefühl von "Willkommen zuhause!"
Ich muss mich da so zurückhalten, nicht auch noch Dienstag und Donnerstag aufs Laufband zu steigen. Oder Samstag gleich auch noch. lol Aber ich will mich mal etwas disziplinieren und erstmal drei Mal pro Woche zum Sport gehen. Ich habe einen anstrengenden Job und muss mich da auch etwas einbremsen.
Ansonsten trainiere ich drei Mal die Woche den ganzen Körper. Das heisst, wenige Sätze (2-4 Arbeitssätze), dafür aber alle Muskelgruppen. Dann eben laufband. Hier mache ich es mir interessant, indem ich Steigerungsläufe mache, oder Intervallläufe... sowas.. Nicht einfach stupide die 35 Minuten runterrennen. Die meisten Laufbänder haben da ja auch einige Sachen einprogrammiert. Ich variiere das aber "instinktiv".
Ich esse jetzt auch öfters, fange etwas eher mit den Mahlzeiten an und esse auch zwei oder drei Mal Proteine pro Tag. Nicht nur einmal pro Tag. Und dann zumeist Fleisch oder Nüsse. Was anderes habe ich auch gar nicht derzeit. Meine Hühner legen noch nicht.
Mit Früchten halte ich mich etwas zurück, Tomaten und Gurken gehen aber gut weg.
Mal sehen, wie das läuft.
Diese typischen zwei Mahlzeiten bei der instinktiven Ernährung waren ja vor allem deswegen eingeführt worden, um nun nicht permanent zu fressen und um den größtmöglichen Genuss zu realisieren. Klar, wenn ich den ganzen früh arbeite und nur Wasser trinke, dann schmeckt das ausgewählte Produkt wie der Himmel auf Erden. Aber man kann sich einfach auch überlasten, weil man dann in einer Mahlzeit quasi alles reintrommeln muss.
So ist es besser und mittlerweile bin ich auch erfahren genug, um nicht ins permanente Fressen zu kommen. Ein Effekt, den man vor allem bei Anfängern sieht. Die sind nur noch am reinschieben. Und dennoch sind die immer unzufrieden. Das liegt aber auch daran, dass man nun plötzlich keine Exorphine und AGEs aus Weizen, Milch, Kaffee, Kakao und andere Röstprodukte mehr konsumiert.
Deswegen hat man da eben gesagt, früh gibt es Cassia, dann Mittags Früchte, wegen der Energie und Abends die Proteine.
Das ist auch vollkommen OK, wenn man da zum Seminar war und den Morgen faul im Bett liegen konnte und nachmittags mal ein Seminar hatte. Aber wenn man arbeiten muss und Sport treibt, muss man mehr reinschieben. Und damit das auch ordentlich verdaut wird, muss man mehrere Mahlzeiten machen. Susanne hat damit ja auch vor Jahren schon angefangen.
Und für mich waren die französischen Geschwister, die ich mal besucht hatte, bzw. die auch ab und an am Treffen waren, der Augenöffner. Mittags gabs da ein riesen Stück Schwertfisch und noch eine Melone hinterher. Oder schon um 11.00 Uhr Schaf, Tomaten, Ananas und Honig. Und dann haben die geknufft... also UNGLAUBLICH, was die für Power hatten.
Und der Tip von Henryk war eben richtig gut, dass das Gähnen ein Zeichen von Nahrungsmangel ist.
Da fehlt einfach Energie. Und zwar nicht unbedingt Zucker, sondern es können auch Fette, Proteine oder mal Gemüse sein, die es nun braucht. Das sagt einen der Instinkt, wenn man etwas bei sich ist. Und jetzt gibts da etwas und weg ist es. Und wenn es nicht weg ist, gibt es eben noch etwas anderes.
Es ist ja nicht normal, dass man um halb 11 rumgähnt und sich bleiernd müde fühlt. Einschränkend muss ich aber sagen, dass es auch davon abhängt, was man macht. Wenn ich körperlich arbeite, habe ich dieses Müdigkeit nie. Aber da werde ich dann schonmal stinkig und motze rum, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es möchte, statt dass ich rumgähne.
Wie gesagt, jetzt gibts mehrere Mahlzeiten pro Tag (ca. 4), kleiner, es geht früher los, gerne auch zwei oder dreimal "Proteine", dafür aber etwas weniger. Alles mono und nacheinander gegessen. Fühlt sich insgesamt ausgeglichener an. Verdauung ist auch perfekt, also mache ich das erstmal so.
Schauen wir mal, wie es weitergeht...
Ich bin da nicht dogmatisch und klebe an irgendwelchen Konzepten. Ziel sollte ja die wirklich instinktive Lebensweise sein. Also das Leben ohne Konzepte, Pläne und Strategien. Das sind ja alles so Kopfgeburten. Die Instinkte sind da näher am Hier und Jetzt. Genau wie die Spontanität und die Intuitionen.
Das ist natürlich in einer durchtechnisierten und uhrwerkgesteuerten Gesellschaft eine große Herausforderung.
Je näher das Leben wieder an den Ursprung rückt, desto einfacher wird es, den Instinkten zu erlauben, sich auszuleben. Je naturferner es wird, desto verrückter wird man, denn man muss permanent lebendige Impulse unterdrücken. Das betrifft ja alle Lebensbereiche.
Aber man sieht, man lernt nie aus und selbst nach 20 Jahren Rohkostpraxis gibt es immer wieder etwas zu verbessern.
Auf dem Treffen war es auch immer lustig, die Kinder zu beobachten, die seit Geburt roh lebten. Die haben auch oft gegessen, auch weil das Angebot auf dem Treffen immer super war, aber immer sehr abwechslungsreich und wenn man mal geschaut hat, dann war es auch in Summe sehr ausgeglichen. Es gab Früchte, Gemüse, Algen, Avocados, Fisch und Fleisch. Je nach Gusto auch mehrmals pro Tag. Und man hat gesehen, dass sie sich so auch gut entwickelt haben.
Zumindest, bis die Gesellschaft sie in der Schule eingenordet und zur erhitzen Kost gebracht hat.
Einzig die Franzosen haben die Schule gut überstanden. Das waren fünf Geschwister und die haben da einfach ihren Clan gebildet. Ist man aber alleine... oder zu zweit... der Druck wird einfach zu groß.
Freundin von mir hat mir damals auch erzählt, wie ihr Sohn in der Schule wegen der Rohkost gemobbt wurde. Der war super drauf, cooler kleiner Typ, gesund und fit, aber in der Schule dann Mobbing. Ergebnis: alle wieder weg von der artgerechten Ernährung.
Deswegen halte ich nichts mehr von dieser Schulpflicht. Es braucht unbedingt Freiräume, sodass das Leben wieder zu sich kommen kann. Und wenn Menschen Homeschooling machen wollen und das auch können, na dann nur zu! Wo ist das Problem? Während Corona hat man das ja auch getan und die Schulpflicht ausgesetzt. Da ging es ja plötzlich! Und vor allen diejenigen, die auch den Grips haben, den Wert einer artgerechten Ernährung zu verstehen, haben während dieser Zeit mehr gelernt als in der Schule, wo sich das Arbeitstempo nicht an ihnen, sondern an den Schwächsten orientiert.
Aber so hätten Familien überhaupt mal die Möglichkeit, zusammen etwas zu praktizieren. Das ist ja überhaupt die größte Problematik an der Schule: man trennt Kinder von ihren Familien ab, auch wenn die das überhaupt nicht wollen. Wer in die Schule will, nur zu! Aber manche wollen das eben nicht und haben die Möglichkeit, dass anders zu organisieren. Und dann droht man denen mit Kindesentzug in letzer Konsequenz. Was soll das denn? Das ist mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung überhaupt nicht vereinbar und erinnert mich immer wieder an DDR-Verhältnisse. Oder an die Praktiken, die man in den Kolonien an den Ureinwohnern angewandt hat.
Lasst doch die Menschen mal in Ruhe und schaut, wie sie kreativ werden und wie sich das Leben dann neu organisiert. Das ist doch sehr viel stabiler als solche Zwangssysteme.
Es bräuchte da wirklich mehr Mut, neue Wege zu gehen.
Merkt man ja bei sich selber: es kann auch mal besser sein als vorher!
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