Warum wir infantilisiert werden.

09.07.2022 12:08

Heute ist es mir mal aufgegangen, wieso wir schon seit Jahren, entgegen der Behauptung, wir seinen mündige Bürger, immer stärker infantilisiert werden, eine Entwicklung, die in der Coronakrise eine deutliche Zuspitzung erfuhr.

Aber mir war das Ziel noch nicht ganz klar.

Dabei ist es wohl recht simpel: der große Umbruch steht bevor. Jeder spürt das irgendwie. Hier bricht jetzt etwas weg, verändert sich auf einer fundamentalen Ebene und diese Veränderung muss natürlich gestaltet werden.

Aber nicht von uns.

Das ist der einzige Grund dieser unsäglichen Infantilisierung, die sich überall findet. "Dein Konto" bei meiner Bank, der E-Roller, auf dem erwachsene Männer rumrollern, "Deine App", "Hier tragen wir Verantwortung - setz bitte deine Maske auf!" im Netto ... wo man hinschaut findet sich diese gezielte Infantilisierung.

Nicht mehr "Ihr Konto", "Wenn Sie fragen haben, wenden Sie sich bitte an..", "Bitte tragen Sie hier eine Maske!" usw usw..

Nein: Du!

Und Kinder haben bei den großen Entscheidungen nichts zu melden. Die treffen die Erwachsenen. Die, die mehr wissen und einen größeren Überblick haben.

Und das ist es: man möchte nicht, dass die Menschen den großen Umbruch MITGESTALTEN. Dass sie als erwachsene Menschen die Veränderungen, die nun anstehen, annehmen und mitgestalten. Das sie ihr Leben wieder in die eigenen Hände nehmen und diese Veränderungen so gestalten, dass es für sie am besten passt.

Auf Twitter regt man sich gerade fürchterlich über die Politiker auf, die trotz riesiger Probleme nun in den Urlaub gehen und zwei Monate Sommerpause machen.

Wie infantil ist das?

Mama und Papa gehen einfach in den Urlaub und der Kleine sitzt nun da und wundert sich und schimpft und heult, weil sie ihm nicht geben, was er will.

Das ist die Kinderwelt.

Zu meinen, da hätte irgendwer irgendetwas zu melden. Die großen Räder drehen sich und die Veränderung muss gestaltet werden, aber eben so, dass es für die, die jetzt an der Macht sind, dann auch wieder passt. Und an der Macht sind nicht die Politiker, an der Macht sind die Wallstreet, die Digitalkonzerne, die City of London. Das sind die finanziellen Machtzentren der Welt. Hier wird entschieden, wohin es in Zukunft gehen soll. Hier werden und wurden die Gesetze gemacht, die unser aller Leben beeinflussen. Shareholder value war ein solcher Grundsatz, der das Leben von Milliarden beeinflusste. Globalism wurde hier geboren. Neoliberalism. Hier werden die Geldströme so gelenkt, dass man das entsprechend fördert, was in die eigenen Ziele passt. Facebook, amazon, Microsoft.

Hier wurden Anwaltskanzleien beauftragt, Freihandelsabkommen zu gestalten, hier wurden Länder hoch- und herabgestuft in ihrer Kreditwürdigkeit, hier wird Geld gedruckt, verliehen, investiert, umgesetzt und wieder entwertet, wenn die Schulden zu groß werden. Hier entscheidet sich, wohin die Reise gehen soll.

Zu meinen, dass die Politik da etwas zu sagen hätte... absolut infantil. Kinderwelt. Die Mami und der Papi.

Und diese Strukturen dort sind die Schuldigen an dieser großen Krise. Ihre Gier, die die Anbindung an die Gier jedes Einzelnen gefunden hat ("Von den Zinsen leben!", "Millionär sein und nicht mehr arbeiten müssen!"), hat das System am Ende in die Krise geführt. Die Schulden sind zu hoch und können nicht mehr bedient werden.

Der nächste große Umbruch steht an.

Deshalb kann man die Masse an Menschen nicht gebrauchen, die dann vielleicht auf die Idee kommen würde, in der Krise eine Chance zu sehen und sich das Leben so zu gestalten, dass es für sie besser passt. Das wäre blöd für die, die jetzt schon die Gewinner sind.

Viele Ostdeutsche sagen ja, dass die 90er Jahre, und hier vor allem die Jahre 1990, 91 und 92 zu den schönsten ihres Lebens gehörten, trotz Unsicherheiten, Umbruch, wilder Osten. Warum? Na weil in dieser Zeit die Chance in der Luft lag, ZU GESTALTEN! Es gab eine Krise, eine Öffnung und damit verbunden die Chance, das neue Leben MITZUGESTALTEN.

Das wurde dann relativ schnell einkassiert und verkauft, die Bürgerbewegungen verschwanden, oder fusionierten mit großen Westparteien.

Und recht schnell wars das mit der GESTALTUNG des Wandels, der Wende. Ohnmächtig musste man zusehen, wie die BRD den Osten übernahm.

Meine Theorie ist ja, dass die Stärke der AfD im Osten vor allem daran liegt, dass viele diese Wende nicht zuende gebracht haben. Es wurde mittendrin aufgehört. Und man hat noch immer das Gefühl, dass man gerne anders leben möchte, dass man MITGESTALTEN möchte.

Aber die Strukturen sind natürlich heute nicht mehr dazu geeignet, irgendetwas wirklich mitzugestalten. Wenn man schaut, dann kommen viele Themen aus den USA. Klimawandel, Genderschreibweise, Rassismusdebatte, die Vorgabe, wie wir den Ukrainekrieg zu bewerten haben. Das sind alles aktuelle Themen, die von außen kommen, die aber das eigene Leben nicht so berühren wie Beziehungen, Kinder, Bildung, Bezahlung, Arbeit, Sexualität, Zufriedenheit.

Diese für den Menschen EXISTENZIELLEN Themen werden von den Scheinproblemen überdeckt und zugedeckt. Deswegen kommt man nie dazu, diese existenziellen Fragen mal zu klären und für sich Antworten zu geben.

Deswegen kommt nie einer auf die Idee, die Krise als die Chance zu begreifen, diese gefundenen Antworten auch ZU LEBEN!

Das muss verhindert werden.

Statt dessen: die Politiker machen Sommerpasue! Trotz Krise!! Da heult man rum.

Die Maske passt da auch gut rein: den Mund halten, sich nicht mehr verständlich äußern können, verängstigt schweigen.

Es wird gerade sehr viel dafür getan, dass die Menschen nicht in ihre eigene GestaltungKRAFT kommen. Dass sie, wie Kinder, ruhig sein sollen, während die Erwachsenen die Sache regeln und eine neue Struktur aufbauen, in denen die Kinder dann leben sollen. Man wird dann Begründungen liefern, wieso es nicht anders ging. Wieso jetzt der Wasserhahn tropft und der Fussboden kalt ist.

Corona war schuld! Und Russland!

Nur wenige werden erkennen, wo die wirklichen Architekten des Wandels sitzen: An der Wallstreet in New York, in der City of London, im Silicon Valley und anderen finanziellen und technologischen Machtzentren.

Dort hat man das aktuelle Geschehen verbockt. Und man wusste es. Weil es nicht das erste Mal ist. Man weiß, wie man sowas macht. Und man weiß auch, wie man aus dieser Krise als Gewinner aussteigt: man sichert sich die existenziellen Produktionsgrundlagen wie Industrie, Rohstoffe, Edelmetalle und vor allem den Boden. Das alles wird nach der Krise immer noch da sein, während das Papiergeld futsch ist...

Jeder Mensch besitzt aber nichtsdestotrotz immernoch enorme Gestaltungskraft!

Und jeder kann und sollte nun sein Leben in die eigenen Hände nehmen. Und die Verantwortung über JEDEN Aspekt seines Lebens Übernehmen. Von den Finanzen über die Versorgung bis zum Arbeitsplatz.

Jeder Mensch kann das auch: das Leben in die eigenen Hände nehmen und Verantwortung übernehmen.

Wie das bei jedem aussieht ist ganz individuell. Die Wahrheit liegt in einem selber und wenn man sich auf diesen Weg begibt, öffnen sich auch Wege und man wird geleitet.

Es ist auch der Weg raus aus der Kinderwelt.

Und rein in die eigene GestaltungsKRAFT.

Erwachsen sein heißt, sein individuelles Leben im großen Rahmen der Welt selber zu GESTALTEN.

Und es beginnt mit Fragen:

Wer bin ich?

Was möchte ich?

Tut mir das gut?

Wie möchte ich leben?

Welche Form von Beziehung möchte ich?

Auf diese Fragen muss dann jeder selber seine individuelle Antwort finden. Aber alleine die Frage ist schon oft die Lösung und bringt mich in diese Gestaltungskraft hinein.

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