Wandern.
02.05.2026 20:02Es ist mal wieder Zeit, den Blog zu pflegen. Es gab nicht viel zu schreiben zuletzt. Kein Thema, was mich irgendwie beschäftigt hat. Dafür eben Arbeit, Sport, Garten, Wandern. Das Tun stand im Vordergrund.
Apropos Wandern: Ich muss immer wieder raus, die Welt entdecken. Und wenn es nur hier im Umkreis ist. Derzeit können wir auch keine Rundfahrten mehr machen an den Sonntagen, der Freund meiner Mutter ist gesundheitlich nicht mehr so gut drauf. Den Tag war es im schwindlig und er dachte, er müsse den Notarzt holen. Später gings dann. Aber man kann ihn jetzt nicht mehr alleine lassen.
Also bin ich derzeit immer mal zu Fuß unterwegs und laufe Wege ab, die ich hier bisher noch nie begangen habe. Es geht dabei wirklich darum, die Welt zu entdecken! Und es ist egal, ob man als Baby rumkrabbelt und das nächste Zimmer eine neue Welt bedeutet, oder ob man in andere Länder reist als Jugendlicher, oder ob man die heimatlichen Gefilde wandernd entdeckt. Die Motivation ist noch immer dieselbe: Die Welt da draussen entdecken.
Was ziemlich cool ist.
Gestern war ich lange unterwegs.. und hab viel Sonne abgekommen.
Windräder gibt es wirklich mehr als genug hier...
Das Sodawerk erweitert seine Mülldeponien. Die "Kalkteiche" sind hier landschaftsprägende Struktur. Man lagert ein Abfallprodukt der Sodaproduktion im Haldenformat. Niemand kann damit etwas anfangen, also wird es in die Landschaft gekippt. Selbst nach Jahrzehnten wachsen da nur Birken und Pappel im Kümmerwuchs drauf. Das Zeug ist ziemlich alkalisch.
Man schiebt gerade den ganzen Oberboden weg. Eine Kollegin meinte, man hat da auch ein Skelett aus der Steinzeit gefunden. Das hat die Archäologen sicherlich sehr gefreut.
Aber selbst nach vielen Jahren wächst auf den Kalkteichen kaum etwas.
Dafür gabs nette bekannte Orte mal aus einer anderen Perspektive.
Nienburg:
Bernburg:
Sachsen-Anhalt ist ja weitestgehend flach. Am Horizont der Brocken.
Und das Bundesland hat irgendwie so einen Windradfetisch.
Die Dörfer liegen, so ehrlich muss man sein, inmitten von Agrar- und Windkraftindustrieflächen. Die einen versprühen ihre Pestizide, Fungizide und Herbizide, die anderen machen Lärm und blinken die ganze Nacht.
Verrückt.
Das eine kann niemand essen... Weizen, Raps, Mais und Zuckerrüben sind so nicht ohne weiteres geniessbar (und man muss sich generell mal die Frage stellen, wieso man auf den besten Böden Deutschlands eine Rübe anbaut, aus denen man ein Zeug rauskocht, Zucker genannt, welches nachweislich die Zähne der Kinder schädigt und darüber hinaus wahrscheinlich noch für eine ganze Reihe von weiteren ernsten Problemen verantwortlich ist).
Das anderen produziert Strom. Aber nur, wenn der Wind weht. Ansonsten produzieren man ... nichts. Dafür werden sie immer größer und greifen immer tiefer in die Luftströmungen ein.
Positiv: Im Nachbarort hat man einen Obstgarten mit alten Obstsorten angelegt. Habe ich auch erst entdeckt. Wahrscheinlich eine Ausgleichsfläche für die WKAs.
Hier vor Ort hat man auch gleich nebenan eine Obstwiese mit Hochstämmen angepflanzt. Die Frage ist: wer pflegt die, wenn nach zwei Jahren der Pflegevertrag ausläuft? Obstbäume brauchen immer wieder einen fachgerechten Schnitt, um nicht zu vergreisen und als Astball zu enden... *seufz*
Na, ich bin gespannt. Die sehen so aus, als bräuchten sie schon jetzt mal einen Schnitt... Na, schauen wir mal, ob man es wirklich pflegt, oder ob es eine Planungsleiche wird.
Ansonsten werde ich gerade auf Youtube mit Videos eingedeckt, in denen es um die vollkommen verkorkste Situation auf dem Datingmarkt geht. Also ich persönlich fand das schon immer affig, mich da online zu präsentieren und als Bildformat zu enden, über das irgendwelche paarungswilligen Weibchen hinwegscrollen.
Nie im Leben!
Das hat sich für mich immer falsch angefühlt, wenn mir das mal jemand vorgeschlagen hat.
Das es nichts bringt, ausser dass das Selbstwertgefühl massiv unter die Räder kommt, haben jetzt immer mehr Männer begriffen und man zieht sich in Scharen aus diesem Desaster zurück. Anscheinend sind da nun ganze Kolonnen an Männern zu der Erkenntnis gelangt, dass sie sich da nur zum Affen machen. Entweder ist man irgendwo in den Top 10%, dann rennen alle hinter denen her. Oder man wird übersehen. Was demütigend ist.
Also hat man sich da aus dem Markt verabschiedet. Und das scheint alle Altersgruppen zu betreffen. Zumindest gibt es extrem viele Videos von Frauen jeden Alters, die jammern, dass sie keiner mehr anspricht, keiner mehr hilft, keiner mehr auf Singletreffen erscheint, niemand mehr das Drama einer Beziehung möchte und viele Männer ihren Frieden damit gemacht haben, dass sie in diesem Konstrukt "Onlinedating" verloren sind.
Und die Jungs haben etwas entdeckt.
AI Video, aber ziemlich auf den Punkt.
Wenn man mal eine Weile alleine mit sich selber auskommen muss, merkt man, dass das Leben ziemlich friedlich und entspannt wird. Und dann wird es immer schwerer, dieses im Grunde sehr befriedigende Leben für jemanden aufzugeben. Diejenige muss dann schon etwas ganz besonderes sein.
Weniger toleriert man überhaupt nicht mehr. Auf der einen Seite Frieden, Ruhe, entspannte Stille, Leben, wie man es für richtig hält und auf der anderen Seite Drama, Unzufriedenheit und Beziehungsstress. Da kriegt man recht schnell die Sperre, wenn es nicht passt.
Mir ist aufgefallen, dass, wenn man alleine ist, sich das eigene Energiefeld weit ausdehnen kann. Und das macht einfach glücklich!
Und scheinbar entdecken nun immer mehr Männer genau diesen Zustand: kein Stress, kein Drama, keine Aufmerksamkeitssucht, keine Kompromisse, dafür Sport, Videos, die man mag, das machen, was man für richtig hält.
Das ist kein schlechtes Leben.
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