Zuckerentgiftung.

13.08.2023 19:55

Ich war heute wieder laufen. Lust hatte ich keine. Na was solls, 10km gehen immer. Aber gut, da ist man ja eigentlich erstmal richtig warm, also dachte ich, ach was solls, rennste die große Runde. Also 20,5km.

Aber nicht auf Tempo wie beim letzten Mal, sondern einfach absolvieren. Das war der Plan. Mir taten noch die Beine weh vom Freitag.

Also zügig, aber nicht zu schnell losgelaufen.

Und irgendwann hatte ich eine Zuckerentgiftung. Erst hatte ich Gedanken an Pflaumen und freute mich schon drauf, die nach dem Lauf zu futtern, dann musste ich etwas später einmal richtig kräftig abhusten und ausspucken. Danach waren die Gedanken an die Pflaumen weg und machten Platz für Gurken! :-D

Das ist ja oft so, dass man bei der "Entgiftung" nochmal große Lust auf etwas bekommt, dann ist es raus und diese Lust vergeht.

Hatte ich mal in Frankreich beobachten dürfen: Da waren die Kids krank und nachdem es besser ging, wurde mir vorgeschwärmt, was es alles schönes zu essen gab in der Vergangenheit und auf was man sich freue. Es war vor allem viel gemischter Kram und genau der kam da raus. Vorher gibt es eine Rückkopplung im Gehirn und man wird da nochmal richtig getriggert.

ALLES, was zuviel reingeht, kommt wieder raus.

Schuppige Haut, Rotz, Husten, Scheißerei ... oft ist es nur leicht, wie heute. Einmal richtig ausgespuckt. Fertig. Manchmal ist es heftiger.

Auch hatte ich mal wieder einen Zuckerdarm. Das ist ein Gefühl, als ob der querliegende Dickdarm sich unangenehm zusammenzieht. Das habe ich auch nur, wenn ich mal mehr Zucker, zuletzt eben Tomaten und einige Pflaumen, konsumiert hatte. Dann gibt es da so ein komisches Gefühl irgendwann. Das vergeht zwar, aber man merkt, da passiert etwas.

Am Ende war ich nach 1h55min wieder daheim. 

Aber es ist wirklich so: Das ist kein großes Ding mehr. Oh... 20km... aber wenn man das ein paarmal gemacht hat, wird das eben mal eine größere Runde, die man Sonntagnachmittag läuft. Mehr ist das dann nicht mehr. Man läuft los und läuft und läuft und nach zwei Stunden ist man wieder da. Zwischendurch hat man den Wind, die Sonne, die Wolken, die Bäume, die Vögel, viel Ruhe zum Nachdenken und das Gefühl, etwas getan zu haben, wenn man es geschafft hat. 

Es ist auch ein Achtsamkeitstraining. Derzeit scheint die Paarungszeit der Amaren zu sein, einer Gattung der Laufkäfer. Da muss man schlicht aufpassen, wo man hinläuft, um die nicht zu zertreten. Also ist man im Hier und Jetzt, weil, man möchte ja kein Leben nehmen. Auch der Käfer ist LEBEN und dieses Leben möchte leben. Also muss man da eben etwas aufpassen, wo man hintritt.

Und heute sind die echt zu Hunderten rumgekrabbelt.

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